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louisela 06.01.2012 21:42

Fragen zum Journalist-sein
 
Hallo Freunde,
Ich schreibe im Auftrag meiner Freundin. Sie möchte Journalistin werden ist aber von den schlimmen Geschichten über die schlechten Jobangebote und schlechten Bezahlungen abgeschreckt. Ist das denn wirklich so? was sagt ihr?
Außerdem möchte sie sehr gerne in einer Modezeitschrift (Glamour,Elle,Instyle,Jolie,Cosmopolitan,....) arbeiten aber sie ist überzeugt das sie das nicht schafft. Ist das denn wirklich so schwierig?
Sie kann schreiben das ist nicht die Frage.
Und was sollte sie denn tun auf ihrem Weg dorthin? Voluntariat, Journalismus studieren, oder was denn nun? Sie möchte auf keinen Fall freiberufler werden sondern wenn dann eine Festanstellung.

Zuletzt, sie wohnt in Freiburg ist es möglich von Freiburg aus für eine Modezeitschrift zu arbeiten da es ihr lieber wäre in Freiburg zu bleiben als nach München zu ziehen. Geht das?

Vielen Dank im Vorraus

Louis:cool:

Reporterin 07.01.2012 01:19

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Hallo,

du kannst ihr das sicher schonender beibringen, als ich es jetzt schreibe.

Aber, wenn die Lütte nicht mal in der Lage ist, hier, wo sie anonym ist, zu schreiben, und ihre Frage selbst zu stellen, dann sollte sie es ganz lassen. Im realen Leben muss sie nämlich mit ihrem realen Namen für ihre Artikel gerade stehen. Statt über Mode zu schreiben, sollte sie in den einschlägigen Modeläden shoppen gehen.

Und wie gesagt, du kannst es ihr sicher freundlicher sagen, als ich es hier schreibe.

louisela 07.01.2012 20:49

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Sie ist fähig ich habs jetzt mal für sie gemacht weil sie glaubt es wird eh nichts.
Das mit dem "im Auftrag meiner Freundin" lag nciht daran das sie sich nicht traut oder es nicht kann sondern nur weil ich mich schnell hier angemeldet hab und dann gesagt ich frag.
Naja also ich bin sicher sie wäre auch selbst in der Lage.
Das beantwortet jetzt aber leider noch keine meiner Fragen :(.

Texte-Büro 07.01.2012 22:00

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Keine Ahnung, warum Reporterin hier so "komisch" reagiert. Dabei ist es doch nett, wenn sich jemand für seine Freundin informieren möchte. Aber was solls. Also: Die Arbeitsmarktsituation für Journalisten ist derzeit nicht sonderlich rosig. Und wenn sie als Jornalisten (speziell in der Mode) arbeiten möchte, sollte sie damit rechnen, in eine Großstadt zu ziehen. Allerdings wird sie ohnehin damit leben müssen, vermutlich als Freiberufler zu arbeiten. Manche Leute genießen daran die Freiheit und Abwechslung, andere vermissen die finanzielle Sicherheit. Ob das etwas für sie ist, muss sie ganz alleine entscheiden. Die Chancen auf eine Festanstellung sind gering. Selbst die Menschen, die in der Redaktion arbeiten, sind vermehrt Freiberufler. Als Freiberufler kann man ganz gut verdienen (wenn man gut ist), aber bei weitem nicht soviel, wie Akademiker zum Beispiel in der Medizin oder Autoindustrie verdienen. Das Geld sollte also nicht die Motivation sein. Und zum Ausbildungsweg: Der beste Weg wäre ein Studium (zum Beispiel etwas im Modebereich) und nebenbei freie Mitarbeit. Bei Lokalzeitungen kann man oft erste Erfahrungen sammeln. Wenn sie nicht studieren kann oder will, könnte sie auch den Weg über eine Journalistenschule gehen. Allerdings wird sie dann kaum in Freiburg bleiben können.

Und Reporterin: Wenn man schlechte Laune hat, kann man die auch mal für sich behalten und muss sie nicht an anderen auslassen

Reporterin 07.01.2012 23:02

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Zitat:

Zitat von Texte-Büro (Beitrag 83005)
Und Reporterin: Wenn man schlechte Laune hat, kann man die auch mal für sich behalten und muss sie nicht an anderen auslassen

Denk' doch mal nach, bevor du so einen Kokolores von dir gibst.
Sie will Modereportagen etc. machen. Dort hat sie es vorwiegend mit Frauen zu tun. Dort geht es zu wie bei "Der Teufel trägt Prada" - und das ist kein Fake. Wenn sie da schon ankommt wie ein kleines Mäuschen, "Das geht ja sowieso nicht", "Das kann ich nicht", hat sie schon verloren, bevor sie die erste Kanne Kaffee gekocht hat.
Wenn sie überhaupt in eine Redaktion reinkommt, dann nur als Assistentin, die kopiert, schreibt und den besagten Kaffee kocht.
Wenn sie aber unbedingt als Journalistin in die Mode rein will, muss sie sich ein Ziel setzen und stur wie ein Panzer drauf los laufen.....

Wenn also deine Freundin da rein will, muss sie folgende Fragen mit Ja beantworten - und zwar alle.

Gibt es Modezeitschriften?
Gibt es Redaktionen für Modezeitschriften?
Arbeiten dort Journalisten?

Also, warum deine Freundin nicht?

P.S. Die Bezahlung für Journalisten ist überall besch..... das hängt nicht vom Genre ab - außer man kriegt seine Artikel beim z. B. Spiegel unter. Aber dort zählt nicht unbedingt die Qualität, sondern eher Beziehungen. Da kommt man also eher nicht rein - hat ja auch keine Moderedaktion.

louisela 08.01.2012 19:02

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Also das ist doch schonmal gut :) vielen Dank für die Antworten :)
Also wie das so klingt ist es ein Beruf in dem voller Einsatz gefragt ist Talent haben warscheinlich alle nehm ich an..
Also das Problem ist wohl das sie aufjedenfall finanzielle Sicherheit will und das ist nicht gegeben oder? Wie schätzt ihr die Chancen ein eine feste Anstellung zu bekommen?
"Das Geld sollte also nicht die Motivation sein." Wenn du das sagst mit was muss man dann rechnen weil sie muss ja auch von irgendetwas leben!
Studieren will sie schon ich glaube nur das sie unbedingt finanzielle Sicherheit will.
Ich kenn mich ja nciht aus aber ist das wirklich so ein knüppelharter Job ist wie Reporterin ihn beschreibt?
Danke nochmals
Louis

Reporterin 08.01.2012 19:20

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Voller Einsatz, immer: Ja, auf jeden Fall

Talent: nö, viele sind sowohl bezüglich des Schreibens, als auch des Fachwissens bezüglich ihres Arbeitsgebietes gänzlich unbelekt.

Finanzielle Sicherheit: paßt mit dem Berufsbild nicht zusammen.

Feste Anstellung: Erst einmal gar nicht.

Was soll sie tun?
Mal 4-5 Artikel schreiben, rund 4.000 - 5.000 Zeichen
Zu jedem Artikel ein Expose (3-4 Sätze - Keine Satzungeheuer, keine Quellen, Marken, Interviewpartner angeben)
Entsprechende Modezeitschriften anrufen, den entsprechenden Redakteur geben lassen und anfragen:

Guten Tag, mein Name ist X, ich arbeite als Journalistin hier in Y und wollte fragen, ob Sie an auch mit Freien zusammenarbeiten.

Nein (auflegen und nächsten), Ja, manchmal, hin und wieder

Es geht um das Thema Z

Worum geht es denn genau?

Es geht um (2-3 Sätze, keine Quellen, Marken, Interviewpartner angeben).

Nein danke, wir haben schon.

Nächsten, nächsten, nächsten

Ja, schicken Sie uns doch mal das Expose

Per Mail hinschicken, wenn Sie nach Arbeitsproben fragen, einfach sagen, dass es der erste Artikel ist.

Wenn sie auf Quellen etc. bestehen, deutlich sagen, dass das die Leistung ist, die du verkaufst. Seriöse Redakteure fragen nicht. Die, die dich beklauen wollen, fragen immer.

mozart2 09.01.2012 13:02

AW: Fragen zum Journalist-sein
 
Jetzt eine Prognose für eine Zukunft Deiner Freundin zu treffen, ist wirklich schwierig. Grundsätzlich empfiehlt sich auf jeden Fall eine diesbezügliche Ausbildung, auch wenn es gerade im Journalistenberuf über mehrere Wege möglich ist, in den Beruf einzusteigen.


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