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-   -   Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden? (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30026)

Freak 07.03.2011 01:22

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Genau, oftmals haben die Kunden keine Redaktionen und kommen nicht aus dem journalistischen Bereich. Sie haben keine Ahnung, was ein guter Text ist und wollen nur Kosten sparen (insbesondere im Onlinebereich). Diese Tendenz finde ich schon problematisch …

Es ist erfreulich, dass es zumindest bei Dir, Texte-Büro, gut läuft, aber leider ist das nicht der Regelfall. Bei mir gibt es Höhen und Tiefen. Gerade habe ich ein Tief, welches überwiegend aus dem Stress mit den Aufträgen resultiert.
Einfacher wäre, nur noch mit anspruchslosen SEO-Texten das Netz zuzumüllen. Dann hätte ich kein Zwiebelkonto mehr – wenn ich es ansehe muss ich heulen. Doch dabei entwickelt man sich nicht weiter und verblödet. Es ist wie in einer Fabrik am Fließband.
Nervig finde ich die unterschiedlichen Standards, vor allem wenn sie nichts mehr mit Journalismus zu tun haben und die „Autoren“/ „Texter“ dadurch praktisch dazu gezwungen sind, falsch vorzugehen und zu schreiben.
Die großen Magazine, bei welchen tatsächlich journalistische Kriterien gefordert sind, zahlen be********, so ist zumindest meine Erfahrung. Eine Reportage kann (!) man nicht in vier - fünf Stunden schreiben, das geht einfach nicht: Ansonsten ist es keine Reportage. Wenn das Ding dann aber nur mit 150 Euro entlohnt wird und man mindestens eine Woche dran sitzt, herumfährt, rumtelefoniert etc, dann gute Nacht …

Mein Schluss aus dem Ganzen: Jeden Cent in eigene Dinge investieren, um keine Festanstellung und keine Aufträge mehr nötig zu haben.

Texte-Büro 07.03.2011 10:26

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Freak: Was verstehtst du denn unter großen Magazinen? Also der Stern etc. zahlt alles andere als schlecht. Abgesehen davon muss man, und bei der Meinung bleibe ich, nicht für jede Reportage eine Woche unterwegs sein. Und wenn es wirklich viel Arbeit ist und z.B. nur 150 Euro gezahlt werden, dann muss man der Redaktion eben sagen, dass man für so wenig Geld nicht arbeitet. Scheinbar trauen sich das viele nicht. Ich habe das jedenfalls schonmal gemacht und somit ein besserer Honorar ausgehandelt.

Freak 08.03.2011 01:15

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Die Magazine nenn ich nicht, damit es hier etwas anonym bleibt (…). Stern meine ich nicht. Keine Ahnung was die zahlen, aber die haben schon ihre Leute und suchen sicher nicht uns.

Mag sein, dass es auch weniger aufwendige Reportagen gibt, aber die habe ich bislang nicht erhalten.

Bei der einen Zeitschrift habe ich gekündigt, weil es gar nicht mehr ging. Die haben u. a. noch nicht gezahlt und wollten schon, dass ich das nächste Projekt starte. Als ich darauf hingewiesen habe, waren sie beleidigt … Hoffentlich muss nicht schon wieder das Honorar einklagen!
Bei der Anderen hätte ich gerne noch mitgemacht, wenn sie mehr zahlen würden. Wollen sie aber nicht, da zig andere Journalisten Schlange stehen, um für weniger zu arbeiten. Ich kann mir das leider nicht leisten …

Die 150 waren nur ein Beispiel, um zu veranschaulichen was ich meine – ein nicht gerade unrealistisches. Bei der zweiten Zeitschrift war das in etwa der Fall. Natürlich musste ich daneben sämtliche weitere Aufträge bearbeiten, um über die Runden zu kommen. Hätte ich diese größeren „Referenz-Geschichten“ weggelassen, hätte ich mehr Geld gehabt und sicher auch mehr Schlaf. Ärgerlich das Ganze …

hed 08.03.2011 03:10

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich wollte ja eigentlich einem Kollegen antworten, der meinte das wäre schin in Ordnung, den Kommentar finde ich jetzt niicht mehr - aber egal. Wer für diesen Tarif arbeitet ist ein Dillo und tut sich selbst wie auch allen Kollegen nichts Gutes. Preisdumping ist nicht die Lösung für das Problem unserer Branche, es verschlimmert diese nur.

Für 0,03 Euro schreibe ich nicht mal einen Satz. Und zwar nicht, weil ich der genialste Journalist auf diesem Planeten bin, sondern aus Selbstachtung.

Grüße,
hed

Hessenreporter 08.03.2011 11:49

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von hed (Beitrag 80531)
Für 0,03 Euro schreibe ich nicht mal einen Satz. Und zwar nicht, weil ich der genialste Journalist auf diesem Planeten bin, sondern aus Selbstachtung.

Das ist pro Wort und nicht pro Satz. Wenn der Satz 6 Wörter hat, bekommst Du pro Satz 18 Cent. Nach 10 Sätzen kannst Du Dir bereits ein belegtes Brötchen beim Bäcker gegenüber leisten. Wie lange brauchst Du, um 10 Sätze zu schreiben? Ich brauche dafür ca. 120 Sekunden.

SilliVanilli 11.03.2011 14:17

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent? Ich schreibe nebenher für ein Portal, welches 1,5 Cent pro Wort zahlt. Für eine Seite (500 Worte) gibts sagenhafte 3-4 Euro. Das kann ich auch nur machen, weil ich bei manchen Themen eine Seite aus dem Kopf runterschreiben kann.

Lächerlich genug, ich weiß. Aber besser als gar keine Schreibpraxis.

Macit 12.03.2011 08:11

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Iris68 (Beitrag 80478)
Die exklusive 50-Worte-Meldung über einen überraschenden Politiker-Rücktritt ist doch mehr wert als der Bericht über die Jahreshauptversammlung des örtlichen Fischerei-Vereins.

Und das 3.000-Worte-Interview mit George Clooney ist doch mehr wert als das 3.000-Worte-Interview mit dem örtlichen JU-Vorsitzenden.

Und das soll alles gleich bezahlt werden? Hauptsache, 3.000 Worte.

Wer sich also auf eine Pro-Wort-Bezahlung einlässt, der wertet damit automatisch seine Arbeit ab. Er reduziert die kreative journalistische Leistung auf schnödes Hintippen möglichst vieler Worte.

Das ist aber nicht die Schuld der Job-Anbieter.

Mal ganz ehrlich: Der Lokal-Journalismus rettet seit Jahren die Branche. Jeder, der tatsächlich als Redakteur arbeitet, weiß das. Und ich möchte mal einen unbedarften Menschen sehen, der die Ergebnisse einer Stadtratssitzung vernünftig auf den Punkt bringen kann, ohne zuvor intensiv und mit den richtigen Werkzeugen recherchiert zu haben bzw. ohne die nötige Lokalkompetenz zu besitzen.

Gegenthese: Interview mit George Clooney bekommt jeder Berufsanfänger hin, der im Interview-Seminar halbwegs aufgepasst hat und sich nicht vor Angst in die Hosen macht. Klar, man muss einen Draht zu den jeweiligen PR-Leuten haben, um überhaupt in den Kreis der auserwählten Interviewer zu gelangen. Das ist natürlich eine Eigenleistung (sofern der Verlag nicht für den Kontakt sorgt). Der Rest ist aber Yellow-Press-Recherche, die man auch ohne Studium prima durchführen kann.
Eine Geschichte über die neue Umgehungsstraße dagegen erfordert neben verkehrs- auch kommunalpolitischen Sachverstand, wird sich wahrscheinlich mit ökologischen Aspekten auseinandersetzen müssen und die Reaktionen diverser Bevölkerungsgruppen auf dieses Projekt auf dem Schirm haben.

Ich habe eigentlich noch nie jemanden getroffen, der sich so etwas aus dem Ärmel schüttelt.

Und das ist auch gut so, denn darum kaufen die Menschen nach wie vor Zeitungen. Aus diesem Grund sollte man bitte davon Abstand nehmen, die Lokalredaktionen schlecht zu reden, denn die sind ihr Geld (auch wenn die Qualität natürlich manchmal schwankt) in der Regel wert.

Tom Schmidt 12.03.2011 14:37

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hier wird zuviel schön geredet. Nehmt einfach keine Aufträge mehr an,von denen Ihr nicht leben könnt. Außerdem werden bei Finanzamt und Krankenkassen bei solch geringen Beträgen schnell Zweifel und Vermutungen laut, dass da mit Schwarzgeld /Barauszahlungen getrickst wurde.

Dann werdet Ihr wahrscheinlich nach wesentlich höheren Tarifen eingestuft und müsst im günstigsten Fall nur nachzahlen. Oder schlimmer: strafrechtliche Konsequenzen in Kauf nehmen. Wer für drei Cent pro Wort arbeitet, macht sich unglaubwürdig, verarmt und wird eventuell auch noch bestraft.

Bevor hier Fragen kommen: Nein, es ist mir noch nicht passiert. Aber ich arbeite auch nicht für Dumping- Honorare. Ein Kollege und Freund musste sich bei einer Prüfung allerdings Fragen seitens des Finanzamtes hinsichtlich der seiner Honorare anhören und hatte anschließend auch massiven Ärger.

Iris68 12.03.2011 18:39

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Macit: Es geht mir hier ausschließlich um den Marktwert, nicht um den ideellen Wert.

Ein Interview mit dem örtlichen JU-Vorsitzenden im Lokalblatt interessiert vielleicht 10.000 Leser, das Interview mit George Clooney 10 Millionen Leser und mehr – und lässt sich daher besser verkaufen.

Das Clooney-Interview ist daher für den Journalisten ökonomisch mehr wert. Und ich würde es nicht für 50 Cent pro Zeile an eine Lokalzeitung verschleudern.

An kleine Lokalblätter vergibt das Management eines Weltstars kaum Interview-Termine. Und das laienhafte 08/15-Interview eines Berufsanfängers nimmt kein überregionales Blatt – und das Lokalblatt zahlt dafür seinen Regelsatz von 30 Cent oder 50 Cent pro Zeile.

Eine Geschichte über die neue Umgehungsstraße erfordert dagegen neben verkehrs- auch kommunalpolitischen Sachverstand, warum stellen die Zeitungen dann massenhaft Geisteswissenschaftler ein?

Und warum ist es dann egal, was man als Bewerber studiert hat, Hauptsache, man hat studiert, wie hier im Forum immer wieder geschrieben wird?

Es mag schon sein, dass eine Geschichte über die neue Umgehungsstraße verkehrs- und kommunalpolitischen Sachverstand erfordert – aber wird dieser Sachverstand auch bezahlt? Oder gibt’s nur stur 30 Cent , 50 Cent oder meinetwegen 1 Euro pro Zeile, egal wie viel Aufwand die Geschichte erfordert hat?

Und wird jemand stundenlang auf Stadtratssitzungen herumsitzen und dazu auch noch intensiv recherchieren, wenn er schon von vornherein weiß, dass er dafür sicher nicht mehr als 80 Euro bekommt?

Warum soll er seine Zeit opfern, wenn er weiß, dass seine Arbeit nach denselben Kriterien – Cents pro Wort oder Zeile – abgerechnet wird, wie die einer Schreibkraft, die nicht studiert und nicht recherchiert hat?

Die Vergleiche mit Lokalberichten hätte ich nicht geschrieben, wenn diese Berichte so gut bezahlt werden würden, wie Du sie vom Wert her siehst.

Texte-Büro 13.03.2011 20:03

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Reporterin (Beitrag 80487)
Solange es Leute gibt, die so schludrige Arbeit abliefern, so lange wird es auch Kunden geben, die diese Preise bezahlen.

http://www.journalismus.com/_talk/sh...ad.php?p=80475

Meinst du etwa mich mit den "Leuten, die schludrige Arbeit abliefern"? Wenn ja, dann finde ich das ziemlich arm. Du kennst meine journalistische Arbeit nicht und solltest auch nicht darüber urteilen. Gerade erst Freitag bekam ich einen Anruf von dem Chefredakteur einer Sportzeitschrift, der meinen Artikel überden Schiedsrichtermangel sehr gelobt hat und es gerade gut findet, dass ich die Ursachen des Schiedsrichtermangels herausgearbeitet habe. Nur weil ich vielleicht ein wenig zügiger als du bin bzw. nicht ganz so lahm bin wie du, ist meine Arbeit längst nicht schlechter.

Ein Beispiel: Wenn ich einen Schrank zusammenbaue, brauche ich dafür bestimmt vier Stunden. Ein Profi schafft das in einer halben Stunde. Leister der Profi auch schludrige Arbeit, weil er schneller ist??? Wohl kaum.

Schweinswal 14.03.2011 14:41

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Was die Rats- oder Ausschussitzungen und die Umgehungsstraßen betrifft, halte ich es nach meinen Erfahrungen eher mit Iris68.
Es mag unterschiedlich gehandhabt werden, aber bei mir war es so, dass ich für die zwei bis drei Stunden, die ich im Schnitt da zugebracht habe, wie üblich mein Zeilenhonorar bekommen habe - ohne Spesen für den Sprit. (Das einzige Konkurrenzblatt war ab und an mit einem Redakteur vertreten).
Wie viele Artikel ich daraus mache und ergo wie viel Geld ich damit verdiene, war letztlich meine Sache. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal ein Thema abgelehnt wurde.
Das führte aber natürlich auch dazu, dass ich im Zweifel lieber noch mal über ein abgelutschtes Thema berichtet habe, auch wenn es kaum etwas Neues gab. In seltenen Fällen, wenn es wirklich so gar nichts zu berichten gab, bekam ich zum Ausgleich das Zeilenhonorar für ein, zwei Artikel eines unserer Redakteure zugeschustert, den der mit geringem Aufwand irgendwo abgepinnt hatte. Man hätte natürlich auch ein Ausfallhonorar beantragen können, war aber anscheinend nicht gerne gesehen.
Hin und wieder gab es bei Bauvorhaben auch schon mal Umweltgutachten o.ä. in Kopie. D.h., wenn diese vom Rat angefordert worden waren. Dann habe ich notgedrungen ein, zwei Stunden mehr investiert und den Kram überflogen. Nur irgendwo ist natürlich Schluss. Wer wegen so was noch einen Tag länger recherchiert, bekommt dafür schließlich nicht einen Cent mehr, höchstens Vorhaltungen, wo denn der Artikel bleibe.

Hessenreporter 14.03.2011 18:45

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Schweinswal (Beitrag 80655)
Es mag unterschiedlich gehandhabt werden, aber bei mir war es so, dass ich für die zwei bis drei Stunden, die ich im Schnitt da zugebracht habe, wie üblich mein Zeilenhonorar bekommen habe - ohne Spesen für den Sprit. (Das einzige Konkurrenzblatt war ab und an mit einem Redakteur vertreten).
Wie viele Artikel ich daraus mache und ergo wie viel Geld ich damit verdiene, war letztlich meine Sache. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal ein Thema abgelehnt wurde.

Was Viele leider auch gänzlich vergessen ist, daß gerade solche "langweiligen Sitzungen" üblicherweise zu weiteren Themen führen. Es ist noch nie vorgekommen, daß ich so eine Sitzung verlassen habe ohne eine Anregung für ein gänzlich anderes Thema gewonnen zu haben. Einfach, weil die ganzen Unterlagen nicht sehr aussagekräftig sind und sich in direkten Gesprächen neue Aspekte gewinnen lassen. Oder weil unter dem üblichen Punkt "Verschiedenes" Dinge angesprochen werden, die nicht in der Tagesordnung aufgeführt sind.

Iris68 15.03.2011 13:03

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Hessenreporter: Es nutzt Dir gar nichts, wenn Du eine Stadtrats-Sitzung super spannend findest und Dir Dein Verleger für die Geschichte dann doch nur 34,80 Euro überweist. Und für die 28,20 Euro für die Nachfolgegeschichte bekommst Du nicht einmal eine Drucker-Patrone -- oder einen Autoreifen, wenn Dir der auf dem Weg zum Interview kaputt geht.

Lokalberichterstattung ist ideal, um das Reportern zu üben. Aber davon als Freier leben?

Hessenreporter 15.03.2011 21:19

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Iris68 (Beitrag 80667)
Lokalberichterstattung ist ideal, um das Reportern zu üben. Aber davon als Freier leben?

Es mag einige Lokalreporter in Großstädten geben, die davon tatsächlich leben können. Üblicherweise ist das aber nicht der Fall. Sowas sollte man gleich vergessen. Das ist ein Nebenjob - mehr nicht.

admin 17.03.2011 14:54

Ab welcher Höhe?
 
Hi Leute,
ohne die Debatte unnötig anheizen zu wollen. Aber ich habe in der letzten Zeit auch Jobofferten gehabt bei denen sich die Honorarhöhe zwischen 8 und 15 Cent pro Wort bewegt. Was ist Euerer Meinung von solchen Angeboten zu halten?

birk 17.03.2011 18:41

AW: Ab welcher Höhe?
 
Zitat:

Zitat von admin (Beitrag 80700)
Hi Leute,
ohne die Debatte unnötig anheizen zu wollen. Aber ich habe in der letzten Zeit auch Jobofferten gehabt bei denen sich die Honorarhöhe zwischen 8 und 15 Cent pro Wort bewegt. Was ist Euerer Meinung von solchen Angeboten zu halten?

Also 8 bis 15 Cent finde ok... gerade für Berufanfänger und Studenten sind das ganz ordentliche Honorare (gerade 15 Cent :D)

Highspeed 17.03.2011 23:03

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Guten Abend,

ich würde darauf antworten "kommt ganz drauf an". Mit acht bis 15 Cent pro Wort bekommst du ja etwa den zehnfachen Betrag, den der gewöhnliche Textdumper zu zahlen bereit ist.

Für mich persönlich rechnet sich ein Auftrag ohne größere Recherchepausen für zwischen 15-30 Cent pro Wort. Grundidee dabei wäre ein Tagessatz um die 350 Euro, angepeilte Anschlagszahl um die 10.000. Damit läge man man beim Doppelten dessen, was üblicherweise für schnelle News gezahlt wird.

Bei aufstrebenden und jungen Start-ups wird man mit einer solchen Kalkulation freilich nicht landen. Aber in dem Fall ist mir eine Absage lieber, als ein noch schneller rotierendes Hamsterrad.

Konkret zu deiner Frage: 14 Cent halte ich im begründeten Einzelfall grad noch für ok, acht für unangemessen.

Grüße,
H.

Texte-Büro 17.03.2011 23:58

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@admin
Mit 8 bis 15 Cent lässt sich meist (je nach Auftrag) ein gutes Einkommen erzielen. Daher sollten solche Angebote auch veröffentlicht werden.

ramona 20.03.2011 08:35

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Texte-Büro (Beitrag 80344)
I Aber manchmal muss man eben auch Aufträge mit einem mäßigen Honorar annehmen. Wer dann lieber gar nicht arbeitet und ausschließlich Top-Aufträge annimmt, hat selber Schuld, wenn er am Ende kaum Geld auf sein Konto bekommt.

Mäßig bezahlte Aufträge ist was anderes als Honorardumping, das wahnsinnig um sich greift. Es geht nämlich darum, die Honorare generell zu drücken und Leute zu finden, die das unterstützen. Ja, UNTERSTÜTZEN! Irgendwann ist Niedrighonorar Standard. Dann gibt's auch keine Top-Aufträge mehr!

Texte-Büro 20.03.2011 23:06

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von ramona (Beitrag 80723)
Mäßig bezahlte Aufträge ist was anderes als Honorardumping, das wahnsinnig um sich greift. Es geht nämlich darum, die Honorare generell zu drücken und Leute zu finden, die das unterstützen. Ja, UNTERSTÜTZEN! Irgendwann ist Niedrighonorar Standard. Dann gibt's auch keine Top-Aufträge mehr!

Aber an einem Wortpreis lässt sich nicht ablesen, ob es sich um Lohndumping handelt. Wenn es zum Beispiel nur um das Verfassen von Kurznachrichten sind, können 5 Cent je Wort ein ordentlicher Preis sein. Bei einer Reportage hingegen können 20 Cent ein schlechter Preis sein (wobei dabei meist nicht nach Wörtern berechnet wird). Ich will nur sagen, dass ein Preis immer im Verhältnis gesehen werden muss. .

Nala 21.03.2011 05:31

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Natürlich sollten diese Angebote veröffentlicht werden.

Freak 21.03.2011 14:05

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Geht es darum, ob diese Angebote veröffentlicht werden sollen? Dann kommt es darauf an, was dafür gefordert wird.
Hatte Peter aber so verstanden, dass er Jobangebote mit diesen Honoraren erhalten hat und uns nun fragt, was wir davon halten. Oder täusche ich mich?

admin 21.03.2011 15:25

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Freak (Beitrag 80731)
Hatte Peter aber so verstanden, dass er Jobangebote mit diesen Honoraren erhalten hat und uns nun fragt, was wir davon halten. Oder täusche ich mich?

Genau, die Einschätzugen haben mir schon eine Hilfe gegeben bei der weiteren Veröffentlichung von Jobofferten. Thanks.:-D

Nemi217 11.04.2011 15:19

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also, 8 - 15 Cent pro Wort finde ich okay. Ich bin Berufsanfänger und je nach Auftrag, kann da schon was ordentliches mit verdienen. Ich fände das gut, wenn die hier veröffentlicht werden.

Ansgar Sadeghi 18.05.2011 20:13

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hallo zusammen,

einmal grundsätzlich von mir: Ich gehöre zum Kreis derer, die unter anderem für drei Cent pro Wort schreiben. So ganz langsam steigen die von mir erreichbaren Honorare weiter, aber ich bekenne mich jetzt einfach einmal: Ich bin ein 3-Cent-Schreiberling. Und ich denke, kommt jemand an keine anderen als 3-Cent-Aufträge, dann bedeutet die Forderung, „Lohndumping“ nicht zu unterstützen und auf 3-Cent-Aufträge zukünftig zu verzichten, der Aufforderung gleich: Hey, höre einfach auf zu schreiben und etwas Geld damit zu verdienen, weil du allen anderen Schreiberlingen, die etwas mehr Geld damit verdienen, ansonsten vielleicht den Markt kaputt machst! Oder anders ausgedrückt: Mach dich (als Schreiber) kaputt, damit andere nicht kaputt gehen. Das kann es aus meiner Sicht nicht sein. Nur Meinungsäußerungssenfmarmelade!

Ich persönlich würde so etwas von niemandem fordern und denke auch, man sollte so etwas von niemandem fordern. Einmal abgesehen davon, dass hier jede Forderung völlig sinnlos wäre. Wer mehr Geld verlangen möchte, dem bleibt dann wohl nur die Alternative, sich als schöner, netter, besser, freundlicher, quirliger... zu präsentieren als diejenigen, die für ein preiswerteres Honorar schreiben. Und es funktioniert ja oftmals!

In Sachen Honorar geht es ja noch viel tiefer als auf die 3-Cent-Marke, teils unter ein Honorar von einem Cent pro Wort. Natürlich denke auch ich da, lieber Auftraggeber, geht es denn noch? Recherche gefordert, netter Aufbau des Artikels und preisverdächtiger Text erwünscht. Das Ganze bitte fast umsonst! Näääääää! Im Leeve nit! Ich bin sehr froh, von diesen Jobs die Finger lassen zu können. Aber auch hier gilt aus meiner Sicht: Wer für einen Cent schreibt, den muss man halt lassen. Der Extremkonsequenz bin ich mir dabei bewusst: Sollten irgendwann Studenten etc. für drei oder zwei oder gar einen Cent pro Wort sämtliche Aufgaben übernehmen können, die bisher ausgebildete Journalisten, Texter etc. übernehmen, ist das wohl das Ende mehrerer Berufe auf einmal, die irgendwie mit Schreiben zu tun haben. Aber ich denke einmal, das wird nicht geschehen.


Was die 3-Cent-Aufträge und dieses Forum angeht: Da würde ich persönlich es auch lieber sehen, wenn dieses Forum solche Aufträge nicht veröffentlicht. 3-Cent-Aufträge und andere kleine Fische findet man anderswo. Dieses Forum ist für mich der Fischteich, um Karpfen zu angeln. Wobei meine Karpfen für andere Schreiber schon wieder kleine Fische sind. Alles ist irgendwie relativ relativ! 8- bis 15-Cent-Aufträge würde ich begrüßen. Nur Meinungsäußerung, Senf oder wahlweise Marmelade auf Toast, das Ganze verbunden mit freundlichen Grüßen von

Ansgar

Il(l)u 21.06.2011 19:41

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Vielleicht mal was von Anbieterseite dazu.
Es gibt zwei sorten von Texten die im Netz benötiegt werden.
1. Journalistische Texte. Dazu gehören nicht nur schöne Worte sondern auch recherche. Das ist für 3 Cent nicht möglich und das weis auch jeder mit halbwegs Grips in der Birne. ERnst zu nehmender recherchierter Journalismus kostet hat. Wie viel? Das kommt auf Thema drauf an. Film und Musik ist sicherlich das billigste. Fachjournalismus wie etwa Wirtschaft schon sehr gehoben.

Jetzt zum zweiten wo Journalisten eh überfordert sind oder die man garnicht bezahlen könnte. Das sind Wissenstexte. Z.Bsp. 100 Texte über Fingernagelpflege. Da wird jemand aus dem Fach gesucht der das Thema aus dem FF kennt und mal eben das Zeug fachlich korrekt runter schreibt. Im besten fall noch ne nette schreibe hat und gut. Hier sind 3 Cent nicht viel (für meine Begriffe auch etwas zu wenig) aber im Rahmen des möglichen.

Was zweites jedoch in einem Jounalistenforum zu suchen hat? Keine Ahnung! Es geht ja nicht um Journalismus sondern um Texter!

svoss 22.06.2011 09:12

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Il(l)u (Beitrag 81650)
Jetzt zum zweiten wo Journalisten eh überfordert sind oder die man garnicht bezahlen könnte. Das sind Wissenstexte. Z.Bsp. 100 Texte über Fingernagelpflege. Da wird jemand aus dem Fach gesucht der das Thema aus dem FF kennt und mal eben das Zeug fachlich korrekt runter schreibt. Im besten fall noch ne nette schreibe hat und gut. Hier sind 3 Cent nicht viel (für meine Begriffe auch etwas zu wenig) aber im Rahmen des möglichen.

Was zweites jedoch in einem Jounalistenforum zu suchen hat? Keine Ahnung! Es geht ja nicht um Journalismus sondern um Texter!

Völlig richtig... Und da geht es nicht nur um Jobangebote - auch Jobgesuche, in denen jemand erzählt, dass er für 2 bis 3 Cent pro Wort Texte mit fundierten Sachverhalten schreiben kann, gehören nicht in dieses Forum - meiner Meinung nach ;).

Yves81 24.06.2011 01:18

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also ich bin kein Journalist, sondern SEO und kaufe jeden Monat bestimmt 30-100 "billig" Texte.

Also erst einmal was hier manche von Suchmaschinen optimierten Texten erzählen stimmt so nicht mehr. Das war mal vor ein paar Jahren wichtig. Mittlerweile brauch man das meiste nicht mehr beachten, auch wenn es viele SEO´s und Webseitenbetreiber gibt die das noch verlangen, da Sie es nicht besser wissen.

So jetzt mal zu den 3 Cent pro Wort. Ich zahle in den meisten Fällen nur 2 Cent pro Wort und nicht mal 3 Cent. Das Problem im Preisbereich zwischen 2-5 Cent sind sehr oft keine größeren Unterschiede bei der Qualität zu sehen. Ich habe schon soviele günstige Schreiber getestet und es ist immer das gleiche. Selbst wenn mal ein Guter dabei ist, nimmt die Qualität im Laufe der Zeit immer weiter ab. Ich kann das auch durchaus verstehen, da man in dem Preisbereich natürlich sehr schnell arbeiten muss und dabei wahrscheinlich jedem die Lust am Schreiben vergeht.

Oft werden solche billig Texte übrigens so verwendet das echte Menschen sie eher selten zu Gesicht bekommen bzw. um einen Link dort unterzubringen oder halt um auf die Schnelle ein paar Adsense Webseiten zu erstellen.

Ich finde solche 3 Cent Angebote passen allerdings nicht wirklich in ein Journalisten Forum. Hier geht es denke ich um einer andere Zielgruppe.

Ich denke die meisten 3 Cent Autoren machen das ganze eher als Nebenjob bzw. weil Sie keinen anderen Job finden. Und ganz ehrlich. Wenn ich zum Beispiel einen Online Shop mit 3000 Tierpflege Produkte habe und überall einzigartige Produktbeschreibungen haben möchte, dann beauftrage ich dafür doch keinen Journalisten, sondern irgend einen Hobbys Schreiber, der macht das nämlich mit ein bisschen Übung genauso gut.
Es ist doch außerdem klar das man als Auftraggeber auch auf den Preis schauen muss. Ich würde kein Geld verdienen, würde ich alle meine Texte von Journalisten schreiben lassen würde. Es geht im 3 Cent Bereich auch meistens nicht um journalistische Qualität, das muss man einfach verstehen.

Ein größeres Problem ist allerdings, das im online Bereich die Qualität generell nicht so besonders ist. Ich lese jeden Tag Spiegel online und was da teilweise an schlecht recherchierten Artikeln abgeliefert wird, teilweise auch noch mit Rechtschreibfehlern bzw. einfach abgeschrieben ist einfach grauenhaft. Die Printausgabe hat da noch eine ganz andere Qualität.

Ach ja und was man noch bedenken muss. Es ist einfach so das jeder der in Deutsch mal eine 2 hatte im Zeugnis Journalist werden möchte. Es gibt einfach ein großes Überangebot. Das drückt die Preise. Damit muss man leben oder aber verdammt gut sein.

puds 29.06.2011 15:30

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Nein, nicht veröffentlichen!!

Olivar 27.07.2011 14:15

Das sind keine journalistischen Texte
 
Zitat:

Zitat von Yves81 (Beitrag 81688)
Das Problem im Preisbereich zwischen 2-5 Cent sind sehr oft keine größeren Unterschiede bei der Qualität zu sehen. Ich habe schon soviele günstige Schreiber getestet und es ist immer das gleiche. Selbst wenn mal ein Guter dabei ist, nimmt die Qualität im Laufe der Zeit immer weiter ab.

Solche Angebote gehören natürlich nicht hier hin, weil es SEO-Texte betrifft, also meist Texte für Artikelverzeichnisse. Dort zählen aber vor allem die Links, die Texte liest eigentlich keiner. Profis in dem Bereich schreiben dann EINEN Text und spinnen ihnen mit Software thesaurisch, damit er irgendwie keine Kopie ist. Das geht auch nicht anders, weil wer muss denn nicht zum Psychiater, wenn er 100 Artikel zum selben Thema schreiben muss. Es geht einfach um die Produktion von Link-Kontexten. Mit Journalismus hat das nichts zu tun, auch wenn hier und da ein paar kleine Artikel von journalistischen Touch drin stehen. Solche Texte kann man den Billigschreibern ruhig überlassen, dann können sie auch was verdienen. Das Forum für solche Schreiber ist das Forum von abakus-internet-marketing.de.

Il(l)u 15.08.2011 19:45

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Texte-Büro (Beitrag 80646)
Meinst du etwa mich mit den "Leuten, die schludrige Arbeit abliefern"? Wenn ja, dann finde ich das ziemlich arm. Du kennst meine journalistische Arbeit nicht und ...

Halt mal den Ball flach!
Exakt das ist das Problem "Du kennst meine journalistische Arbeit nicht"!
Ich auch nicht, aber ich weis das man für 3 Cent Texte runter reißen kann, aber ganz bestimmt nicht journalistisch arbeiten Kann.

Das muss man in Zeiten des Internet, wo jeder Dussel ein paar Zeilen Text zusammenglauben kann, einfach mal unterscheiden!

Auch das dich eine Zeitungsredakteur mal gelobt hat, bedeutet noch lange nicht das Du Journalist bist!

Texte-Büro 26.08.2011 21:53

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Aber das ist seit mehreren Jahren hauptberuflich als Journalist arbeite und davon seit vielen Jahren lebe bedeutet, dass ich Journalist bin. Zumal ich für verschiedene Medien tätig bin. Verstehe den Sinn deiner Kritik nicht

Reporterin 30.08.2011 19:16

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Dann bekommst du Hartz IV, lebst noch bei Mama oder läßt dich von irgend jemandem aushalten. Das ist doch ganz einfach. Im Monat braucht man brutto 3.000€ : 3 Cent = 100.000 Worte (Worte, nicht Zeichen). Das sind täglich bei 20 Arbeitstagen durchschnittlich 5.000 Worte. Sagen wir, ein Wort hat durchschnittlich 7 Zeichen, dann sind das pro Arbeitstag 35.000 Zeichen. Wenn man bedenkt, dass man nicht täglich Aufträge hereinbekommt...... Wenn willst du auf den Arm nehmen?

Texte-Büro 04.09.2011 23:02

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Habe ich etwas verpasst? Ich habe nicht gesagt, dass ich für 3 Cent je Wort schreibe! Das tue ich auch nicht. Ich habe nur gesagt, dass man zwischen den gut bezahlten Aufträgen auch mal mit kleineren Jobs (Wortpreis zwischen 5 und 8 Cent) etwas dazu verdienen kann

Texte-Büro 07.09.2011 14:01

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Da meine Antwort auch nach mehreren Tagen noch immer nicht freigeschaltet war, nehme ich den Eintrag nun erneut vor:
@Reporterin
Ich habe nie behauptet, dass ich für 3 Cent je Wort schreibe. Das tue ich auch nicht. Ich habe nur geschrieben, dass man mit einem Wortpreis von 5 bis 8 Cent bei nicht allzu viel Recherche einen guten Lohn erzielen kann. Das trifft natürlich nicht auf große Reportagen zu.

Thorsten Taplik 15.09.2011 05:15

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Auch wenn die Entscheidung schon gefallen ist, möchte ich mir dennoch einen Kommentar nicht verkneifen.

Warum Jobangebote nach der offerierten Bezahlung ausfiltern? Ich traue jedem zu, selber entscheiden zu können, ob er für ein paar Cent pro Wort arbeiten möchte. Sicher, seine journalistischen Qualitäten wird man für diese Preise nicht zur Verfügung stellen. Aber nicht jedes Forum-Mitglied ist hauptberuflich Journalist. Es gibt hier auch Leute, die daran interessiert sind, ihr Schreibtalent für andere Textformen einzubringen - mich eingeschlossen.

Ja, das hier ist ein Forum für Journalismus und Aufträge für Texter findet man auch anderswo. Aber was wäre falsch daran, nebenher ein interessantes Jobangebot zu finden, das mich eben nicht als Journalist, sondern "nur" als Texter fordert?

Viele machen solche Low-Budget-Angebote für die Senkung der Profi-Honorare verantwortlich. Ist doch Humbug! Wer keine bessere Arbeit liefert als ein Hobbyist, verdient auch (in beiderlei Hinsicht) nicht mehr. Dann muss man nicht die Leute, die sich nebenbei ein paar Euro verdienen wollen, als Kaputtmacher bezichtigen, sondern muss eben Leistungen erbringen, die außergewöhnlich sind. Es war doch nie anders! Mir geht dieser Fatalismus echt auf den Keks.

Ob es clever war, gleich mit einem kontroversen Beitrag einzusteigen? Hallo, jedenfalls!

Reporterin 20.09.2011 09:40

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Erst mal herzlich Willkommen.

Gehen Sie mal auf „my hammer“, das ist das selbe in grün. Menschen, die davon leben müssen, werden von „Nur-mal-so-Leuten“ ausgestochen.

Wenn man nur mal so texten möchte, kann man z. B. zum Wochenblatt, zur Schülerzeitung gehen oder sich bei seiner Mitarbeiterzeitung im Unternehmen einbringen. Man kann auch ein Blog einrichten. Aber das „Nur-mal-so-Schreiber“ die Honorare nicht kaputt machen, das ist falsch.

Sprechen Sie einmal mit echten Journalisten und fragen Sie sie, was die Verlage bezahlen. Je höher ein Journalist spezialisiert ist, desto weniger verdient er. Glauben Sie nicht? Doch, es ist so, ganz einfach weil folgendes passiert: Es gibt Fachzeitschriften und je stärker fachspezifisch sie ausgerichtet sind, desto niedriger ist die Auflage. Je niedriger die Auflage, desto niedriger das Honorar für den Fachjournalisten. Schauen Sie sich hier auf Journalismus.com mal den Honorarspiegel an.........

Texte-Büro 26.09.2011 19:20

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Dass eine Zeitschrift eine niedrigere Auflage hat, heißt nicht zwingend, dass weniger Umsatz gemacht bzw. ein geringeres Honorar gezahlt wird. Sollte der Verkaufspreis bei der Fachzeitschrift zum Beispiel bei 7 oder 8 Euro liegen, könnte das die geringe Auflage wirtschaftlich wieder kompensieren.

pfeffernelke 27.09.2011 17:33

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich möchte mich zu Wort melden!
Ich bin so ein Kandidat, der um 1,2 oder auch 3 Cent schreibt.
Es geht bei diesen Texten wirklich nicht um die Qualität. Zu Anfang hab ich gut verdient, weil ja die Qualität nicht wichtig war. 10 Texte schreibe ich in der Stunde locker zu 250 Wörtern. Es geht hier aber nur um Artikelverzeichnisse und Shopbeschreibungen. SEO Texte wie sie gerne bezeichnet werden. Aber mittlerweile bin ich diese Fließbandarbeit auch satt.

Das Schlimme sind gar nicht die Preise, sondern die AG, die sich wie Götter aufführen. "Das war zu wenig Recherche" oder "zu allgemein." Wenn ich einen 1 Cent Auftrag annehme, schreibe ich allgemein, nicht mehr und nicht weniger. Erklärt man das den netten AGs, ist man natürlich den Job los.

Das eigentliche Problem ist das, dass sich viele AGs einfach nicht mehr melden, nicht zahlen oder ihre Firmen schließen. Kein Wunder, bei den Einnahmen.

Ich habe ein paar nette private AGs, die sind mir seit Jahren treu. Diese sind mit der Qualität zufrieden, bezahlen sofort nach Erhalt der Texte. Am ärgsten sind Agenturen. Diese zahlen 0,008 Cent und noch weniger. Sie verstecken sich hinter gefälschten Namen und zahlen das Gehalt 30 Tage nach Monatsende. Leider habe ich schon viel mitgemacht. Qualität hat ihren Preis, das ist mir auch bewusst. Durch die SEO-Texte hab ich einiges an Stil verloren und muss jetzt kämpfen.




Vielleicht hat jemand Ideen für mich, wo ich Auftraggeber finde, die „mittelmäßig“ gut bezahlen. Ich bin bereit einiges zu lernen, aber da es bei solchen Dumpingpreis AGs keine Kritik gibt, hilft mir das nur wenig. 1 Cent ist wirklich die Schmerzgrenze. Wobei, würde ich von allen 2 Cent pro Wort bekommen, lässt es sich schon gut leben. Drei bis vier News in der Stunde online stellen, sollte drinnen sein.
Ich würde mich auch niemals als Journalist bezeichnen. Eher noch als Onlineredakteur. Solche gibt es in vielen Bereichen. Das Material ist großteils vorhanden und muss umgeschrieben werden. (Promiklatsch zb.) So machen es viele Onlinemagazine. Als Journalist muss man recherchieren, von A nach B fahren etc. Da ist ein angemessenes Gehalt natürlich auch nötig. Deswegen sollte man diese beiden Bereiche nicht vergleichen. Nein, solche Angebote gehören hier nicht direkt in die Jobbörse. Aber ihr könnt sie mir gerne weiter leiten ;) Tipp: Ein interner Pool wäre nicht schlecht. Texter, die Zeit und Lust haben, bekommen Mails mit solchen Angeboten. So hat jeder etwas davon.

Tom Schmidt 06.10.2011 02:50

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
"Agenten für Telefonakquise" ; "Die Aperto AG sucht einen Infografik-Redakteur".." sucht einen Berater Campaigning"...." sucht einen Werkstudenten Online-Redaktion"......."sucht einen Junior Online-Redakteur"....... Was haben solche "Jobangebote" hier zu suchen? Langsam frage ich mich: "Wie unabhängig ist Peter Diesler und welche Alibi - Funktion hat seine Umfrage? Entweder: Der Admin pennt oder kassiert? Seriöse Jobangebote gibt es auf Journalismus.com selten. Deshalb.....Nie wieder!


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