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Journalismus.com Forum (http://www.journalismus.com/_talk/index.php)
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-   -   Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden? (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30026)

schmidii 15.10.2011 11:26

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hallo,

ich möcht mich jetzt mal zu diesem Thema äussern.

Bin also eher Auftraggeber (betreibe Onlineportale im Wirtschaftsbereich). Ich finde grundsätzlich das Dumpingpreise, egal in welchem Arbeitsfeld, nicht sein dürfen.

Wir sind im Onlinebusiness jedoch extremer Konkurenz ausgesetzt. Insb. kleinere Anbieter ohne eigene Redaktion stehen unter enormem Kostendruck.

Daher kommt man manchmal nicht drumherum auch günstige Angebote anzunehmen (wohlwissend das die Qualität dementsprechend ist). Manchmal setzt man auch mit Absicht erstmal auf minderwertige Texte da man erstmal Inhalte produzieren muss (die dann meist kaum Menschen sehen aber erstmal in die Datenbestände von Maschinen übernommen werden) um Sie später nach und nach durch höherwertige zu ersetzen (das hat mehr mit der seo geschichte zu tun....)


Ist man aber bereit gutes Geld zu zahlen ist meine Erfahrung die folgende:
Obwohl ganz klar bei der Auftragsvergabe qualitativ hochwertige Nutzwerttexte gefordert werden, erhalte ich trotzdem Angebote von Textern (auch hier aus dem Forum) im unteren Preisbereich. Ok, die muss man ja dann nicht annehmen...da man weiss was kommt.

Jedoch ist schon häufiger vorgekommen das dann auch Texter im höheren Preissegment 0815 Texte abliefern. Bei Reklamation oder bitte um Nacharbeit wird mit Gutachter/Anwalt gedroht und jede weitere zusammenarbeit ausgeschlossen.
Und hierbei handelt es sich um Personen die bereits 20-30 Jahre als Wirtschaftsredakteure arbeiten.
Meine Erfahrung ist also eher die, das auch Gestandene Texter im Wirtschafts und Finanzbereich trotz ordentlicher Bezahlung minderwertiges Material abliefern. (gerade wieder beim letzten Text vorgekommen, ursprünglicher Kontakt zum Texter wurde auch hier im Forum geknüpft).

Ganz nach dem Motto: Für die kleinen Onlineanbieter machen wir uns nicht verrückt. Die Kohle nehm ich schnell mit, für einen langwierigen Rechtstreit haben die weder Zeit noch Geld.
Was ich damit sagen will. Auch gestandene Texter, die es eigentlich nicht nötig hätten, machen den Markt mit solch einem überheblichem Verhalten kaputt. Schnelles Geld ist auch bei euch gefragt...
Und viele sind nur gewillt sich für Stern und Springer ins Zeug zu legen.

Aus meiner Sicht ist es also eher schwer für gutes Geld gute Texte zu bekommen.

Daher bin ich mittlerweile sogar dazu übergegangen hochwertige Texte mit grossem Rechercheaufwand wieder selbst zu schreiben, das dauert zwar viel länger und die müssen dann evt. noch korrekturgelesen werden aber da weiss man was man hat und ich geb nicht 4 stellige Beträge aus um dann Standardtexte zu erhalten die ein erfahrener Texter einfach so ohne Recherche runterrasseln kann.


Ein anderer Weg ist es sich seine eigenen Texter "zu ziehen" und günstige Anbieter nach und nach aufzubauen. Anders geht es leider oft nicht.


Das nur mal als Denkanstoss aus Auftragsgebersicht.

pfeffernelke 24.10.2011 16:28

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@schmidii
Das ist natürlich ärgerlich und ich glaube es dir aufs Wort. Es gibt halt welche, die sich gut verkaufen können, aber null Qualität abliefern. Weil viele glauben, der Kunde bemerkt den Unterschied ja sowieso nicht.

Manche Journalisten sollten mal von ihrem hohen Ross runterkommen. Nur weil jemand studiert hat, ist er noch lange nichts besseres. Ich unterstütze auch keine Dumpingpreise. Aber ab 2 Cent, kann man davon durchaus leben. Teilweise verstehe ich die Aufregung nicht. In einer Zeitung bekommt man auch nur ein paar Euros pro Zeile.

Reporterin 24.10.2011 18:44

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von schmidii (Beitrag 82531)
Hallo,

ich möcht mich jetzt mal zu diesem Thema äussern.

Bin also eher Auftraggeber (betreibe Onlineportale im Wirtschaftsbereich).

Jedoch ist schon häufiger vorgekommen das dann auch Texter im höheren Preissegment 0815 Texte abliefern. Bei Reklamation oder bitte um Nacharbeit wird mit Gutachter/Anwalt gedroht und jede weitere zusammenarbeit ausgeschlossen.
Und hierbei handelt es sich um Personen die bereits 20-30 Jahre als Wirtschaftsredakteure arbeiten.
Das nur mal als Denkanstoss aus Auftragsgebersicht.

Entschuldigung, aber das kann ich mir kaum vorstellen, dass hier (viele) hauptberufliche Journalisten surfen, die schon Jahrzehnte am Markt sind.

Allein das Wording der Beiträge zeigt, dass die User hier, entweder noch nicht lange dabei sind, und / oder noch nicht viel geschrieben haben.

Und nein, ich will nicht behaupten, dass Sie die Unwahrheit sagen. Vielmehr vermute ich, dass Ihnen die Anbieter da einen Bären aufbinden.

Reporterin 28.10.2011 14:33

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von pfeffernelke (Beitrag 82588)
Manche Journalisten sollten mal von ihrem hohen Ross runterkommen. Nur weil jemand studiert hat, ist er noch lange nichts besseres. Ich unterstütze auch keine Dumpingpreise. Aber ab 2 Cent, kann man davon durchaus leben. Teilweise verstehe ich die Aufregung nicht. In einer Zeitung bekommt man auch nur ein paar Euros pro Zeile.

Das ist doch keine Frage des "hohen Rosses", sondern eine Frage der Existenz. Du kannst nicht nur arbeiten, um davon "durchaus leben zu können". Ist dir klar, dass du keine weiteren Zuwendungen bekommst?
Hast du eine Lebensversicherung?
Bist du in der Berufsgenossenschaft?
Hast du eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Zahlst du eigene Rentenbeiträge bzw. ein Äquivalent (Riester ist keine Option)?
Hast du eine Rechtsschutzversicherung?
Bist du in einem Journalistenverband?
Hast du eine Haftpflichtversicherung - auf deinen Beruf abgestellt?

Wir, die wir das professionell machen, haben jede Menge Versicherungen zu zahlen. Die Rente, falls wir sowas überhaupt bekommen, wird nicht ansatzweise reichen. Was willst du tun, wenn du plötzlich (durch Unfall oder Krankheit) arbeitsunfähig wirst? Was machst du, wenn du chronisch krank wirst? Fast 20 % der Bundesbürger haben eine chronische Krankheit.

Ich lese schon, du bist noch seeehr jung. Und das gönne ich dir auch.

Aber, und das geht an alle hier, lasst euch bloß beraten, welche Versicherungen ihr abschließen solltet und welche Institutionen ihr braucht.

CJ-at-DD 03.11.2011 14:37

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hallo allerseits,

zum Thema möchte ich kurz beitragen, dass ich bereits Preislagen von unter einem Cent pro Anschlag (incl. Leerzeichen) zu beginnendem Dumping rechne. Qualifizierter Journalismus lässt sich nicht für trocken Brot erkaufen. Und Texte im Bereich der Suchmaschinenoptimierung halte ich prinzipiell nicht für Journalismus. Das ist reines Produktmarketing, dazu bedarf es keiner Recherche, dazu bedarf es ebensowenig einer fundierten thematischen Vorkenntnis.

Nicht alles, was geschliffene Schreibweise beinhaltet und irgendorts publiziert wird, ist Journalismus. Dass sich, wie weiter unten bereits berichtet wurde, SEO-Fließbandarbeit finanziell rechnet, glaube ich bedenkenlos. Sollte man auch, ist ebenso harte Arbeit. Gerade bei einer Umfrage wie dieser werden hier jedoch Angebotssegmente vermengt, die so nichts miteinander zu tun haben. Man fragt ja auch nicht Landschaftsarchitekten nach ihren Lohnvorstellungen, nur um später zu erfahren, Gärtner seien recht billiger.

Meine Meinung: Angebote für drei Cent pro Wort und weniger gehören auf Plattformen ihrer Art veröffentlicht. In einem Forum für Journalisten wirken sie sowohl den ernsthaften Autoren desinteger, sie schrecken aber auch potentielle Neu- und Jungjournalisten ab, die hier - beispielsweise über die Google-Suche - landen, um sich vorab über das Berufsbild des Journalisten zu informieren.

Ich selbst würde nie für drei Cent pro Wort oder gar weniger im journalistischen Bereich arbeiten. Solch freche Angebote wären mir nicht einmal die Beantwortung wert. Bin ich in der Stimmung, kostenfrei oder für low budget zu schreiben, wende ich mich dann lieber noch an thematisch ansprechende Blogs. Da hab ich mehr von. Vor allem auch die Gewissheit, vom dortigen Redakteur ein ehrliches, sympathieträchtiges Dankeschön erwarten zu dürfen.

Das allein finde ich bereits befriedigender als die Arbeit zu Dumpinglöhnen wie 3 Cent pro Wort für anonyme Redaktionen irgendwelcher Onlineshops oder Schreibstuben. Drei Cent pro Wort im Journalismus - eine Frechheit. Da verdient man auf dem Bau noch besser.

:mad:

MfG,

CJ

schmidii 05.11.2011 19:11

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Entschuldigung, aber das kann ich mir kaum vorstellen, dass hier (viele) hauptberufliche Journalisten surfen, die schon Jahrzehnte am Markt sind.
Wie kommen sie drauf?, das hat ja auch niemand behauptet.


Zitat:

Und nein, ich will nicht behaupten, dass Sie die Unwahrheit sagen. Vielmehr vermute ich, dass Ihnen die Anbieter da einen Bären aufbinden.

Negativ. In den Konkreten Fällen die ich angeschprochen habe sind eindeutige Referenzen und Nachweise vorhanden. Denken Sie denn im ernst das ich hochpreisige Aufträge vergebe ohne vorherige Prüfung...?


Zitat:

Wir, die wir das professionell machen, haben jede Menge Versicherungen zu zahlen. Die Rente, falls wir sowas überhaupt bekommen, wird nicht ansatzweise reichen. Was willst du tun, wenn du plötzlich (durch Unfall oder Krankheit) arbeitsunfähig wirst? Was machst du, wenn du chronisch krank wirst? Fast 20 % der Bundesbürger haben eine chronische Krankheit.

Wilkommen im Club. Ungefähr 50 Millionen Bundesbürgern geht es genauso...

elsei 30.11.2011 10:04

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich denke auch, dass gerade durch die Online Medien ein enormer Druck entstanden ist. Angebote werden eingestellt und auch gute Journalisten sind zu Dumping gezwungen, denn viele entscheiden zuerst nach dem Preis.

Il(l)u 02.12.2011 09:14

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ach Gott, was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Ich habe noch die Presse der 90er im Kopf. Da war die Presse der Handlanger von den Leiarbeitsfirmen, Raubtiertierkapitalisten und Co.
Die Journalisten sind nur zum Schluss zur Schlachtbank geführt worden. Und irgendwie, empfinde ich sogar eine gewisse Schadenfreude, wenn ich von brutto Löhnen unter 2500,- € höre!

Und zum anderen sind Artikel für 3 Cent das Wort keine journalistischen Erzeugnisse. Für das Zeug was da gefordert wird, kann man mit 3 Cent verdammt gut leben und jeder halbwegs begabte Hauptschüler kann damit mindestes so viel verdienen wie ein Maurer. Ich kenne Leute die lesen sich kurz ins Thema ein und reisen 10.000 Wörter plus X am Tag runter. Wo ist das Problem?

Zitat:

Zitat von elsei (Beitrag 82822)
Ich denke auch, dass gerade durch die Online Medien ein enormer Druck entstanden ist. Angebote werden eingestellt und auch gute Journalisten sind zu Dumping gezwungen, denn viele entscheiden zuerst nach dem Preis.


Il(l)u 02.12.2011 10:51

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Thorsten Taplik (Beitrag 82299)
Viele machen solche Low-Budget-Angebote für die Senkung der Profi-Honorare verantwortlich. Ist doch Humbug! Wer keine bessere Arbeit liefert als ein Hobbyist, verdient auch (in beiderlei Hinsicht) nicht mehr. Dann muss man nicht die Leute, die sich nebenbei ein paar Euro verdienen wollen, als Kaputtmacher bezichtigen, sondern muss eben Leistungen erbringen, die außergewöhnlich sind. Es war doch nie anders! Mir geht dieser Fatalismus echt auf den Keks.

Yep, genau das ist der Punkt! Und für vieles reicht ein einfacher Text auch vollkommen aus. Das man damit nicht den Pulitzer-Preis gewinnen kann ist klar. Aber ich kenne Leute die damit verdammt gut verdienen und Auftraggeber die mit der Qualität glücklich sind. Aber ich kenne auch Leute, die sich Journalisten nennen und selbst zum texten zu blöde sind. Und die beklagen sich natürlich! Die hätten vor 20 Jahren aber nicht einmal bei einer Dorfzeitung nen Job bekommen. Heute dürfen die sogar in Zeitungen von Mittelgroßen Städten für Zeilenhonorar schreiben.

Nemi217 02.12.2011 11:10

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von elsei (Beitrag 82822)
Ich denke auch, dass gerade durch die Online Medien ein enormer Druck entstanden ist. Angebote werden eingestellt und auch gute Journalisten sind zu Dumping gezwungen, denn viele entscheiden zuerst nach dem Preis.

Das kann ich leider so bestätigen. Die Frage nach dem Preis für Texte überwiegt - und das oft, ohne Arbeitsproben gesehen zu haben. Macht man dann sein Angebot, hört man dann gar nichts mehr von den "Kunden". Natürlich ist das wenig seriös, da bin ich auch nicht böse, wenn die Kooperation nicht klappt.
Aber wenn ich mich ständig rechtfertigen muss, warum ich denn jetzt so viel Geld für meine Arbeit haben will, ist das sehr ermüdend und nicht motivierend. Ja, da hängt eine Existenz davon ab! Rechnungen und Versicherungen wollen bezahlt werden, Miete und Lebenshaltungskosten steigen. Mit Dumping funktioniert das nicht. Jeder will doch für seine Leistung agemessen bezahlt werden. Aber um die zu erfüllen, sollte man auch genau mit dem, Kunden absprechen, was er will. Ich habe schon erlebt, dass man mir eine Liste Keywords zusendete mit dem Kommentar: "Machen Sie mal." Meine weiteren Fragen zu dem Auftrag (Zielgruppe, Medium etc) wurden so beantwortet: "Wenn Sie das nicht können, kommen wir nicht ins Geschäft."

Nemi217 02.12.2011 11:15

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Nachtrag: Alles Jammern hilft aber nicht! Man muss für sich selbst Alternativen suchen. Ob man es sich leisten kann, Dumping-Löhne zu umgehen, muss jeder selbst wissen. Aber auf Dauer ist das keine Lösung.

Da muss man schweren Herzens vielleicht auch seinen Traum als freier Journalist aufgeben und sich eine finanziell bessere Alternative suchen.

elsei 05.12.2011 11:46

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Auch dieses Angebot könnte für kreative Journalisten interessant sein. Das <a href="http://www.adlershof.de/gruender-zentren/"> Gründerzentrum Berlin </a> unterstützt kreative Menschen mit herausragenden Ideen. Ob Durchstarter oder bereits etablierte Unternehmen, kann man mit einer bahnbrechenden Innovation überzeugen, sollte man sich an das Gründerzentrum Berlin wenden und um Unterstützung bitten.

Schweinswal 08.12.2011 12:20

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von schmidii (Beitrag 82644)
Wilkommen im Club. Ungefähr 50 Millionen Bundesbürgern geht es genauso...

Sie meinen also, 50 Mio. Bundesbürger benötigten eine Berufshaftpflichtversicherung und bekommen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc.?
Nur zur Info: Es gibt in Deutschland offiziell nur ca. 43 Mio. Erwerbstätige, nach realistischen Kriterien also deutlich weniger. Und falls Sie noch nicht bemerkt haben sollten, dass es, was die soziale Absicherung angeht, gewisse Unterschiede zwischen Selbständigen / Freiberuflern und Angestellten gibt, sollten Sie sich vielleicht mal kundig machen.

Il(l)u 19.12.2011 12:20

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Nemi217 (Beitrag 82841)
... Da muss man schweren Herzens vielleicht auch seinen Traum als freier Journalist aufgeben und sich eine finanziell bessere Alternative suchen.

Nö, da musst nur journalistisch Arbeiten! :) So lange Du aber Journalismus mit Textern verwechselst, sehe ich da schwarz!

Gehe in die Kriegsgebiete, gehe nach Cannes oder Venedig, treibe ich in den Kaffehäusern der Diplomatenviertel herum, schau mal in Neuköln vorbei, schlendere mal durch den Hafen von Neapel. Du wirst tausend und eine Storry finden die dich zum Journalisten machen können und mehr als drei Cent pro Wort wert sind!

Ist das alles nichts für dich? kein Problem! Suche dir eine Familie wie die Geisens und mache sie berühmt. Oder arbeite mal für ein paar Wochen bei einem Schausteller und mach was draus. Auch journalistische Arbeit!

Oder Kultur: Die kulturelle wie soziale Aushungerung von Harz4 Empfängern z.Bsp. Da muss ja jeder bei verblöden wenn es nur noch für Essen und Scheißen reicht!

Alles dankbare Themen für einen Journalisten wo man auch nicht auf einen Autraggeber warten muss. Je nach Detailtiefe bietet man das ganze dann einer großen Zeitung an oder macht ein Buch draus!

Du kannst aber auch für 4 Wochen als Handelsvertreter in die Matratzen oder Wasserbettenbranche gehen. Wenn Du dan noch tatsächlich schreiben kannst, nehme ich dich dann mit Handkuss und massiere dir noch die Füsse wärend dessen Du schreibst!

Aber 300 Wörter zum Thema Schokolade zu schreiben, das hat nichts mit Journalismus zu tun! Das sind Jobs für Kinder, Studenten oder auch oftmals Mütter die sich ein paar Euro nebenbei verdienen müssen/wollen.

Nachtrag 02.01.2012: Ich halte Wort oder Zeilenpreise für Journalismus und/oder Literatur perse für den falschen Weg. Ich persönlich bezahle Artikel bzw. die Information! Im allg. kommt da am Ende (je nach Thema und Anforderung) ein Wortpreis zwischen 13 und 30 Cent dabei heraus. Den der wertfollste Text wäre doch der, wo es jemand schaft alle Weisheit und alles Wissen dieser Welt in einem Satz zu komprimieren.

Was wäre wohl für ein Müll dabei heraus gekommen, hätte man Mose beim Schreiben der 10 Gebote nach Wortpreis bezahlt? Oder Thomas Jefferson bei der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten? Ohne Frage wohl die zwei wertvollsten Dokumente der westlichen Welt!

Im Grunde (ohne solche Arbeiten werten zu wollen) finde ich es schon extrem bedenklich das angebliche Journalisten überhaupt über solche Sachen reden und solche Arbeiten als Konkurrenz betrachten. Und ob das hier was zu suchen hat oder nicht. Nur so als Meinung. Sollte nicht von Leuten entschieden werden die ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung dafon haben was Journalismus eigentlich ist. In diesem Sinne lieber Admin, fälle diese Entscheidung doch einfach ganz alleine. Den nur Du weist ob Du zugunsten eines fachlich sauber begrenztem Forum auf eine Nutzerklientel verzichten möchtest oder kannst. Bei der Gelegenheit stellt sich aber auch die Frage, wer hier alles so im Forum schreibt und sich Journalist nennt? Heut zu Tage nennt sich auch jeder zweite Bloger Journalist und ist dabei meist nicht mehr als ein minder bemittelter Schmierfink und mit Scheiße werfer! ;)

Anders ausgedrückt. Diese Diskussion drückt das Niveau dieses Forums schon fast mehr herunter als wie es solche 3 Cent Angebote (die ich persönlich immer mal wieder für Webprojekte nutze) tun könnten. Nur mal so zum drüber nachdenken! ;)

Schweinswal 28.12.2011 15:14

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Il(l)u (Beitrag 82934)
Nö, da musst nur journalistisch Arbeiten! :) So lange Du aber Journalismus mit Textern verwechselst, sehe ich da schwarz!

Gehe in die Kriegsgebiete, gehe nach Cannes oder Venedig, treibe ich in den Kaffehäusern der Diplomatenviertel herum, schau mal in Neuköln vorbei, ..."

Sprichst Du da aus Erfahrung? Für mich klingt das eher wie eine schwärmerische Darstellung aus den Zeiten des "rasenden Reporters" Egon Erwin Kisch.

Davon abgesehen, ging es doch wohl weniger darum, was einen "zum Journalisten macht", sondern darum, wie man als Journalist finanziell überleben kann. So wie ich das sehe, bewerkstelligen das mittlerweile die meisten freien Journalisten, indem sie sich ihr Hobby Journalismus mit PR und anderen Nebentätigkeiten finanzieren. Was in der Summe dazu führt, dass mit Journalismus für alle noch weniger Geld zu verdienen ist, da die Verlage ja stets jemanden finden, der seine Texte noch billiger abliefert.

Auf der anderen Seite gehen inzwischen tatsächlich die Bewerbungen auf Volontariatsplätze zurück. Was Wunder, besteht doch meist kaum noch eine Chance auf Übernahme. Zugleich steigt der Frauenanteil unter den Bewerbern immer weiter an. Worauf könnte das wohl hindeuten?
Um es auf den Punkt zu bringen: Nach meinem Eindruck wird es darauf hinauslaufen, dass Journalismus sich immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung für finanziell abgesicherte Menschen entwickelt. Ein schönes Hobby zwecks Selbstverwirklichung gelangweilter Frauen gutverdienender Männer (manchmal auch umgekehrt), Rentnern oder Lottogewinnern. So ähnlich wie Töpfern, Papierschöpfen und andere kreative Hobbys.

Natürlich gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man zur Abwechslung mal wirklich journalistisch arbeitet und z.B. eine große Sozialreportage über ALG-II-Empfänger verfasst. Nur sollte man dann besser nicht allzu lange über den eigenen Stundenlohn nachdenken, den man damit erwirtschaftet. Der dürfte nämlich sehr wahrscheinlich unter dem Hartz-IV-Satz liegen. Nach meinen Erfahrungen bin ich auch leider nicht so optimistisch, was die Begeisterung möglicher Auftraggeber anbelangt.
Selbst wenn ich eine solche Geschichte dem örtlichen, altlinken Stadtmagazin anbieten würde, wäre ich auf Nachfragen folgender Art gefasst: Worin liegt der Aktualitätsbezug? Wurde darüber nicht schon so oft berichtet? Was ist das Neue an der Geschichte?

mozart2 09.01.2012 10:59

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also leider kenne ich einige Leute, die glücklich wären, wenn sie stetig für 3 Cent pro Wort arbeiten dürften. Auch angestellte Journalisten arbeiten doch teilweise für einen Hungerlohn, also so selbstverständlich finde ich die hohen Preise nun auch nicht.

Reporterin 12.01.2012 15:04

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Schweinswal (Beitrag 82965)
Nach meinem Eindruck wird es darauf hinauslaufen, dass Journalismus sich immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung für finanziell abgesicherte Menschen entwickelt. Ein schönes Hobby zwecks Selbstverwirklichung gelangweilter Frauen gutverdienender Männer (manchmal auch umgekehrt), Rentnern oder Lottogewinnern. So ähnlich wie Töpfern, Papierschöpfen und andere kreative Hobbys.

Ganz schön dreist. Wer macht denn die Preise kaputt? Das sind Quereinsteiger - und das sind vor allem Männer.
Wer zahlt nicht anständig? Die Redakteure - und das sind Männer!
Wer sitzt in den Geschäftsführungen der Verlage? Männer.
Und wer favorisiert hier auf der Plattform vor allem, dass man ja für ein paar wenige Cent schreiben könne? Männliche User.
Wer hatte die Idee der "Redaktion.de"? Na, wer wohl.
Auch sind es mehr quereinsteigende Männer, die glauben, sie brauchten keine qualifizierte Ausbildung dafür, als Frauen usw.

Umgekehrt wird eher ein Schuh drauß, wenn die Männer einen Beruf kaputt gemacht haben, dann überlasst ihr die Scherben den Frauen. Büordienstleistung war ein Männerberuf, Sekretär war ein Männerberuf, Bundeswehr war ein......

Il(l)u 13.01.2012 11:07

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Schweinswal (Beitrag 82965)
Sprichst Du da aus Erfahrung?

Nun ich bin Auftraggeber.
Ich kaufe Texte ab 1,6 Cent das Wort. Z.Bsp. 50.000 Wörter zum Thema XY schön in ca. 250 einzelnen Texten und Unterthemen aufgeteilt.
Z.Bsp. Thema Schokolade: Helle Schokolade, dunkele Schokolade, Tafeln, Schoko Osterhasen usw.
Kaufe Berichterstattungen z.Bsp. von Messen für ca. 80,- € pro Text und Journalie für bis zu 450,- € pro Text.

Es gibt natürlich noch Dinge dazwischen aber im wesentlichen gibt es diese drei Preisklassen bei mir. Wobei sich die 450,- € nicht wirklich lohnen. Mehr kann ich als Internet-Verleger aber nicht zahlen. Auch wen die Story noch so heiß ist. Ist also eher was für Leute die zufälligerweise eine Story haben die in meine Kernkompetenz fällt und die sonst keiner will weil die Zielgruppe zu winzig ist.

Il(l)u 13.01.2012 11:31

Nachtrag
 
NACHTRAG:
Die 450,- € bekommst Du also, wenn Du z.Bsp. als Einkäufer getart eine Messe besuchst und eine Story findest. Du hast also ein gewisses Risiko!

1. ob Du eine Story findest? Das Risiko ist zumindest in der Matratzen und Bettenbranche relativ gering. Und nur hier kann ich mitreden! Hier hat aber jeder zweite eine Leiche im Keller und dafon wieder jeder zweite ist dumm genug um im Verkaufsgespräch drüber zu reden. Mir haben als Einkäufer schon Leute nach 5 Minuten Verträge zur Preisbindung vorgelegt. Leider kann ich selber diese Leute nur im Unterton beleidigen und gehen. Ich muss halt meinen Job als Internethändler und meinen Job als Verleger trennen. Und das muss man Kompromislos tun, sonst wird aus beidem nichts! Wenn man nicht ganz dumm ist, bekommt man innerhalb kürzester Zeit aber noch ganz andere Informationen und Kontakte!

2. ob Du jemand findest der die Story kauft? Aber das ist als freier nun mal so. Dafür hatt sich ein freier Journalist ja bewust entschieden! Kein Verleger, selbst wenn Du Wallraf heißen würde, würde dir ohne zu wissen das es die Story zumindest gibt, auch nur einen Cent Vorschuß geben! Der eine Tag und die Kosten für den Eintzritspreis auf der Messe bleibt also bei dir. Dafür hast Du freiheiten die ein Angestellter nicht besitzt, die Story gehört Dir und kannst die Story meistbietend veräußern!

jingo 20.01.2012 10:21

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent pro Wort ist hart. Dabei soll dann natürlich auch immer noch was wirklich gutes -oder unique, wie es heute heißt - bei raus kommen. Traurig, aber da sind wir hingekommen. Das dabei selbstverständlich auch die Qualität leidet ist jawohl allen klar. Gute Recherche und Top-Beiträge sind für so einen Kurs nicht zu bekommen. Außer ich schreibe nen 1000-Seiter mit mehr als 1000 Worten pro Seite. Aber so einen Auftrag will ja auch keiner vergeben...

Texte-Büro 23.01.2012 23:46

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Schweinswal (Beitrag 82965)
Natürlich gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man zur Abwechslung mal wirklich journalistisch arbeitet und z.B. eine große Sozialreportage über ALG-II-Empfänger verfasst. Nur sollte man dann besser nicht allzu lange über den eigenen Stundenlohn nachdenken, den man damit erwirtschaftet. Der dürfte nämlich sehr wahrscheinlich unter dem Hartz-IV-Satz liegen.

Wenn ich so etwas lese, bekomme ich die Krise. Du verdienst unter Hartz-IV-Satz damit? Dann suche dir doch einen anderen Job. Ich, und ich denke davon gibt es auch noch ein paar mehr, war mit meinem Einkommen immer zufrieden und verdiene logischerweise auch deutlich über Hartz-IV-Niveau. Aber wenn man es nicht hinbekommt, mit dem Beruf ein ordentliches Einkommen zu erzielen, arbeitet man entweder zu langsam oder einem fehlt der Geschäftssinn. So oder so sollte man dann den Beruf wechseln.

Reporterin 27.01.2012 13:44

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Naja, mit 1.200 € pro Monat netto, für eine Person, ist der H4-Satz ja nun nicht gerade gering :cool:

Schweinswal 27.01.2012 19:07

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Reporterin (Beitrag 83061)
Ganz schön dreist. Wer macht denn die Preise kaputt? Das sind Quereinsteiger - und das sind vor allem Männer. ...

Abgesehen davon, dass das nur eine Randbemerkung war, auf die Du Dich da einschießt ...
Mir ging es nicht um Schuldzuweisungen. Und ich kenne auch jemanden, bei dem es umgekehrt läuft - wie ich ja schon kurz erwähnte. D.h. einen Mann, der mit seinen kargen Einkünften als "fester Freier" ein Zubrot zum gesicherten Einkommen seiner Frau liefert. Das ist aber bekanntlich nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Deine Schuldzuweisungen führen auch nicht weit, finde ich. Zunächst mal sind in den vergangenen zehn Jahren bestimmt nicht viel weniger Frauen als Männer als Redakteure angestellt worden. Habe jetzt keine Lust, da konkrete Zahlen zu suchen.
Dass Redakteure oder Redakteurinnen ihren Freien wenig bezahlen, dürfte wohl kaum mit dem Geschlecht zusammenhängen. Wieviel die Freien verdienen, darüber entscheiden doch letztendlich die Verleger. Gier ist m.M.n. keine rein männliche Eigenschaft.

Dass Leute, egal welchen Geschlechts, die in überlaufenen Branchen arbeiten, ohne Ende ausgebeutet werden, ist nun mal eine allgemein zu beobachtende Erscheinung. Solange sich jemand findet, der es noch billiger macht, nimmt man eben den oder die.
In einem Punkt dürftest Du Recht haben: Männer neigen eher dazu, ihre eigenen Leistungen zu überschätzen. Auch so eine allgemeine Erscheinung.
Ach ja, ich bin übrigens kein Quereinsteiger.

Schweinswal 27.01.2012 19:39

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@ Texte-Büro

Du wirst sicher bemerkt haben, dass sich mein Beitrag auf die Behauptung bezog, wer ein auskömmliches Einkommen erzielen wolle, solle einfach journalistisch arbeiten. Dieser Behauptung habe ich widersprochen.

Wahrscheinlich unterscheiden wir beide uns in der Definition von "Journalismus". Für mich ist es z.B. kein Journalismus, für ein Anzeigenblättchen Vereinsmitteilungen wortwörtlich abzupinnen, sich für die "BILD" irgendwelche Lügengeschichten auszudenken oder für ein ein Mitarbeitermagazin immer schön positiv über die Firma zu "berichten".
Journalismus beinhaltet in meinen Augen nämlich, die Dinge so darzustellen wie sie sind - oder das zumindest zu versuchen. Hundertprozentige Objektivität ist natürlich nicht möglich.
Aber wenn Kritik von vorne herein nicht möglich, weil nicht erwünscht ist, und die Realität geschönt dargestellt werden muss, dann handelt es sich nicht um Journalismus, sondern um PR.

Dein Argument kann ich daher nicht nachvollziehen. Mein Geschäftssinn sagt mir, dass es sich nicht lohnt, journalistisch zu arbeiten. Natürlich kann ich eine Reportage über das harte Leben von ALG-II-Empfängern auch in zwei Stunden abreißen, um auf einen halbwegs vernünftigen Stundenlohn zu kommen. Die Qualität wird dann aber zwangsläufig unterirdisch sein. Wenn das für Dich kein Problem ist, schön für Dich.

Zum Schluss noch eine Prise Logik: Dir wird sicher nicht verborgen geblieben sein, dass die Honorare, die an Journalisten gezahlen werden, generell seit langem sinken. Die Zahl der Journalisten ist dagegen nicht spürbar zurückgegangen. Logischerweise wird es also eine Menge Journalisten geben, die unter sinkenden Einkünften zu leiden haben.
Was Du propagierst, ist - wenn ich Dich richtig verstanden habe - , dass man sich dem Rat Race gefälligst stellen soll und eben eine entsprechend besch...eidene Arbeit abliefern soll, wenn bescheiden bezahlt wird. Kann man machen, nur mit Journalismus hat das nix mehr zu tun. Außerdem muss der Auftraggeber das natürlich auch mitmachen. Die Ansprüche sind, trotz sinkender Honorare, ja leider kaum gesunken.
Aber wie gesagt, schön für Dich, wenn Dich das alles nicht tangiert.

Texte-Büro 29.01.2012 01:51

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Schweinestall
Ich finde es lustig: Wann immer jemand sagt, er käme auf ein gutes Einkommen, wird ihm vorgeworfen, er liefert schlechte Arbeit ab. Ich bin mir sicher, dass das bei mir nicht zutreffend ist, weil meine Auftraggeber mit treu erhalten bleiben. Ich teile meine Arbeit auf 15 verschiedene Auftraggeber auf, für manche arbeite ich regelmäßig, für andere unregelmäßig. Aufgrund dieser großen Anzahl an Auftraggebern ist mein Einkommen sehr beständig. Und nach fast jedem Erstauftrag folgten weitere Aufträge. Also kann die Qualität ebenfalls nicht schecht sein. Zumal auch Zeitschriften mit einer sechsstelligen Auflagenhöhe dabei sind, die einen hohen Anspruch haben

Texte-Büro 29.01.2012 19:40

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Schweinestall
Ich finde es ein wenig armseelig, dass immer behauptet wird, wenn jemand ein ordentliches Einkommen erzielt, liefert er minderwertige Arbeit ab. Ich schreibe auch für Zeitschriften mit sechsstelliger Auflagenhöhe, die einen hohen Anspruch haben und als hochwertige Fachmagazine gelten. Und auch die sind mit meiner Arbeit bisher zufrieden gewesen und haben mir weitere Aufträge übergeben. So schlecht kann meine Arbeit also nicht sein.

Schweinswal 29.01.2012 20:15

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Reporterin (Beitrag 83190)
Naja, mit 1.200 € pro Monat netto, für eine Person, ist der H4-Satz ja nun nicht gerade gering :cool:

Hältst Du das für witzig? Oder meinst Du das ernst?

Hessenreporter 01.02.2012 18:27

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Zitat:

Zitat von Schweinswal (Beitrag 83195)
Natürlich kann ich eine Reportage über das harte Leben von ALG-II-Empfängern auch in zwei Stunden abreißen, um auf einen halbwegs vernünftigen Stundenlohn zu kommen. Die Qualität wird dann aber zwangsläufig unterirdisch sein. Wenn das für Dich kein Problem ist, schön für Dich.

Warum fragst Du Dich nicht zunächst, wer sowas lesen will? Wo ist denn da die Zielgruppe? Das ständige Gejammer über das ach-so-schlimme Hartz-IV bekomme ich in unzähligen Internetforen und in unzähligen Internet-Blogs gratis frei Haus. Es gibt eine Reihe von guten Gründen, warum sich außerhalb des Dunstkreises der ALG2-Bezieher dafür niemand interessiert. Sowas will doch kaum jemand lesen. Aber genau das muß man als freier Journalist immer und immer wieder hinterfragen: Was will der Leser? Was will der Mensch, der mich für meine Arbeit bezahlt?

Il(l)u 02.02.2012 13:59

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Zitat:

Zitat von Hessenreporter (Beitrag 83210)
Warum fragst Du Dich nicht zunächst, wer sowas lesen will? Wo ist denn da die Zielgruppe? Das ständige Gejammer über das ach-so-schlimme Hartz-IV bekomme ich in unzähligen Internetforen und in unzähligen Internet-Blogs gratis frei Haus. Es gibt eine Reihe von guten Gründen, warum sich außerhalb des Dunstkreises der ALG2-Bezieher dafür niemand interessiert. Sowas will doch kaum jemand lesen. Aber genau das muß man als freier Journalist immer und immer wieder hinterfragen: Was will der Leser? Was will der Mensch, der mich für meine Arbeit bezahlt?

Nun ja, das gejammere braucht keiner. Harz 4 ist im Kern auch garnicht so schlecht. Die Story würde ich persönlich hinter der Story suchen. Den das Harz4 geseihere will tatsächlich keiner mehr lesen. Der Ausweg, das ist das interessante.

Ich war selber 1/2 Jahr beim Amt. Was ich da gesehen habe, war grausam. Die Menschen haben wenig Chancen. Das liegt nicht am System, nicht an den Mitmenschen, sondern schlicht am Gemützszustand der Empfänger. Wenn sich die ganze Welt nur noch um Essen und Scheißen dreht, die einzige Intellektuelle herausvorderung darin besteht nach dem verdauen und beim gang zur Toilette die Hose herunter zu lassen, dann wird die Welt täglich dunkler.

Das zweite ist das Thema der Rechtsbäugung. Auch bei mir wollte man das Recht beugen. Aus bösem Willen, Faulheit oder unverstand? Ich weiß es nicht!

Das dritte ist die art und weise des Umgangs mit den Menschen. Mindestens jede zweite Person verlangte von mir das unterwüfige Verhalten eines Hundes. Viele habe ich dort kennen gelernt, die merken das nicht einmal mehr was man mit ihnen antat. Die Würde eines Menschen kann in dieser Situation sehr zerbrechlich werden.

Will man als Journalist eine solche Geschichte verkaufen, braucht es eine neue und spannende Perspektive. Als Beispiel hatte ich Kultur genant. Viele Menschen die dort als Empfenger stehen, sind schon lange Kulturel verhungert und geistig ausgedorrt. Viele waren schon seit Jahren nicht einmal im Kino. Geschweige denn sie wissen was es bedeutet ein gutes Buch zu lesen. Ein Problem das alle anderen Probleme verursacht oder zumindest verstärkt. Menschen sind hungrig nach Neuem! Das geseier von gestern, das kann man sich tatsächlich für 3 Cent pro Wort zusammenschreiben lassen. Und es ist auch nicht mehr Wert! Eine neue und spannende Perspektive des Problems, das ist journalistische Arbeit und von Wert!

Schweinswal 03.02.2012 21:27

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@Hessenreporter

Ich frage (mich) schon danach, wer so was liest. Ich war ja nicht derjenige, der hier behauptet hat, dass mann mit "Sozialreportagen" gutes Geld verdienen könne.
Im Gegensatz zu Dir bin ich allerdings durchaus der Meinung, dass das "Gejammer" über Hartz IV in vielen Fällen berechtigt ist. Was meinst Du wohl, warum es so viele Prozesse vor den Sozialgerichten wegen Hartz IV gibt und warum die Kläger meistens gewinnen?
Wer nicht bemerkt, dass da etwas faul sein muss, der muss schon Tomaten auf den Augen haben.

Texterstellung 04.02.2012 08:51

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich finde, man sollte sie veröffentlichen. Jeder kann selbst entscheiden, ob er für das Geld arbeitet oder nicht. Allerdings journalistische Arbeiten würde ich nicht für 3 Cent pro Wort erledigen. Das geht nur bei Massentexten für z. B. Artikelverzeichnisse, wo kaum Qualität benötigt wird (die auch teilweise gespinnt werden). Das ist aber auch ein Grund, warum ich solche Texte meist ablehne. Mir fehlt einfach der Anspruch, den ich auch an meine Arbeit stelle. Vergleicht aber bitte mal die Wortpreise bei Abakus oder My-hammer. Abakus hat teilweise 0,7 Cent pro Wort (!) und My-Hammer mindestens 1 Cent. Und dann wundern sich die Kunden, wenn sie von Hausfrauen nur 3 Texte die Woche bekommen, die auch noch unterste Schublade sind. Wer für 1 Cent sehr gut textet (ich kann Beispiele übersenden), diese Texter verdoppeln und verdreifachen schleunigst ihre Preise. Um nämlich nur mit Texten überleben zu können, reichen keine 3 Cent pro Wort oder man arbeitet bis zum Burn Out. Hier ist übrigens auch ein Auftrag veröffentlicht mit 13 Euro pro Stunde. Da ist das genauso.

Texterstellung 04.02.2012 08:59

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von kugelschreiber (Beitrag 80353)
Löschen, das sind keine journalistischen Angebote, sondern gehören in ein Texterforum! :-)

Danke für die Umfrage!! 8-)

Und da wären alle Texter froh, wenn sie mal so gut bezahlt werden! Dort sind nämlich Wortpreise von 0,7 bis 1 Cent an der Tagesordnung. Da lohnt sich nicht einmal das Öffnen der Auftragsbeschreibungen. Allerdings sind das auch Texte, wo man mit 500 Anschlägen in der Minute 4 Stück a 250 Wörter in der Stunde kloppt, wenn das Thema passt. Trotzdem, Preise unter 3 Cent sind auch hier unzumutbar. Und journalistisch sind sie indiskutabel. Aber das sollten die Menschen entscheiden, die hier in das Forum reinschauen. Es sind nämlich auch Texter dabei.

Btw, ich arbeite journalistisch, bin freie redaktionelle Mitarbeiterin und prüfe die Beiträge eines Online-Presseportals. Ich habe mich in journalistischen Kriterien weitergebildet und beherrsche auch seit mehreren Jahren SEO-Grundlagen, die heute für eine Online-Pressemitteilung unabdingbar sind. Ich habe mal geschaut, ob sich die Profi-Meldungen von meiner "Schreibe" unterscheiden und festgestellt: Nein. Aber: Ich bin "nur" gelernte Sekretariatsfachkauffrau (IHK) mit Abitur und Ausbildereignung. Ich finde, auch Quereinsteiger können - bei Interesse und entsprechender Information, wie z. B. eine Pressemeldung aufzubauen ist und was dazu gehört, journalistisch tätig sein. Die wenigsten Schriftsteller, Journalisten oder Texter haben studiert. Es ist das Gefühl für das geschriebene Wort, was einen sehr guten von einem mittelmäßigen Texter unterscheidet. Einwandfreie Rechtschreibung, Grammatik, Stilkenntnisse und Ausdrucksweise natürlich vorausgesetzt.

Texterstellung 07.02.2012 09:39

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von schmidii (Beitrag 82531)

Daher kommt man manchmal nicht drumherum auch günstige Angebote anzunehmen (wohlwissend das die Qualität dementsprechend ist). Manchmal setzt man auch mit Absicht erstmal auf minderwertige Texte da man erstmal Inhalte produzieren muss (die dann meist kaum Menschen sehen aber erstmal in die Datenbestände von Maschinen übernommen werden) um Sie später nach und nach durch höherwertige zu ersetzen (das hat mehr mit der seo geschichte zu tun....) ......


Ist man aber bereit gutes Geld zu zahlen ist meine Erfahrung die folgende:
Obwohl ganz klar bei der Auftragsvergabe qualitativ hochwertige Nutzwerttexte gefordert werden, erhalte ich trotzdem Angebote von Textern (auch hier aus dem Forum) im unteren Preisbereich. Ok, die muss man ja dann nicht annehmen...da man weiss was kommt.

Jedoch ist schon häufiger vorgekommen das dann auch Texter im höheren Preissegment 0815 Texte abliefern. Bei Reklamation oder bitte um Nacharbeit wird mit Gutachter/Anwalt gedroht und jede weitere zusammenarbeit ausgeschlossen.
Und hierbei handelt es sich um Personen die bereits 20-30 Jahre als Wirtschaftsredakteure arbeiten.
Meine Erfahrung ist also eher die, das auch Gestandene Texter im Wirtschafts und Finanzbereich trotz ordentlicher Bezahlung minderwertiges Material abliefern. (gerade wieder beim letzten Text vorgekommen, ursprünglicher Kontakt zum Texter wurde auch hier im Forum geknüpft).

Ganz nach dem Motto: Für die kleinen Onlineanbieter machen wir uns nicht verrückt. Die Kohle nehm ich schnell mit, für einen langwierigen Rechtstreit haben die weder Zeit noch Geld.
Was ich damit sagen will. Auch gestandene Texter, die es eigentlich nicht nötig hätten, machen den Markt mit solch einem überheblichem Verhalten kaputt. Schnelles Geld ist auch bei euch gefragt...
Und viele sind nur gewillt sich für Stern und Springer ins Zeug zu legen.

Aus meiner Sicht ist es also eher schwer für gutes Geld gute Texte zu bekommen.

Daher bin ich mittlerweile sogar dazu übergegangen hochwertige Texte mit grossem Rechercheaufwand wieder selbst zu schreiben, das dauert zwar viel länger und die müssen dann evt. noch korrekturgelesen werden aber da weiss man was man hat und ich geb nicht 4 stellige Beträge aus um dann Standardtexte zu erhalten die ein erfahrener Texter einfach so ohne Recherche runterrasseln kann.

Ein anderer Weg ist es sich seine eigenen Texter "zu ziehen" und günstige Anbieter nach und nach aufzubauen. Anders geht es leider oft nicht.

Das nur mal als Denkanstoss aus Auftragsgebersicht.

Ganz genau so ist auch meine Erfahrung! Ich bin seit 2006 als freie Text-Designerin im Internet tätig. Journalistische Texte sind mir zwar die liebsten, allerdings sind häufiger reine SEO-Texte gefragt. Ich habe bereits zum kleinen Preis pro Wort wirklich sehr gute Texte bekommen - das kann ich anhand eines E-Books zu medizinischen Fachthemen eindrucksvoll belegen. Ich habe aber auch schon für teures Geld Texter gefunden, die trotz MA und angeblicher Volontariatserfahrung und nur studierter Texter etc. so einen Mist abgeliefert haben, dass mein Korrektor/Lektor vor Verzweiflung aufgegeben hat.

Es kommt auch immer darauf an: Will man beispielsweise eine Produktbeschreibung über ein verführerisches Kleidungsstück, dann sollten da auch Details drin stehen, wie die Nähte oder die Farbe, die Form, das Muster, Spitzen, Schleifchen usw. Und nicht, wie toll die Dame darin aussieht und wie gut sie ihren Mann mit etwas Mut verführen kann (so erhalten von einer Werbetexterin!).

Einen super Claim wird man sicher nicht von einer unerfahrenen Texterin für billiges Geld erwarten. Andererseits kann aber ein reiner SEO-Text (wogegen ich mich wehre, ich finde, jeder Text sollte einen gewissen Anspruch haben), der nur in ein Artikelverzeichnis kommen soll, durchaus auch von den günstigeren Textern geschrieben werden - allerdings eben häufig ohne hohen Qualitätsanspruch.

Fazit: Es gibt super Texte (beweisbar, wer mag, bitte eine Mail an admin@officestopp.com) von günstigen und teuren Textern, aber es gibt auch 0815 Schrott in allen Preisklassen. Etwas Glück gehört wohl dazu.

Selbst schreiben muss nicht sein, lieber Verfasser, welchen ich hier zitiert habe! Zahlen Sie meinen 5, 6 handverlesenen und langjährig gestandenen Kollegen einen vernünftigen Preis - wie Sie sagen ohne Dumping - und Sie werden wirklich positiv überrascht sein. Referenzen sind z. B.

http://www.fitundgesund.at/partnersc...schaft.954.htm

http://www.hoerstudio-jung.de/

http://www.gutekueche.ch/magazin/57/olivenoel.html

Wie finden Sie die?

Danke und mit freundlichem Gruß
Heike Stopp

Schweinswal 09.02.2012 16:26

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Il(l)u

Ich war auch ein halbes Jahr "beim Amt". Und ich finde die standardmäßige Rechtsbeugung bzw. -verdrehung nach wie vor skandalös. Ich will mich hier nur auf ein, zwei Aspekte beschränken, da das Thema im Grunde off topic ist.

Dass die Leute über Hartz IV nichts mehr hören wollen, kann man so nicht sagen, finde ich. Im Unterschichtenfernsehen wird es doch immer wieder gerne dargestellt - oder besser gesagt: inszeniert. Die Frage sollte wohl eher lauten: WAS interessiert die Leute an Hartz IV?
Nach meinem Eindruck stößt das "Gejammer" nur deshalb so auf Desinteresse, weil die meisten sich gerne einbilden, dass sie selbst niemals von Hartz IV betroffen sein werden. Weil sie nämlich selbst doch so hoch qualifiziert, so fleißig, flexibel, anpassungsfähig etc. sind. Ganz im Gegensatz zu den Hartz-IV-Empfängern, die ja bekanntlich alle doof, faul ....

Ganz ehrlich, wenn Du Deine Geschichte zum Aspekt Kultur verkauft bekommst, würde mich das freuen. Trotzdem verstehe ich die Logik nicht so ganz. Dass Hartzler praktisch keinen Zugang zu Kultur haben, dürfte doch die wenigsten jucken. Die meisten werden sich denken: die gucken eh bloß RTL und sind damit zufrieden.

Eine andere Frage - und die ist nicht off topic - beschäftigt mich in diesem Zusammenhang: Wie wirkt es sich auf die Berichterstattung aus, dass immer mehr Journalisten selbst von der Hand in den Mund leben?
Man könnte vermuten, dass der Impuls, über soziale Themen zu berichten, damit noch stärker wäre. Ich fürchte aber, das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich z.B. Kollegen sagen höre, xy sollten sich mal nicht so anstellen, sie bekämen schließlich auch keine Überstunden bezahlt.

Besten Gruß

mk88 10.02.2012 18:48

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also ich schreibe für 2 Cent pro Wort. Drunter gibt es bei mir nicht, da sonst die Arbeit darunter leiden würde. 3 Cent find ich sehr gut. Kommt natürlich ganz auf die Arbeit an und das ganze kann man nicht richtig pauschalisieren.

Panoptikum 15.02.2012 16:36

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich denke für 3 Cent wird niemand gute Arbeit abliefern können. 3 Cent für herkömmlichen Content, der fast nur für Suchmaschinen gedacht ist, ist okay, aber für Journalisten ist das ein Witz und nicht realisierbar.

Sommer12 21.02.2012 22:31

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich finde, man sollte sie veröffentlichen. Jeder kann selbst entscheiden, ob er für das Geld arbeitet oder nicht. Allerdings journalistische Arbeiten würde ich nicht für 3 Cent pro Wort erledigen. Das geht nur bei Massentexten für z. B. Artikelverzeichnisse, wo kaum Qualität benötigt wird (die auch teilweise gespinnt werden).
lg

Panoptikum 22.02.2012 19:55

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hallo zusammen,

also ich habe in Puncto angeboten schon alles erlebt von 0,7 Cent bis 10 Cent pro Wort. Dabei musste ich aber immer wieder feststellen, dass der Markt immer mehr von ungeübten Hausfrauen platt gemacht wird. Da muss man teilweise schon wirklich Glück haben, um einen geübten Texter bzw. Journalist zu finden. In einem solchen Fall bin ich dann gerne bereit mehr zu bezahlen.

Melli85 24.02.2012 13:25

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also 3 Cent pro Wort sind schon wirklich hart, aber so ist das doch heutzutage. Die Ansprüche werden immer höher gescharaubt und die Bezahlung geht immer weiter nach unten. Mich wundert nichts mehr.

Panoptikum 25.02.2012 13:42

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Meiner Meinung nach sollte man die löschen. Auch wenn es immer auf den Auftrag drauf ankommt, sollte sowas was im Großteil der Fälle zu kaum einem realen Einkommen führt nicht hier hinein. Ich denke das der Großteil der User das auch so sieht. Darum: NEIN.


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