Journalismus.com Forum

Journalismus.com Forum (http://www.journalismus.com/_talk/index.php)
-   Job-Angebote: (http://www.journalismus.com/_talk/forumdisplay.php?f=11)
-   -   Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden? (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30026)

Texterstellung 25.02.2012 21:17

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Il(l)u: Ich hoffe, Sie texten nicht?! Bereits Ihre Forenposting strotzen vor Rechtschreibfehlern und strafen Ihre Aussagen Lügen. Jeder Hauptschüler kann texten? Sie haben sicher noch nicht die Deutschqualität der heutigen Hauptschüler gesehen. Die ist schon bei Realschülern haarsträubend.

Fakt ist: Die Arbeit von Journalisten ist deutlich mehr wert als 3 Cent pro Wort.

Entscheidend ist doch, für welchen Zweck welcher Text gefordert wird. Wie lange ein Texter durchhält, der täglich 30 Texte a 350 Wörter runterreißt, kann ich Ihnen sagen, ich bin seit 2006 im Geschäft und kenne genügend Texterinnen und Texter, die dank Wochenend- und Feiertags- und Nachtarbeit mit Mitte Zwanzig ihren 2. Burnout bereits hinter sich haben. Die Billigkollegen gehen alle ein. Entweder an schlechter Qualität, an mangelnder Zuverlässigkeit, weil man auf Dauer keine 30 x 350 Wörter täglich (Mo.-So.!) schreiben kann und davon krank wird... Oder aber sie scheitern an der Tatsache, dass man mit 1, 2 Cent pro Wort und darunter absolut niemals kostendeckend arbeiten kann.

Kein Profi würde für 10 Euro brutto Stundensatz schreiben, die meisten nicht mal für 20, 25 Euro. Und dann reißt man Texte auch nicht mal eben so runter, Recherche und Nachdenken gehören auch noch dazu. Selbst wenn man superschnell schreiben kann, muss dennoch nachgelesen werden, der Wahrheitsgehalt überprüft, denn schließlich möchte man seinem Kunden ja keinen unwahren Mist andrehen.

Und dann wundern sich die Kunden, dass ihre ach so billigen und vielleicht nicht mal schlechten Texter irgendwann "unzuverlässig" werden und ganz plötzlich vom Markt verschwunden sind? Wer dauerhaft Qualität haben möchte, sollte einfach etwas tiefer in die Tasche greifen. Für journalistische Texte oder Werbeclaims sowieso. Aber auch für SEO-Texte, damit der nichtssagende fehlerbeladene Schwachsinn im Web endlich ein Ende hat!

Reporterin 02.03.2012 10:55

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Nee, ein Profi wird nicht für 10 € / Std. arbeiten,



aber hier, wieder so ein Ding.

Im Hühnergalopp arbeiten, umfangreiche Recherche plus schreiben = 60 €.

http://www.journalismus.com/_talk/sh...ad.php?t=30996

Die Bearbeitungszeit liegt bei 1-2 Werktagen jeweils. Fundierte Erfahrungen im Texten von Pressemitteilung ist zwingend erforderlich. Als Textgrundlage erhalten wir ein Briefing vom Kunden, zusätzlich schauen wir uns die Kunden-Webseite an und informieren uns ergänzend im Internet zum jeweiligen Thema. Ziel ist es, dass die Qualität der Pressemitteilung/des Pressetextes über den Kunden-Erwartungen liegt sowie neben der Unternehmensnachricht journalistischen Mehrwert bietet.


Und da werden sich wieder jede Menge Leuts finden und stolz sein, wenn sie den Job bekommen haben.

CarolaS. 18.03.2012 10:57

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich würde das auf jeden Fall veröffentlichen. Das hat mit normaler journalistischer Arbeit zwar nichts zu tun, kann aber ein gutes Zubrot sein. Wer sich mit SEO etwas auskennt, kann mit Hilfe von Dragon und Bausteinen problemlos auf einen guten Stundenlohn kommen und trotzdem kommt ein interessanter Text raus. Ich arbeite für eine Zeitung und schreibe solche Texte, weil ich das mit meiner persönlichen Situation sehr gut vereinbaren kann. Was mir gerade allerdings zu schaffen macht, ist Zahlungsmoral mancher Kunden. Ich habe zwei Top-Kunden und gerade ist mir eine AG mit einem vierstelligen offenen Rechnungsbetrag durchgebrannt. Ich wäre gerade um ein solches 3 Cent Angebot wirklich nicht böse.

CarolaS. 21.03.2012 04:02

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Übrigens gibt es eine Personengruppe, die vom asiatischen Raum aus deutsche Texter nach Strich und Faden über den Tisch zieht. Es wird ein Vertrag geschlossen, mit Geschäftsadresse, dann werden großzügig Textaufträge zur Verfügung gestellt, aber es fließt kein Geld.

astalavista 21.03.2012 10:57

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
@Reporterin:

Also ich weiß ja nicht ... ich brauche für so eine Pressemitteilung keine 6 Stunden. Sicher kommt da kein genial hoher Stundenlohn heraus, er liegt aber doch deutlich höher als 10 Euro pro Stunde.

Und wie meine Nachschreiberin schon bemerkt - auch wenn es für "echte" Journalisten vielleicht nicht akzeptabel ist, für Wortpreise um drei Cent zu schreiben - für manch einen ist es das eben doch - lasst doch die Menschen selbst Verantwortung für ihr Tun oder Nichttun übernehmen

Il(l)u 24.03.2012 15:29

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von CarolaS. (Beitrag 83554)
Ich würde das auf jeden Fall veröffentlichen. Das hat mit normaler journalistischer Arbeit zwar nichts zu tun, kann aber ein gutes Zubrot sein.

Zum ersten ja zum zweiten nein! Die welche sich darauf etwas spezialisiert haben, verdienen mit Sicherheit mehr als ein durchschnittlicher Journalist! zumindest 100,- Euro die Stunde sind nicht wirklich ein Problem. Zumindest wenn man weis wie es geht! Von daher hat das ganze hier auch etwas von einer Neid-Diskussion. Ob das hier aber was zu suchen hat? Da halte ich mich heraus. Ich sehe viele Gründe warum das in einem Journalistenforum nicht herein gehört. Die Argumte die hier jedoch dagegen angesprochen werden, sind aus meiner Sicht jedoch alle völliger schwachsinn! Man kann es selber nicht und deshalb ist es böse! Wobei das ganze, zumindest in Teilen, schon etwas böses (zumindest unseriöses) hat. Den wirklich brauchen tut die Welt solche Texte nur in den wenigsten Fällen. Das aber ist ein ganz anderes Thema. Werbetexte, einen Michael Moore oder die Weltverschmutzung der Bildzeitung braucht auch keiner wirklich! ;)

Reporterin 26.03.2012 17:06

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von astalavista (Beitrag 83571)
@Reporterin:

Also ich weiß ja nicht ... ich brauche für so eine Pressemitteilung keine 6 Stunden. Sicher kommt da kein genial hoher Stundenlohn heraus, er liegt aber doch deutlich höher als 10 Euro pro Stunde.

Und wie meine Nachschreiberin schon bemerkt - auch wenn es für "echte" Journalisten vielleicht nicht akzeptabel ist, für Wortpreise um drei Cent zu schreiben - für manch einen ist es das eben doch - lasst doch die Menschen selbst Verantwortung für ihr Tun oder Nichttun übernehmen

Du sollst nicht nur eine Pressemitteilung schreiben, sondern auch noch recherchieren!

Und was die "Verantwortung" angeht. Darum geht es nicht. Es geht um echte Journalisten, denen von Möchtegernschreibern der Job weggenommen wird, um Leute, die unqualifizierte Informationen veröffentlichen, weil die Möchtegernschreiber nicht die Qualifikation einer qualifizierten Recherche haben und nicht zuletzt geht es um Leser, die falsche Informationen zur Verfügung gestellt bekommen.

Und "Verantwortung" ist da demzufolge gar nicht vorhanden. Das ist wie bei "Samuel Kochs" die sich für die großen Stuntman halten, nur weil sie mal in einer Stunt-Schule zugeguckt haben .......

CarolaS. 05.04.2012 16:55

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ui... Möchtegernschreiber contra echte Journalisten. Ich erinnere mich gelernt zu haben, dass die Berufsbezeichnung des Journalisten aus gutem Grund nicht geschützt ist.

Und es sind sicher nicht die Texter mit Niedriglöhnen, in diesem Zusammenhang auch gern abwertend als Hausfrauentexter bezeichnet, die sich in ihrer finanziellen Not zusätzlich Geld verdienen wollen, sondern es sind die Auftraggeber, die wenig investieren wollen oder können und billige Texte bestellen, um ihre Websites zu füllen.

Alternativ könnte man auch McDonald´s Mitarbeiter dafür verurteilen, dass sie es wagen, ohne Kochausbildung Lebensmittel zu erhitzen und zu verkaufen. Nicht ganz fair und sehr von oben herab, so ein Vowurf.

Il(l)u 05.04.2012 18:58

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Reporterin (Beitrag 83602)
Und "Verantwortung" ist da demzufolge gar nicht vorhanden. Das ist wie bei "Samuel Kochs" die sich für die großen Stuntman halten, nur weil sie mal in einer Stunt-Schule zugeguckt haben .......

dann will ich mal aus einer stellenausschreibung (springer) für einen gerichtsreporter für Berlin zitieren: „juristische grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.“ da dürfte sich doch jeder kommentar erledigt haben, oder? siehe auch hetzblätter wie bz usw.

leutz leutz, in der mehrheit schreibt ihr für 80% idioten und das geht nun mal am besten wenn man selber keinen plan hat. tu doch bitte nicht so als ob journalisten prinzipiel und per se intelektuelle wären. wenn der berufsstand verantwortung ausüben würde, dann würde es 80% aller zeitungen nicht geben. also komm doch mal bitte wieder runter von deinem hohen roß. altkanzler schröder hat es mal auf den punkt gebracht. journalisten haben den schnellen (den dunklen) weg zur macht gewählt. musst dich also nicht so aufplustern. das dass geschriebene wort immer weniger wert besitzt liegt nicht an texte die eh kaum einer liest und hauptsächlich für suchmaschinen gemacht sind, sondern an den konsorten in euren eigenen reihen. muss man nur mal aktuelle ausgaben von spiegel oder der sz mit ausgaben von vor 30 jahren vergleichen. kurz wertlos!

Texterstellung 10.04.2012 22:36

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent für journalistische Arbeit inklusive und Anreise - ganz klar Nein.
3 Cent für einen SEO-Text - das ist ein himmelweiter Unterschied.
Die oben angesprochenen 20 Euro die Stunde - wohlmöglich noch brutto - sind für einen Freien ein Witz.

Mit 300 Wörter für 3 Cent = 9 Euro zuzügl. 19 % MwSt. muss man 3 Stück in einer Stunde schaffen, um auf 27 Euro netto zu kommen. Davon könnte ein Texter gut leben - wenn da nicht die Tatsache wäre, dass man keine 8 Stunden am Tag texten kann. Oder könnt ihr das? 3 bis 4 Stunden in einer "Schicht" sind schon recht ordentlich.

Und wenn dann nicht noch die Tage wären, wo das "Weiße-Blatt-Syndrom" zuschlägt! Oder man krank ist. Oder Termine hat. Oder das Kind krank ist. Oder der Rechner defekt ist. Oder... Die müssten nämlich - so rein theoretisch zumindest - auch überbrückt werden. Und Wochenende will man auch noch frei! Mancher bereits ab Freitag Mittag. Dann wären da noch Feiertage, Geburtstage, Urlaube...

Andererseits hat ein Texterbüro - Texter, nicht Journalist! - ungefähr zwischen 2000 und 2500 Euro im Monat Kosten. Mindestens. Einige werden jetzt fragend schauen und sagen: Was denn, das bisschen Papier für die Rechnungen und den Rest zahlt ja Mutti/der Partner. Das wären also die Miete, der Strom, das Auto, die Werbung, die Versicherungen, die Abschreibungen, die Reparaturkosten, die Krankenkasse (oder Künstlersozialkasse), evtl. noch die Rentenkasse, Beiträge bei IHK, Berufsgenossenschaften möglicherweise auch noch, Verbände und Vereine.... 2000 Euro? Die sind schnell weg, wenn man einfach mal so kurz überschlägt. Gewinn ist da noch keiner eingerechnet. Also bei einer 5-Tage-Woche hieße das 100 Euro mindestens Tagessoll netto in 3 bis 4 Stunden!

Im Gegensatz dazu hat man dann den Kunden, der bereit ist, wirklich mal 7 Cent pro Wort auszupacken. Auftrag: 10 Texte a 300 Wörter für 7 Cent. Briefing? Sehr unklar, keine genauen Angaben. Was folgt, sind 10 Texte - 5 x korrigieren, weil dem Kunden dies nicht passt und jenes doch anders gedacht war. Wie lange sitzt man an 10 Texten a 300 Wörter und 5 Korrekturen derselben? Lohnt sich das?

Besser 4-Cent-pro-Wort-Kunden, die am besten keine Ahnung haben und gar nicht lesen, was man ihnen gibt? Jaja, SEOs sind teilweise so... Das Problem ist - wenn das hier ein Journalismus-Forum ist, dann arbeitet hier keiner mit Wortpreisen. Da sind Zeilenpreise, Stundensätze oder Normseiten üblich. Wie mein Kollege es neulich so treffend ausdrückte:

Kunde geht zu KIA, holt sich Angebot für 6000 Euro - fährt dann zu Porsche und sagt "das müsst ihr doch auch hinbekommen"... Kunde erwartet Porsche-Qualität - nicht zum KIA-Preis aber sagen wir zum Preis von Opel Astra oder VW Passat.

Journalisten, genau wie Werbetexter - gehören für mich zur Sparte Mercedes, BMW, Audi. TV-Texter, die Claims punktgenau verfassen können, dass sind die Maibach oder Ferrari oder eben Porsche.

SEO-Texter liegen zwischen KIA, Fiat oder VW Polo und reichen über Peugeot, Renault und Citroen bis an die Mittelklasse heran, bestenfalls ein kleiner BMW oder Mercedes heben sich davon ab. Und so sollte der Kunde - egal auf welchem Portal - eben abwägen, was er "fahren" möchte.

Hier sollte er vielleicht nicht den Renault oder Citroen oder den Opel Astra suchen, wenn er doch eigentlich nur einen Fiat oder Kia oder Ford zu zahlen bereit ist. Deshalb gehören dann diese Angebote auch eher in die Sparte: "Automarkt Gebrauchtwagenkauf" ;-)

Andere Portale übrigens - um beim Vergleich zu bleiben: bei machdudas gibts nur "Seifenkisten", da ist es nicht mal ein klappriger Fiat oder Polo, was da mit 0,07 Cent (nicht Euro!) als Wortpreis angeboten wird. Bei My-H kann man zwischen dem "hässlichen Entlein" für 1 Cent Wortpreis bis hin zu Ford für 2 Cent Wortpreis Glück haben, die meisten bieten aber auch da 2,5 bis mindestens 3 Cent. Bei Abakus gibt es auch nur "Seifenkisten", hin und wieder einen Ford K. Und bei blauarbeit kristallisiert sich grade ein Kreis SEO-Texter zwischen Kleinwagen und Mittelklasse heraus.

Börsen, wie textbroker, content und contentworld sowie textprovider erschweren die gut bezahlte Arbeit mit Wortpreisen um 1,2 Cent pro Wort. Nur mal so zum Vergleich. Und nun sollte jeder wissen - wo er inserieren kann, was er erwarten kann und wo er seinen Auftrag suchen sollte - oder eben besser nicht.

So, das war viel unbezahlter Text - gehen wir wieder zu den bezahlten Texten. Bevor ich noch das Problem - Schleppend- bis Nichtzahlung von Kunden behandle, das ist auch ein diskussionsintensives Thema....

Il(l)u 12.04.2012 10:25

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
etwas neben dem thema aber eines der gründe weshalb ich mich nicht für die lohn interessen von journalisten ausserhalb meines eigenen stabes stark mache: http://www.cineastentreff.de/content/view/9100/182/ - erst den halbkriminellen eine lobby geben und dan selber jammern! und dieses horn, wie im ksta zu lesen, wurde in den 90ern überall geblasen. heute für mich schön mit anzusehen wie die scheiße teilweise zurückgeflogen kommt! :)

vermutlich versteht jetzt auch nicht jeder den zusammenhang. gut, diese leute können dan heute zumindest noch als texter arbeiten. und für 2,5 cent wörter manuell hintereinandertippen! ;)

Karl87 19.04.2012 11:51

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
das Problem liegt aber auch häufig bei den Auftraggebern. Wer ein mal günstigen Content gekauft hat, möchte diese Preise wenn möglich immer haben. Mittlerweile gehen immer mehr den Weg der "Billigheimer" und schauen zuerst auf den Preis, erwarten dafür aber auch Top Arbeit.

Sheep123 19.04.2012 14:50

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hallo an alle! Fasziniernd welche Wellen diese Diskussion schlägt. Allerdings ist dies auch völlig verständlich. Journalismus und vorallem ein guter Journalismus ist ein hohes Gut in demokratischen Gesellschaften. Da kann man sie Qaualität nicht mit Discoutpreisen durchlöchern und unterhöhlen.

Sheep123 19.04.2012 14:54

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Naja, schwieriges Theam. Immerhin leben wir in einer Marktwirtschaft und wenn alle professionellen Kollegen sagen würden: Für diesen Preis arbeiten wir nicht, dann würde das die Preise wohl heben. llerdings muß man ja auch irgendwie "mit dem A... an die Wand kommen"

Sheep123 22.04.2012 15:52

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Warum nicht, es ist zwar für einen freiberuflichen ein niedriger Stundenlohn, was dann zusammenkommt, aber als Lückenfüller könnte man sie allemal verwenden. Interessant auch für Nebenberufler, die keine so hohen Qualitätsanforderungen erfüllen möchten.

JulianPeischer 23.04.2012 09:41

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also 3 Cent pro Wort sind doch schon viel. Ich kenne Kollegen, die für 1,5 Cent pro Wort ihr Dasein fristen. Und die Agentur, für die gearbeitet wird verlangt für diesen Hungerlohn auch noch kreative Höchstleistung und fehlerfreie sowie inhaltsunique Texte am Fließband. Da hat man dann echt Spaß, wenn der Text, im Wert von 1,50 Euro, mehrfach zur Korrektur zurück kommt...

Karl87 23.04.2012 09:45

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also ich würde solche Jobangebote einstellen, aber alles darunter dann doch strikt verbannen. Schließlich fördern wir hier doch nicht die Bereicherung der Anbieter. Wenn es sich um nen SEO Text handelt sind 3 Cent pro Wort okay. Bei allen anderen Textarten bich ich aber für eine angemesse Bezahlung

Haselnuss 23.04.2012 11:32

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hart ist es schon, aber der Markt ist heute hart und da kann man nicht zu große Hoffnungen reinsetzen wie ich finde. Da muss man leider einfach durch. Vielleicht bessert es sich ja noch. Ich habe die Hoffnung jedoch schon lange verloren...

pascal1234 23.04.2012 20:27

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent pro Wort ist ja gar nichts ! Ich würde sowas nicht veröffentlichen, denn das ist meiner Meinung nach eine reine Ausbeutung, wenn man bedenkt wieviel Arbeit man hat und dann doch nur so wenig verdient..

Derpaulm1978 23.04.2012 21:38

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Leider gibt es in jedem Beruf, in dem es ums "Texten" geht (d.h. bei Journalisten, Übersetzern, Schriftstellern...) Menschen, die auch für den niedrigsten Preis arbeiten werden/müssen/wollen. Letztendlich ist es jedem selbst überlassen und ich denke es ist nicht falsch solche Angebote hier zu veröffentlichen. Es muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er unterbezahlte Jobs annehmen möchte.

elester 26.04.2012 20:19

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich finde auch, dass diese 3 Cent pro Wort ganz schön wenig sind! Ich muss aber auch dazu sagen, dass das es noch wesentlich schlechter bezahlte Jobs gibt. Es kommt natürlich auch immer darauf an wieviel man schreibt. Unter Umständen können die 3 Cent auch ganz in Ordnung sein. Und von nichts kommt nichts!

JulianPeischer 30.04.2012 00:01

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Es ist meiner Meinung nach absolut nicht sinnvoll solche Angebote hier einzustellen. Denn es wird immer ein paar Menschen geben die diese Angebote dann auch annehmen werden und das soll doch vermieden werden, da 3 Cent viel zu wenig sind.

Reporterin 30.04.2012 06:54

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Da kommt noch was anderes zu, was ich bisher noch gar nicht bedacht habe. Das Rennomee des Boards "Journalismus.com" leidet.
Letztens habe ich diese 3-Cent-Problematik mit Kollegen besprochen und als wir so sprachen, fragten die mich, wo ich das denn überhaupt her hätte. Der Tenor war sinngemäß, dass eine "Jobbörse" die so etwas veröffentlicht, ein nicht so gutes Niveau haben könnte. Die kannten Journalismus.com nicht, bzw. hatten nur davon gehört, waren aber noch nie hier. :-x

Sheep123 30.04.2012 08:53

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Also ich finde 3 Cent pro Wort auch absolut zu billig. Das ist für mich reinste Ausbeutung. Aber das ist ja nicht nur hier so sondern allgemein in der Arbeitswelt. Wenn ich sehe was manche Leute Verdienen, da ist es wirklich zu überlegen ob man sich nicht doch lieber arbeitslos meldet.

Karl87 30.04.2012 12:20

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Auch auf die (große) Gefahr hin viel Unmut zu ernten, möchte ich einen Gedanken einbringen:

Liegt die Höhe deses Dumpinglohnes nicht auch an der Bereitschaft der Journalisten für solche Löhne überhaupt zu arbeiten? Sollte man nicht konsequent NEIN sagen und zur Not eben enen anderen Beruf ergreifen?

Um einen Kommentar muß ich sicherlich nicht bitten.

mz8 04.05.2012 21:19

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Wenn ich hier lese dass jemand von Fahrten, Terminen etc. spricht muss ich echt lachen. Die Aufträge aus der SEO Branche die sich in diesem Preissegment bewegen, sind wahrlich keine Texte für die Recherche per Auto etc. betrieben werden mess. In der Regel handelt es sich um bessere Sachtexte, die maximal noch mit einigen guten Fakten zusätzlich zu einer guten Sprache aufgebessert werden. „Texter“ bieten diese Texte schon ab 1 Cent pro Wort, ja da handelt es sich natürlich eher um Haufrauen die sich etwas dazu verdienen möchten und das natürlich ohne besondere Qualifikationen. ABER wenn ein Text mit gleichem Aufwand dann für 3-4 Cent geschrieben werden soll, will ich erst einmal die Qualitative Steigerung um 400% Prozent sehen, bei einem wie gesagt einfachen Sachtext.
Wer einigermaßen fit ist, kann so problemlos auf 15-20 Euro/Stunde kommen bei 3 Cent/Wort. Ob die Texte dann eben dem entsprechen was die meisten hier schreiben wollen ist natürlich eine andere Frage. Sicher schreibt ihr lieber über brandheiße tolle Storys, als Produkt und Sachtexte. Fakt ist jedoch, dass die Texte wenig Arbeit in der Regel bedeuten und eine angenehme Geldquelle für die bieten, die sie brauchen. Wenn ich hier lese, dass der ein oder andere 20 Euro pro Stunde als unter seiner Würde empfindet, denke ich mir „okay wenn du das Wert bist“, aber sicherlich sind hier nicht lauter Topleute unterwegs.. Ich will hier niemand angreifen, aber grob geschätzt sind doch 50 Prozent der Leute hier auch nicht befähigter zum Texten als jeder halbwegs passable Abiturient…. Also ich will damit nur sagen, dass es Leute gibt die schwerere Arbeit machen und deutlich weniger verdienen….
Wer nun ein tolles Studium, zahlreiche tolle Jobs als Journalist usw. vorweisen kann, der wird doch auch nicht gezwungen sein sich hier Jobs zu suchen?
Worauf ich hinaus will, wer gute Leistung bringt soll gut bezahlt werden, ABER man muss einfach unterscheiden zwischen dem was geschrieben wird. Wer nichts groß vorzuweisen hat, sollte nicht verächtlich auf einen Stundenlohn von 15-20 Euro spucken und das für einen mehr als bequemen Job.

Il(l)u 06.05.2012 10:27

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Reporterin (Beitrag 83899)
Da kommt noch was anderes zu, was ich bisher noch gar nicht bedacht habe. Das Rennomee des Boards "Journalismus.com" leidet.
Letztens habe ich diese 3-Cent-Problematik mit Kollegen besprochen und als wir so sprachen, fragten die mich, wo ich das denn überhaupt her hätte. Der Tenor war sinngemäß, dass eine "Jobbörse" die so etwas veröffentlicht, ein nicht so gutes Niveau haben könnte. Die kannten Journalismus.com nicht, bzw. hatten nur davon gehört, waren aber noch nie hier. :-x

Mit sicherheit hast Du damit nicht ganz unrecht. Für mich ist das auch der einzige Grund weshalb solche Angebote hier nicht veröffentlicht werden sollten. Mit Lohndumping und Journalismus hat das ganze ja überhaupt nichts zu tun! Was jedoch viel abwertender ist, sind manche Stellungnamen von Leuten die sich Journalist nennen und offensichtlich nicht wissen über was sie schreiben. Auf deutsch: wer mit 3 Cent pro Wort für eine SEO-Text keinen Schnitt von 20,- € die Stunde macht (ich kenne Leute die kommen damit auf deutlich über 100,- € pro Stunde) der ist einfach nur Blöde. Einen Text einmal aufgesetzt und dann den Rotz 1000 mal vom Blechdeppen durchrotzen lassen! Sind zwei bis drei Tage Arbeit und am Ende hat man 30,- € pro Wort! macht bei einem Text von 250 Wörtern 7500,- € die man verteilt auf zwei drei Jahre mit einem Text erwirtschaftet. Für drei Tage Arbeit wohl gewiss klein Dumpinglohn! Wer das jedoch nicht kann gut, der muss halt fix tippen können oder ganz schön was am Kopf haben wenn er solche Aufträge annimmt! Oder mit 15,- € pro Stunde zufrieden sein!

3 Cent ist jedoch schon lange nicht mehr die realität. Man ist momentan bei deutlich unter einen Cent pro Wort und das wird sich noch weiter nach unten bewegen. Die Zeiten wo die Jungs den ganzen Tag am Strand liegen und abends mal eine Stunde arbeiten werden wohl bald vorbei sein! Ich zumindest gehe mal dafon aus das wir bald bei Preisen unterhalb von 0,5 Cent ankommen werden. Was dann immer noch 1000,- € für drei Tage arbeit sind und sich wohl durchaus anständig von leben lassen wird!

Übriegends eine geile Geschäftsidee. Den Journalisten das spinnen beibringen damit die mal Konkurrenzfähig werden. Der derzeitigen Textqualität der Texter die zwar Computerafin sind jedoch gramatikalisch nicht immer auf einem gewünschem Niveau schreiben, würde das sicherlich gut tun!

Also, wenn sich 10 Leute melden die bereit sind jeweils 1000,- € auf den Tisch zu legen, organisiere ich mal einen drei oder vier Tages Kurs.

Sheep123 08.05.2012 17:24

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Meiner Meinung nach sollte man besser so einen Job annehmen, statt Hartz IV zu beziehen. Immer hin ist es ein Job! So wie es aber laut der Umfrage aussieht, sind die meisten hier der Meinung, dass so was zu billig ist...ich muss klar sagen, ich würde so einen Job annehmen

Reporterin 13.07.2012 07:17

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Il(l)u (Beitrag 83948)
Mit sicherheit hast Du damit nicht ganz unrecht. Für mich ist das auch der einzige Grund weshalb solche Angebote hier nicht veröffentlicht werden sollten. Mit Lohndumping und Journalismus hat das ganze ja überhaupt nichts zu tun! Was jedoch viel abwertender ist, sind manche Stellungnamen von Leuten die sich Journalist nennen und offensichtlich nicht wissen über was sie schreiben. Auf deutsch: wer mit 3 Cent pro Wort für eine SEO-Text keinen Schnitt von 20,- € die Stunde macht (ich kenne Leute die kommen damit auf deutlich über 100,- € pro Stunde) der ist einfach nur Blöde. Einen Text einmal aufgesetzt und dann den Rotz 1000 mal vom Blechdeppen durchrotzen lassen! Sind zwei bis drei Tage Arbeit und am Ende hat man 30,- € pro Wort! macht bei einem Text von 250 Wörtern 7500,- € die man verteilt auf zwei drei Jahre mit einem Text erwirtschaftet. Für drei Tage Arbeit wohl gewiss klein Dumpinglohn! Wer das jedoch nicht kann gut, der muss halt fix tippen können oder ganz schön was am Kopf haben wenn er solche Aufträge annimmt! Oder mit 15,- € pro Stunde zufrieden sein!

3 Cent ist jedoch schon lange nicht mehr die realität. Man ist momentan bei deutlich unter einen Cent pro Wort und das wird sich noch weiter nach unten bewegen. Die Zeiten wo die Jungs den ganzen Tag am Strand liegen und abends mal eine Stunde arbeiten werden wohl bald vorbei sein! Ich zumindest gehe mal dafon aus das wir bald bei Preisen unterhalb von 0,5 Cent ankommen werden. Was dann immer noch 1000,- € für drei Tage arbeit sind und sich wohl durchaus anständig von leben lassen wird!

Übriegends eine geile Geschäftsidee. Den Journalisten das spinnen beibringen damit die mal Konkurrenzfähig werden. Der derzeitigen Textqualität der Texter die zwar Computerafin sind jedoch gramatikalisch nicht immer auf einem gewünschem Niveau schreiben, würde das sicherlich gut tun!

Also, wenn sich 10 Leute melden die bereit sind jeweils 1000,- € auf den Tisch zu legen, organisiere ich mal einen drei oder vier Tages Kurs.

Dann sollten Sie Ihr erster Intensivkunde werden. Ich habe 17 Fehler in diesem Text gefunden, und das nur beim Überfliegen.

@Sheep123
Ich denke, wer als "Journalist" auf Hartz angewiesen ist, sollte überlegen, ob er im richtigen Job ist. Oder er macht das zukünftig als Nebenjob und sucht sich einen Hauptjob. Nur weil ich etwas tun möchte, heißt das nicht, dass ich es auch kann. Wenn ich mir das nicht leisten kann, geht das eben nicht. Aber ich glaube, das haben wir hier schon diskutiert. Das Problem auf diesem Board ist, dass hier unheimlich (unheimlich) viele Möchtegernjournalisten rumtoben, "die was mit Medien machen wollen" und auch mal schreiben möchten. Aber sie haben oft weder die Qualifikation (siehe oben Rechtschreibung und Interpunktion), noch die Beziehungen, noch die Quellen, noch die Netzwerke, noch die Bildung, die Voraussetzungen dafür sind, adäquate Beiträge zu generieren.

Yves81 17.07.2012 19:27

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Il(l)u (Beitrag 83948)
Mit sicherheit hast Du damit nicht ganz unrecht. Für mich ist das auch der einzige Grund weshalb solche Angebote hier nicht veröffentlicht werden sollten. Mit Lohndumping und Journalismus hat das ganze ja überhaupt nichts zu tun! Was jedoch viel abwertender ist, sind manche Stellungnamen von Leuten die sich Journalist nennen und offensichtlich nicht wissen über was sie schreiben. Auf deutsch: wer mit 3 Cent pro Wort für eine SEO-Text keinen Schnitt von 20,- € die Stunde macht (ich kenne Leute die kommen damit auf deutlich über 100,- € pro Stunde) der ist einfach nur Blöde. Einen Text einmal aufgesetzt und dann den Rotz 1000 mal vom Blechdeppen durchrotzen lassen! Sind zwei bis drei Tage Arbeit und am Ende hat man 30,- € pro Wort! macht bei einem Text von 250 Wörtern 7500,- € die man verteilt auf zwei drei Jahre mit einem Text erwirtschaftet. Für drei Tage Arbeit wohl gewiss klein Dumpinglohn! Wer das jedoch nicht kann gut, der muss halt fix tippen können oder ganz schön was am Kopf haben wenn er solche Aufträge annimmt! Oder mit 15,- € pro Stunde zufrieden sein!

3 Cent ist jedoch schon lange nicht mehr die realität. Man ist momentan bei deutlich unter einen Cent pro Wort und das wird sich noch weiter nach unten bewegen. Die Zeiten wo die Jungs den ganzen Tag am Strand liegen und abends mal eine Stunde arbeiten werden wohl bald vorbei sein! Ich zumindest gehe mal dafon aus das wir bald bei Preisen unterhalb von 0,5 Cent ankommen werden. Was dann immer noch 1000,- € für drei Tage arbeit sind und sich wohl durchaus anständig von leben lassen wird!

Übriegends eine geile Geschäftsidee. Den Journalisten das spinnen beibringen damit die mal Konkurrenzfähig werden. Der derzeitigen Textqualität der Texter die zwar Computerafin sind jedoch gramatikalisch nicht immer auf einem gewünschem Niveau schreiben, würde das sicherlich gut tun!

Also, wenn sich 10 Leute melden die bereit sind jeweils 1000,- € auf den Tisch zu legen, organisiere ich mal einen drei oder vier Tages Kurs.

Selten so ein Blödsinn gelesen und ich habe selber schon vor 6-7 Jahren Spinning betrieben, als es noch niemand groß kannte und noch gut funktioniert hat bei Google...Ich kaufe jeden Monat massig Texte. Da ist alles enthalten von 1Cent-10Cent pro Wort.

Billig Texte bekommt man an jeder Ecke, aber richtig gute Schreiber zu finden selbst wenn man viel zahlt ist leider nicht so einfach.

Frank 19.07.2012 11:48

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent pro Wort? So einen Job würde ich sofort annehmen, wenn es ihn gäbe. Heute sind für einfache Texte 2 Cent pro Wort die Spitze. Ich glaube, selbst, wenn wir hier nach jahrelager Dsikussion zum Schluss kämen, 3-Cent-Jobs ins Forum aufzunehmen, würden wir mangels Masse auch nicht mehr Arbeitsangebote sehen als heute.

Maxtron 19.07.2012 20:53

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
So nun einmal die Zeit genommen und nach längere Zeit mal alles durchgelesen. Während hier hitzig diskutiert wird, wurde zeitgleich ein Angebot hier im Forum abgegeben, welches nur 1/2 cent darüber liegt: http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=31304

Aber mal zurück zu meiner Meinung:
Natürlich versuchen wir alle angemessene Bezahlung zu erhalten, doch leider ist das nicht immer der Fall. So gibt es Kollegen, welche (oft zu recht - ab und an fraglicherweise) einen guten Preis pro Wort erzielen. Doch viele Freie arbeiten für Wortpreise zwischen "Menschenrechtsverletzende Ausbeutung" und "Wenigstens kann ich die Miete zahlen".
Doch woran liegt es?
Eine Mitschuld gebe ich dem Internet und der Geldgier einiger Verlage.
So gibt es in unserer Region zur Zeit einen Trend zur "Bürgerzeitung". Gut gehende "Anzeigenblätter" und Wochenzeitungen werden von vormals 3 Redakteuren, einem Layouter und mind. einem Fotograf auf nur noch einen Layouter reduziert. Text und Bild kommt vom Bürger, welcher nur für die Ehre arbeitet seinen Text und ggf. auch ein Bild kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Hierbei wird in der Regel eine Pressemitteilung teils nur kopiert oder einfach nur positiv über ein Ereignis (Ladeneröffnung, Bieranstich etc.) berichtet, damit man auch gut angesehen dort wieder hin kann.
Bei komplexeren Themen hilft das Internet und nach einer Nachfrage bei "Onkel Google" kann man schon fast mit Copy & Paste einen Text herbeizaubern. Diesen dann per e-mail an die Redaktion gesendet mit dem Hinweis: Arbeite Umsonst oder für Kleingeld und schon wird für den Grobschliff notfalls auch noch mal ein Volontär dran gesetzt.
Auch wenn ich selbst oft genug am kleineren Ende der Bezahlkette arbeiten musste, bin ich dennoch dafür solche Angebote drinnen zulassen.

Warum?
Jeder hat mal klein angefangen und hier kann jemand auch mal was veröffentlichen ohne bereits einen Name zu haben.
Die Redaktionen, welche so ein Preisangebot machen suchen bzw. nehmen niemanden für mehr Geld, sondern gehen sonst nur zu Foren bei "Ich-will-schreiben-und-meinen-Namen-in-der-Zeitung-sehen.de" (wenns die Seite gibt, entschuldige ich mich).

Abfallprodukte (in beide Richtungen möglich)
Wer kennt es nicht, bei einem Artikel hat man genügend Material gesammelt und ggf. auch geschrieben um eine eigene Zeitung damit zu füllen, nur der Redakteur meint man solle es kürzen auf 500 Zeichen.....
Bevor ich nun meine 1500 Zeichen arbeit einfach lösche ist es auch schon passiert, dass ein "Low-Budget-Verlag" zwar nicht den üblichen Preis, aber zumindest etwas dafür gezahlt hat.
Genauso ging es mir auch schon andersrum:
Bitte einer kleinen Anzeigenzeitung 400 Zeichen über ein Thema zu erstellen und dann vom Thema so gepackt worden, dass noch drei weitere große gutbezahlte Berichte herausgesprungen sind.

Geld - Einfach nur Geld ....
Wer kennt es nicht als freier - das sommer-, winter-,frühjahrs-, herbst-Loch - oder einfach mist keine aktuellen Aufträge und die Buchhaltung der Redaktionen lässt sich wieder zeit mit dem Überweisen.
Da helfen auch schlecht bezahlte Aufträge um zumindest den Kühlschrank zu füllen oder die fällige Rate für den Porsche zu bezahlen ...

Il(l)u 24.07.2012 19:22

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Reporterin (Beitrag 84306)
Dann sollten Sie Ihr erster Intensivkunde werden. Ich habe 17 Fehler in diesem Text gefunden, und das nur beim Überfliegen.

Im Gegensatz zu manchen anderen kann ich zumindest das, womit ich mein Geld verdiene und muss nicht darüber jammern das mir andere die Butter vom Brot nehmen!

Das ist mein Job: http://www.cineastentreff.de/content/view/9322/169/

Bin mal gerspannt wie lange es dieses mal dauert bis das einer kapiert wo das Geld im hier und Jetzt verdient wird? Aber einige Hier sind ja gerade erst bei SEO und 3 Cent/Wort Texten angekomme und haben selbst da noch nicht kapiert um was es ging!

Und wenn ich hier so manch einen sehe der vielleicht regelkonform schreiben kann, aber dem bereits jedes leseverständnis fehlt, da bin ich dann doch noch ganz gut bedient und kann mich mit dieser kleinen Schwäche glücklich schätzen. Danke lieber gott, ich danke Dir aus ganzem Herzen!

Und extra für dich liebe Reporterin in restringiert: nix lesen (können) aber große Klappe (haben)!

Und ich schreibe in Foren schon einfachst, damit möglichst alle mitkommen! ;)

Schweinswal 25.07.2012 14:23

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Sheep123 (Beitrag 83971)
Meiner Meinung nach sollte man besser so einen Job annehmen, statt Hartz IV zu beziehen. Immer hin ist es ein Job!

Klar, "sozial ist was Arbeit schafft", "Hauptsache, ein Job", "bloß nicht nach der Bezahlung fragen ..."
Auch wenn ich Deine Haltung verstehen kann - wer mag sich schon den Schikanen und Erniedrigungen der Hartz-Maschinerie aussetzen? -, ich sehe das anders. Was viele dabei gerne vergessen: wenn Journalisten oder auch Hobby-Schreiberlinge für ein Butterbrot arbeiten, dann in der Regel nicht deshalb, weil der von ihnen geschaffene "Content" so wenig wert wäre, sondern weil es zu viele Anbieter gibt, die bereit sind, den Content so billig zu liefern. Umso besser für den Auftraggeber, der sich am Mehrwert eine goldene Nase verdient.
Wirklich traurig finde ich aber nicht, dass es Leute gibt, die zur Not auch umsonst schreiben würden, sondern dass die freien Journalisten so ein unsolidarischer Haufen sind. Wenn ich schon solche Bemerkungen lese, wie: "Wer als Journalist zu wenig verdient, muss doof sein" ...
Da setzen DJV und DJU endlich gemeinsame Vergütungsregeln für Freie durch und was passiert? Wie zu erwarten, halten sich die meisten Verlage einfach nicht daran. Und die Freien? Halten brav die Schnauze. Denn wer aufmuckt, fliegt raus. Ich habe bis dato noch von keiner einzigen Zeitung gehört, bei der sich die Freien organisiert und zusammen für die Umsetzung der Vergütungsregeln gekämpft hätten.

drschaefer 26.07.2012 16:29

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Hier wenigstens ein Gegenbeispiel von (immerhin) Spon...
http://www.bpb.de/apuz/140222/zur-so...nalisten?p=all
Ziemlich am Ende des Textes: 40 Freie von Spon schrieben einen offenen Brief an den Chefredakteur, unterzeichnet mit vollem Klarnamen, und erreichten tatsächlich etwas.

Yves81 27.07.2012 15:31

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Meiner Meinung nach sollte man das komplette Spon Team rauswerfen und richtige Journalisten einstellen. Was da für ein Mist veröffentlicht wird mittlerweile....falsche Informationen, einseitige Berichterstattung ohne Ende, keine Recherche, falsche Rechtschreibung, alte Bilder die gar nicht von den Ereignissen stammen und bei der Hälfte der Artikel hat man das Gefühl das die Schreiber nur Ihr Ideologisches Weltbild vermitteln möchten egal ob es zu den Fakten passt oder nicht.

Naja warscheinlich kauft SPon Artikel für 3 Cent pro Wort...:rolleyes:

Schweinswal 04.08.2012 15:43

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Danke. Interessanter Link.

Zitat:

Zitat von Yves81 (Beitrag 84426)
... und bei der Hälfte der Artikel hat man das Gefühl das die Schreiber nur Ihr Ideologisches Weltbild vermitteln möchten egal ob es zu den Fakten passt oder nicht."

Ich denke, es ist weniger ihr Weltbild als das ihrer Chefredakteure oder vielmehr der Anzeigenkunden. Das kommt in dem bpb-Artikel ja schön raus: In erster Linie geht es darum, ein anzeigenfreundliches Umfeld zuzutexten. Solange noch genügend Leser drauf klicken, ist das für den Verlag schon o.k. Besserer Journalismus aber, der Anzeigenkunden verschrecken würde, wäre wirtschaftlich gesehen schädlich.
Nur ein Beispiel: die beinahe wöchentlichen Berichte über den akuten "Fachkräftemangel" (nicht nur bei SPON). Alle paar Monate gibt es zwischendurch mal einen Bericht über die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte aus Deutschland. Diesen Widerspruch aufzuklären und einen Zusammenhang herzustellen, wäre die Aufgabe eines Journalisten. Doch das würde den Anzeigenkunden kaum in den Kram passen, denn dann müsste man ja erwähnen, dass es an der viel gepriesenen "Lohnzurückhaltung" und eventuell auch an der gezielten Umwandlung Deutschlands in ein Billiglohnland (u.a. durch Hartz IV) liegen könnte.
Irgendwelche Pressemitteilungen des VDI oder anderer Verbände unhinterfragt abzupinnen, kann jeder. Macht nicht viel Arbeit und stellt die Anzeigenkunden zufrieden. Sieht man sich die Leserkommentare an, stellt man fest, dass den Quatsch kaum jemand glaubt. Aber was soll's ...
Zum Ausgleich kommt dann ca. einmal jährlich ein Professor zu Wort, der erklärt, warum es Quatsch ist. Und ein paar Tage später wird die nächste PM, die das Gegenteil behauptet, abgepinnt.

Fokko 20.08.2012 11:38

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von hillerheider (Beitrag 80333)
Nicht nur aus purer Langeweile, sondern auch weil meine Mäuse mit Tränen aus dem Kühlschrank kommen, hatte ich als gestandene Fachjournalisten und Autorin einen solchen Job angenommen. Nach einer harten Arbeitswoche kann ich dafür jetzt 172 Euro berechnen. Dafür verkaufe ich lieber Überfüssiges auf ebay.

In so einem Fall gebe ich Dir vollkommen Recht. Das Zeilenhonorar muss man jedoch immer im Zusammenhang mit dem Aufwand sehen. Wenn recherchiert werden muss, sind 3 ct klar zu wenig, ganz zu schweigen, wenn man dafür außer Haus und gar das Auto einsetzen muss.

Ich habe aber zwei Kunden die, wenn ich es umrechne, auch etwa 3..4 ct pro Wort bezahlen. Da es sich dabei um Texte handelt, für die ich die wichtigsten Informationen gleich geliefert bekomme, brauche ich nicht viel mehr zu tun als auszuformulieren. Man wird dabei nicht reich, aber wenn man sonst gerade nichts zu tun hat und so ein Auftrag flattert in die Mailbox, ist das ganz nett. Da kommt sogar bei mir mit meinem lahmarschigen Getippsele ein erträglicher Stundenlohn rum. Vor allem auch, weil bei dem einen Kunden einige sehr eng verwandte Themen immer wieder kommen, so dass ich diese Artikel schon schiergar im Schlaf runterschreibe ;-)

Es gibt aber natürlich auch die andere Seite: Aufträge die einen Haufen Arbeit machen und für die die Kunden auch nix bezahlen wollen. Das hatte ich auch schon. Da wollte einer für - ich weiß nicht, ob es 3 ct/Wort waren oder sogar noch ein bisschen weniger - Texte mit belastbaren Quellenangaben und dann auch noch zu abseitigen Themen, über die fast nichts im Netz zu finden war. Das habe ich gleich bei den Recherchen zum Probeauftrag gestoppt, als ich gemerkt habe, wie der der Zeitaufwand wird.

Wirklich unverschämt jedoch sind die Zeitgenossen, die 1 ct oder noch weniger bieten. Wer für das Geld schreibt, gehört genau genommen windelweich geprügelt. Dass es nämlich Fuzzis gibt, die das tun, ist der Grund dafür, dass das Pack nicht mehr bezahlt.

Bevor man für 1 ct oder weniger schreibt, solltre man lieber für Artikelverzeichnisse schreiben, bei denen man die Zählmarke der VG-Wort nicht einbauen kann. Dann kann man die Artikel für die Sonderausschüttung melden, für die es ja keinen Mindestzugriff gibt, und so wenigsten ein paar Kröten dafür bekommen. Das dauert zwar immer bis zum nächsten Ausschüttungstermin, aber dafür kann man die DInger ja, soweit ich weiß, jedes Jahr wieder neu melden, solange sie online sind.

Fazit:: Aufträge zu 3 ct/Wort können hier ruhig veröffentlicht werden: Man kann dann ja selbst entscheiden, ob es sich unter den jeweiligen Bedingungen lohnt.
Auch die Angebote < 1ct, sollten hier ruhig rein. Dann aber sollten sich immer ein paar Kollegen finden, die einem solchen "Auftraggeber" hier im Forum öffentlich gehörig die Meinung geigen... :-D

Gruß Fokko aka Volker

Texterstellung 20.08.2012 23:44

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Stichwort: Mischkalkulation. Und ich kenne eine sehr gute Texterin, die seit 2006 erfolgreich am Markt ist, zuverlässig, unique Content liefert und einwandfreies Deutsch - und die mit ca. 3 Cent pro Wort netto recht gut lebt. Stichwort: 50 T Euro Umsatz jährlich bei einem Gewinn von 3.500 Euro je Monat - sie beschäftigt noch eine Mitarbeiterin in Teilzeit, macht zusätzlich Berufsgenossenschafts- und Sozialbeiträge. Das geht natürlich nicht, wenn ein Journalist vor Ort sein muss, dort Interviews führt und recherchiert. Aber bei einfachen SEO-Texten ist das schnell verdient. 40 Texte a 300 Wörter pro Tag (2 Personen).... Die meisten unserer SEO-Texter (recherchefrei) liegen bei um die 100 Euro Tagessoll (1 Person), will man Wochenende frei haben. Nicht eingerechnet das Rausarbeiten für Krank, Urlaub und Schreibblockade oder Termintage. Und Preis ist nicht immer Qualität oder wie schon gesagt wurde, auch für teuer Geld kann man schlechte Texte bekommen (natürlich auch umgekehrt, beides in 6 Jahren hinreichend erlebt).

fotobuchMAGAZIN 20.10.2012 12:44

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent das Wort ist eine Frechheit. Ich habe auch als freier Mitarbeiter begonnen, wie jeder und kenne natürlich das Problem. Im Studium: Schützenfest, 50 Zeilen + Foto = 18 Euro. Das man dort erstmal hinkommen muss, dann 2 Stunden dort warten muss, wenn es schlecht läuft - sowas darf einfach nicht mit unter 30 € abgegolten werden.

Nun habe ich die Möglichkeit als Chefredakteur es anders zu machen: Bei unserem Magazin zahlen wir unseren freien Mitarbeitern grundsätzlich 10 Cent das Wort für eigene Artikel oder bei Fachartikeln angemessen hohe Pauschalen, die individuell abgesprochen werden. 6 Cent das Wort werden für die Überarbeitung von eingesendeten Pressemitteilungen gezahlt, da der Arbeitsaufwand natürlich geringer ist. Dieses Entlohnung empfinde ich als fair.

3 Cent / Wort ist Lohndumping und es ist traurig, dass qualifizierte Journalisten für solche Summen arbeiten.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:20 Uhr.

Powerd by Journalismus.com
Das Internetportal der Journalisten
Copyright © - Journalismus.com - Peter Diesler