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-   -   Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden? (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30026)

narwal 01.09.2016 10:14

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Tja, das ist leider traurige Realität und manchmal muss man schon fast froh sein, solche Preise angeboten zu bekommen.

Rennwagen80 05.09.2016 14:37

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
3 Cent sind Dumpingpreise

MABL 09.02.2017 12:30

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ich finde die stark unterschiedlichen Meinungen als Berufseinsteiger sehr interessant. Bei einem Arbeitgeber, für den ich zeitweise auch fest angestellt war, bekam ich für Produkttexte knapp 6 Cent/Wort.
Kann ich das also als recht gute oder eher noch mittelmäßige Bezahlung werten?

Als "Anfänger" ist es wirklich schwer einzuschätzen, welche Preise man veranschlagen sollte. Man möchte ja Kunden gewinnen und nicht vergraulen...

Reporterin 06.05.2017 09:11

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Die Sache dürfte sich sowieso bald erledigt haben, da ein neues Urteil vom März d. J. (Az. B 12 R 7/15 R) die Honorarhöhe als ein wichtiges Kriterium heranzieht, ob jemand selbständig ist oder nicht. Das heißt, man kann zukünftig Dumpingpreisler durchaus verklagen - und sollte es auch tun.

klaus52 22.10.2017 23:12

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Ablehnen und darauf hinweisen das man noch nicht in Indien lebt.
Das ist meine Meinung dazu.

Steuern muss man als Freelancer auch drücken wo es geht.
Wenn ich es machen muss, leider kommt man um die Steuern ja nicht herum geh
ich zu https://stb-dus.de/ die kenn ich schon seit
Jahren und das hilft IMHO auch dabei. Größeres Vertrauen ist in Steuerfragen wichtig.

Jayjericho 07.02.2018 10:53

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Nina70 (Beitrag 89853)
Hier stehts Text

Dieser Text hat meine Lachmuskeln ebenfalls ziemlich strapaziert. Journalisten haben ja allgemein den Ruf, mit mathematischen Betrachtungen nicht zu viel am Hut zu haben, aber so eine Milchmädchenrechnung ist mir selten untergekommen.

1) 2500€ auf diese Weise verdient, bedeutet Netto meist eher etwas um die 1500€. Das ist als Hauptgehalt eher dürftig, außer man lässt die Steuer nichts davon wissen. "Blendend" geht es dem Konto nur, wenn ansonsten die Ausgaben sehr gering sind

2) Ich kenne sehr wenige Journalisten und Blogger die 6 Stunden am Tag ein Ouput von 1200 Wörtern pro Stunde aufrechterhalten können. Schon gar nicht 5-6 Tage die Woche. Real kommen damit keine 2500€ zusammen, selbst vor Abzug der ganzen Abgaben.

3) Es gibt wenig Auftraggeber, die Monat um Monat Content im Bereich von 140.000 Wörtern brauchen. Das ist ein ziemliches Brett. Teilt man dieses Volumen auf mehrere Auftraggeber auf, stellt sich die Frage, ob man doppelten Content produziert oder sich auf mehrere Themen "spezialisieren" muss.

Als Contentwriter mit so einem Output kann man sich ja schon als Schriftsteller betätigen, schließlich muss jeder Content neu, interessant und relevant sein.

Sorry aber die Geschichte halte ich dann doch für einen Mythos.

Jayjericho 07.02.2018 10:55

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von Nina70 (Beitrag 89853)
Hier stehts Text

Dieser Text hat meine "Lachmuskeln" ebenfalls ziemlich strapaziert. Journalisten haben ja allgemein den Ruf, mit mathematischen Betrachtungen nicht zu viel am Hut zu haben, aber so eine Milchmädchenrechnung ist mir selten untergekommen.

1) 2500€ auf diese Weise verdient, bedeutet Netto meist eher etwas um die 1500€. Das ist als Hauptgehalt eher dürftig, außer man lässt die Steuer nichts davon wissen. "Blendend" geht es dem Konto nur, wenn ansonsten die Ausgaben sehr gering sind

2) Ich kenne sehr wenige Journalisten und Blogger die 6 Stunden am Tag ein Ouput von 1200 Wörtern pro Stunde aufrechterhalten können. Schon gar nicht 5-6 Tage die Woche. Real kommen damit keine 2500€ zusammen, selbst vor Abzug der ganzen Abgaben.

3) Es gibt wenig Auftraggeber, die Monat um Monat Content im Bereich von 140.000 Wörtern brauchen. Das ist ein ziemliches Brett. Teilt man dieses Volumen auf mehrere Auftraggeber auf, stellt sich die Frage, ob man doppelten Content produziert oder sich auf mehrere Themen "spezialisieren" muss.

Als Contentwriter mit so einem Output kann man sich ja schon als Schriftsteller betätigen, schließlich muss jeder Content neu, interessant und relevant sein.

Sorry aber die Geschichte halte ich dann doch für einen Mythos.

Als Nebenjob kann man als Hobby so eine Bezahlung akzeptieren, ganz nach dem Motto - besser ein wenig Geld für das Hobby, als gar keines - vor allem wenn man auch ohne Bezahlung solchen Content produzieren würde.

Wenn man aber von journalistischer Arbeit leben muss, sind 3ct oder gar weniger schlicht nicht genug.

BernStra0 13.03.2018 02:52

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Wenn jemand 3 cent pro Wort anbietet wird er eine dementsprechende Qualität erhalten. Viel Recherche bei der Artikelverfassung kann hier nicht betrieben werden.

Stephani88 05.07.2018 17:59

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Zitat:

Zitat von BernStra0 (Beitrag 93170)
Wenn jemand 3 cent pro Wort anbietet wird er eine dementsprechende Qualität erhalten. Viel Recherche bei der Artikelverfassung kann hier nicht betrieben werden.

Jepp das denke ich auch, billig ist vom Wort her schon so vorgesehen das Qualität darin kaum vorkommt.



Es gibt zum Glück eine Reihe von Publikationen die ihre Journalisten besser bezahlen und so auch die Qualität ihrer Veröffentlichungen bewahren: Motorrad Adventure Magazin
ist eines derer die gute Arbeit leisten. Wer Motorrad fährt sollte sich das Magazin holen denn nur so können sie es so wie es ist weiterführen.

Texterstellung 20.07.2018 14:13

AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?
 
Natürlich ist es die Sache jedes Einzelnen. Es gibt auch tatsächlich Menschen, die für noch weniger schreiben und diese Preise verteidigen. Oder betonen, es sich leisten zu können, da Nebenerwerb. Preispolitik ist eine unendliche Geschichte. 6 Std. täglich schreibt niemand. 3000 Wörter pro Tag sind eine stolze Leistung - Recherche nicht eingerechnet. Heißt, man bearbeitet immer die gleichen Themen. 2000 Euro braucht man mindestens brutto, um alle Kosten zu decken im Haupterwerb, Gewinn ist da noch nicht drin. Was, wenn man krank wird, der Rechner kaputt geht, man eine Schreibblockade hat? Leben, um zu arbeiten? Keine Pause, keinen Urlaub? ich bin seit 12 Jahren in dem Bereich tätig, habe mit 1 Cent begonnen und bin nach 2 Burnouts aufgewacht und damals gab es noch große Auftragsvolumina und wenig Anspruch. Heutzutage ist es ungleich schwieriger, man muss Inhalte schaffen, die nicht schon allgemein bekannt sind, Nutzen, Mehrwert stiften. Es reicht nicht über Schuhe zu schreiben, dass es sie in verschiedenen Größen und Farben, mit und ohne Absatz gibt und die diversen Schuharten aufzuzählen. Vielleicht ein Geheimtipp über die Pflege oder eine Erklärung, wie Schuh X zu seinem Namen kam. Bei Texten von 1.000 Wörtern und mehr ist es hilfreich, viel zu wissen und zu verwenden oder eben zu recherchieren. Täglich zig Texte ohne Recherche - das wird nichts - nicht mehr heutzutage. Abgesehen von den Anschlagszahlen, die meiste Zeit beim Texten geht fürs Denken drauf. Dann noch Korrektur, am besten 4 Augen. Und beim Kunden punktet, wer eigene Bilder anbieten kann, eine spezielle Software für SEO oder WDF/IDF usw. Dinge, die Geld kosten. Weiterbildungen inklusive. Sorry, aber unter 4 Cent kommt man da nicht weit und selbst 4 Cent Wortpreis gehen lediglich nebenberuflich als reiner Blogger oder Webtexter (nicht für Ratgeber, Homepagebeträge, journalistische Arbeiten, Doktorarbeiten etc. sowie Werbung).

Ich bin dafür, solche Angebote hier auszusparen, dafür gibt es genügend Billigbörsen.


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