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Alt 04.02.2015, 05:52   #4
RT77
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Standard AW: Freiberufler oder Gewerbetreibender ?

Also ich mache Interviews, schreibe Berichte von Events, mit Bildern, Videos etc.
Schreibe Reviews für DVDs, Kinofilme etc.
Stelle Musik vor etc. etc.

Also ich das Finanzamt noch einmal angerufen und vom Gewerbeamt erzählt habe, war es plötzlich kein Problem mehr.
Ich habe das jetzt schon ein paar Mal wo anders gelesen, dass das Finanzamt bei solchen Anfragen scheinbar immer zuerst versucht den Journalisten in ein Gewerbe zu drängen, da sie dann noch Gewerbesteuer abkassieren können.

Nicht gerade die feine englische Art.

Dabei ist es eigentlich klar, da es ziemlich eindeutig abgegrenzt ist, was Freiberuflich und was gewerblich ist.

Es fallen unter anderem folgende Berufsgruppen in die Liste der Freiberufler: Kulturberufe: Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer, Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller, Lehrer und Erzieher.

Man kann also z.b. einen Blogger, entweder als Journalist, oder als Künstler, oder als Schriftsteller ansehen.
Wie man es dreht und wendet, es bleibt ein freier Beruf.

Das Finanzamt, hängt sich dann auch immer ganz gerne an einer Ausbildung auf, aber gerade beim Journalist gibt es keine einheitliche Ausbildung.
Man kann sich sein Wissen aneignen wie man möchte.

Auf der Seite Förderland steht z.b. folgendes:

Zitat:
Was spricht für eine Tätigkeit als Gewerbetreibender?

-Produkte werden verkauft.
-Die Dienstleistung besteht in der Vermittlung.
-Es wird eine Ware hergestellt.
-Das Unternehmen wächst vor allem durch Kapitaleinsatz.
Eigentlich logisch.

Ich verkaufe kein Produkt, ich stelle keine Waren her, ich Vermittel keine Dienstleistungen und ich habe kein Unternehmen, welches durch den Einsatz von Kapital wachsen würde.

Im Gegensatz hierzu, steht folgendes bei den freien Berufen:

Zitat:
Was spricht für eine freiberufliche Tätigkeit?

-Es liegt ein akademischer Abschluss oder eine höhere Bildung vor.
-Der kreative Anteil ist bei der Arbeit sehr hoch.
-Hochwertige Zusatzausbildungen wurden absolviert, die für die Arbeit notwendig sind.
-Freiberufler ist, wer in seinem Unternehmen allein inhaltlich arbeitet, während andere Mitarbeiter als Aushilfen oder "Zuarbeiter" tätig sind.
-Die Verdienstquelle besteht aus Wissen und Erfahrung auf hohem Niveau.
-Die Tätigkeit liegt im Bereich von Beratung, Coaching, Lehre oder Unterricht.
-Es besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis zu den Kunden.
-Die Dienstleistung und der persönliche Einsatz stehen im Vordergrund.
-Die Bezahlung besteht aus Honoraren.
-Das Know-how der Tätigkeit hat das Niveau eines in den Katalogberufen genannten Akademikers.
Hier treffen gleich mehrere Dinge zu.

1. Der kreative Anteil ist sehr hoch. Logischerweise. Da ich meine Interviews, Artikel etc. ja selbst verfasse.
2. ich arbeite Inhaltlich alleine
3. Die Dienstleitung und der persönliche Einsatz steht im Vordergrund.
4. Die Bezahlung besteht zwar nicht aus Honoraren, aber durch Werbeeinnahmen, was in unserer heutigen Zeit, in der immer mehr Blogger und Journalisten mit einer eigenen Website arbeiten und dort Werbeeinnahmen haben, aber immer mehr Akzeptanz erfährt.

Der akademische Abschluss und die Zusatzausbildung, entfällt dadurch, dass wie gesagt der Journalismus auf viele verschiedene Arten erlernt werden kann.

Also unterm Strich, ziemlich eindeutig ein freier Beruf und kein Gewerbe.

@tooobii

In dem von dir erwähnten Link, steht es auch nochmal ganz eindeutig:

Zitat:
Eindeutig gewerblich sind in Abgrenzung dazu

-jeglicher Handel – egal ob mit Kunst, Lehrgangsskripten, Computerteilen, Software oder Eis am Stiel,
-jegliche Produktion – egal ob von Büchern, CD-ROM, Hardware oder Kunsthandwerk,
-jegliches Handwerk (siehe dazu aber das Kapitel "Sonderproblem Handwerk").
-alle Beratungstätigkeiten, die keine Hochschulausbildung erfordern, wie Web-Consulter und PR-Berater,
-alle Vermittlungstätigkeiten, also z.B. von Maklerbüros, Mitfahrzentralen, Künstler-, Literatur-, Fotoagenturen, Contentprovidern, -Jobbörsen, Presseagenturen im ursprünglichen Sinne und Preisagenturen,
-alle Verwerter urheberrechtlich geschützter Leistungen wie Galerien, Verlage, Eventmanager sowie Theater- und Musikveranstalter.
Davon trifft nichts auf mich zu.

Ich Produziere nicht, ich Handel nicht, ich habe kein Handwerk,keine Beraterfunktion, keine Vermittlungstätigkeit, bin keine Jobbörse, keine Presseagentur und kein Verwerter Urheberrechtlich geschützter Leistungen.

Die Art der Einnahmen, spielt hierbei keine große Rolle, da wie gesagt Werbeeinnahmen inzwischen Honoraren gleichgesetzt werden. Man bekommt sozusagen das Honorar von den Lesern der Internetseite dadurch, dass sie die Werbung ansehen oder anklicken.

Geändert von RT77 (04.02.2015 um 05:59 Uhr).
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