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Alt 14.11.2013, 07:23   #4
Reporterin
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Standard AW: Lohnt sich schlechtbezahltes Volo?

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Zitat von Visp Beitrag anzeigen
Hallo,

mir wurde ein Volo bei einem kleinen Buchverlag angeboten: 18 Monate, 1000 € brutto. Meine bisherigen journal. Erfahrungen: 2 mehrmonatige Praktika, allerdings bei Tageszeitungen. Die Leute sind sehr nett, aber ich stelle mir die Frage, ob es sich lohnt, das Volo zu machen. Einerseits sind Volos begehrt, andererseits bedeutet das geringes Gehalt für 1 1/2 Jahre, vor allem aber möchte ich gerne wissen, ob ich nach dem Volo eine Chance habe, in den Beruf einzusteigen, wenn ich nur bei einem kleinen Verlag das Volo absolviert habe, da der Verlag mich wahrscheinlich nicht übernehmen kann.
Würdet ihr es trotzdem machen? Was sagt ihr zu dem Gehalt?

Danke und viele Grüße

Herbert
"Gering", ja? Wenn du das nicht haben willst, gib mir das. Trotz jahrzehnter Selbständigkeit würde ich das sofort machen. In einem kleinen Verlag lernst du alles, was gemacht werden muss - die werden nichts auslassen.

Zu meiner Zeit hat man für eine Ausbildung gar nichts bekommen - und nicht nur im Verlagswesen. Damals sagte man: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre."

Volo ist eine Ausbildung. Es ist völlig egal, ob du Bürokaufmann im Dreimannbetrieb oder bei einem Weltkonzern lernst, hinterher bist du Bürokaufmann und damit ausgebildet.

Was die spätere Arbeitsplatzsituation betrifft. Wenn es danach geht, würde ich heute niemandem mehr empfehlen überhaupt in die Medienbranche, Bereich Text, zu gehen. Der Markt ist zusammengebrochen, die Verlage - sowohl Zeitungen und Zeitschriften, als auch Bücher - stellen kaum noch ein. Du wirst arbeitslos sein, da ist es völlig egal, wo du lernst.

Es ist mir ein Rätsel, warum die Leute in Berufen lernen, von denen sie ganz genau wissen, dass sie später arbeitslos und H 4 Bezieher werden. Ein Schelm, der böses dabei denkt.
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