Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.10.2009, 18:11   #1
PeterVonFrosta
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 18.10.2009
Beiträge: 4
Renommee-Modifikator: 0 PeterVonFrosta wird positiv eingeschätzt
Standard Als Freiberufler Auftraggeber (zu Konkurrenten) wechseln

Hi Leute,

seit ein paar Monaten schreibe ich als Freiberufler für eine Webseite und war davor als Praktikant bei selbiger Zeitung tätig. Da ich der Meinung bin, dass meine Arbeit mehr Geld wert ist und ein direkter Konkurrent zu dieser Zeitung gemäß einer Umfrage im Netz mehr Zahlen würde, wollte ich mal erfahrenere Menschen fragen wie ich da auf Tuchfühlung gehen soll. Als Beispiel möchte ich zum Beispiel einen Artikel erwähnen, für den ich ne Woche lang aufwendigste Recherche betrieben habe. Dieser umfasst zirka 9.000 Zeichen (ohne Leerzeichen) und meine Vergütung dafür betrug 100 Euro brutto.
Mir ist das unglaubliche Potential für ein riesiges Eigentor absolut bewusst. Der erste Schritt wird auch definitv jener sein, mit meinem ehemaligen Chef/jetzigem Auftraggeber die Situation vernünftig zu diskutieren. Falls dieses Gespräch aber fruchtlos verlaufen wird, würde ich mich eben an die Konkurrenz wenden und zwei Leseproben meiner bisherigen Arbeiten liefern. Unter Anderem auch den oben angesprochenen Artikel, da dieser einfach umfangreicher als der Vergleichbare dieses Konkurrenten ist. Ich habe natürlich keinerlei Illusionen darüber für zwei Konkurrenten gleichzeitig tätig zu sein. Da mein Vertrag keinerlei Klausel enthält, der mir verbietet nach oder während der freiberuflichen Tätigkeit für die Konkurrenz zu arbeiten, wollte ich mich im Vorhinein informieren, ob darüber hinaus weitere rechtliche Verbindlichkeiten zu beachten sind. Die obligatorischen Klauseln interne Betriebsgeheimnisse für mich zu bewahren und Betriebseigentum, welches mir für meine Arbeit zur Verfügung gestellt worden ist, wieder meinem Arbeitgeber zurückzugeben, habe ich dabei natürlich vor einzuhalten, da ich sonst schneller im siebten Kreis der Hölle lande, als ich "piep" sagen kann.
Mir geht es hauptsächlich darum, wie ich die Sache durchziehen soll, falls mein jetziger Auftraggeber sich uneinsichtig zeigt. Kann ich es bringen den Chafredakteur der anderen Publikation anzuschreiben und ihm innerhalb des vernünftigen Anschreibens einfach die zwei Links zu meinen bisherigen Arebiten für die Konkurrenz zusenden? Wäre das das angesprochene Eigentor oder muss/sollte ich im schlimmsten Fall den Sprung ins kalte Wasser wagen und vorher das Arbeitsverhältnis beenden?
In jedem Fall wollte ich auch für andere Publikationen als Freischaffender arbeiten, die nicht in Konkurrenz zu meinem jetzigen Auftraggeber stehen. Dafür würde ich auch gerne Ratschläge einholen was sich ein potentieller Auftraggeber in so einem Anschreiben für Inhalt und Form wünscht. Geschäftssprache, Leseproben sowie eine kurze Selbstbeschreibung (inkl. Fähigkeiten etc.) sind dafür natürlich selbstverständlich. Interessanter ist die Frage wie eben die Form dazu aussieht und ob noch ein Lebenslauf oder ähnliche Informationen einfließen sollten bzw. mitgeschickt werden sollen.
Wie Ihr aus dem Text rauslesen könnt, bin ich verständlicherweise nicht in der Situation näher auf die Umstände eingehen zu können, geschweige denn Namen zu nennen.

Vielen Dank für eure Ratschläge

Euer dankbarer Grünschnabel
PeterVonFrosta ist offline   Mit Zitat antworten