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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 15.01.2008, 13:44   #1
nada
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Standard Journalismus und Parteimitgliedschaft

Ich strebe die Arbeit als Journalist an (Job) und bin Mitglied in einer Partei (Privat). Sollte man das angeben oder dem Job zuliebe aussteigen? Ich bitte um Meinungen. Wird sowas vom Arbeitgeber eigentlich nachgefragt?

Geändert von nada (15.01.2008 um 13:52 Uhr).
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Alt 15.01.2008, 15:43   #2
sienat
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

Also austreten wegen Journalismus würde ich auf jeden Fall nicht. Das verlangt auch keiner.
Wenn Du Dich bei einer Partei oder für eine Journalistenausbildung parteinaher Stiftungen bewirbst, kann es wohl hilfreich sein.
Ansonsten sehe ich keinen Grund, es zu verschweigen oder es gesondert plakativ herauszustellen. Besondere Vorteile durch Parteimitgliedschaft sehe ich im Grunde auch nicht. Günther Jauch hat ja mal gesagt, das "Schlimmste" wären die sogenannten "parteinahen" Journalisten. D. h. diejenigen, die den Anschein von Neutralität wahren aber im Grunde doch nahestehenden Journalismus betreiben.
Ich glaube, dass die Frage einer Mitgliedschaft oder Nicht-Mitgliedschaft bei weitem nicht mehr eine so bedeutende Rolle spielt wie z. B. in den politisierten 70ern. Im Grunde hat hier auch eine Art Gleichgültigkeit Einzug gehalten.
Viele journalistische Organe beschäftigen sich auch erst gar nicht mit Parteipolitik.
Insofern meine Antwort, ob Du es angeben sollst oder nicht: "As you like it."
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Alt 15.01.2008, 16:11   #3
nada
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

danke bis hierher. die tatsache, dass ich selbst im politischen journalismus tätig bin, siehst du da auch nicht als problem an?
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Alt 15.01.2008, 16:48   #4
sienat
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

Also, ich finde, dass man immer dieselben Maßstäbe an den jeweiligen Stoff legen sollte. Und dass das professionelle Redakteure/ Chefredakteure auch als Basis voraussetzen und von den Journalisten nichts anderes verlangen (sollten). D. h. dieselbe Recherche und keine politische Richtung gesondert schützen, auch wenn es die eigene ist.
Wenn man das zugrundelegt, ist die eigene Parteimitgliedschaft kein Hindernis.
Insofern sehe ich die als Privatsache, ähnlich wie Religion.
Es sei denn, es sind parteinahe Einrichtungen, dann tendiert es auch mehr in Richtung politische Arbeit

Geändert von sienat (15.01.2008 um 16:50 Uhr).
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Alt 15.01.2008, 20:04   #5
punky
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

Das ist doch relativ einfach: Wenn du dich bei einem Medium bewirbst, zu dem die Partei "passt", dann gibst du es an. Bei einem "neutralen" oder einem parteinahem Medium einer anderen Partei bewirbst, gibst du es eben nicht an. Ich kenne auch einen aktiven, bekennenden CDUler, der bei Springer sein Volo gemacht hat. Geschadet hat das sicher nicht.
Bei jedem höheren Posten im Öffentlichen Dienst und beim ÖR spielt die Parteizugehörigkeit- bzw. Parteikontakte eine Rolle. Außnahmen bestätigen die Regel.
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Alt 16.01.2008, 18:14   #6
julia
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

oha, angenehm ruhig hier , in manch anderen journalistischen Foren würden sie den Threaderöffner fast schon steinigen.

Spreche da aus eigener Erfahrung. Bin auch Parteimitglied und weil es mit einer festen Anstellung im Journalismus nicht so geklappt hat, wie ich mir das gewünscht hab, hab ich das Engagement da etwas ausgebaut und die Mitgliederzeitung (auf Kreisebene) redaktionell und gestalterisch verantwortet (learning-by-doing sozusagen, InDesign vom Vorgänger beigebracht bekommen, Fotobearbeitung und DRuckprozess kennengelernt, Umgang mit fremden Autoren "oh, kann ich den Text auch erst zwei Tage später liefern?" usw.).
So, und im ZUge meiner Tätigkeit war ich auch mal auf ner Parteiveranstaltung und wurde dort von einem Bekannten gesichtet, Redakteur bei einer Tageszeitung, der mich hinterher richtig angegeiert hat deswegen (und als er neulich mal eine Frage zu nem anderen Thema im Forum gestellt hat, hab ich ihm geantwortet und was nachgefragt und keine Antwort bekommen...). Und damals hatte ich mit politischem Journalismus gar nix zu tun, sondern war in einem Fachverlag, der sich eher mit technischen Dingen beschäftigt...Zudem habe ich ihm auf seine doch nicht allzu freundliche Mail geantwortet, dass ich das schon trennen kann, es völlige Objektivität eh nicht gibt. Bei den einen ist die Nähe zu einer Partei durch Mitgliedschaft gezeichnet, bei anderen halt nicht. Neutral ist wohl kaum einer. Und nur weil man Mitglied ist, muss man ja nicht alles toll finden, was die machen...
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Alt 28.01.2008, 09:43   #7
msstudi
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

Zwar reichlich verspätet, aber ich habe auch noch einen Rat:

Ich würde niemals in einer Bewerbung meine Parteimitgliedschaft verschweigen -- selbst wenn der jeweilige Arbeitgeber eher der politischen Konkurrenz zuneigt. Denn früher oder später kommt es eh ans Licht, wie du politisch gestrickt bist -- und dann kommen evtl. unangenehme Nachfragen, warum du das nicht schon eher gesagt hast. Das sollte man vermeiden.

Ich bin jedenfalls selber Mitglied in einer Partei (bin dort aber schon seit mehr als zwei Jahren nicht mehr aktiv) und hatte natürlich auch die Sorge, dass das allein schon für meine Bewerbung bei meiner Heimatzeitung, die der anderen politischen Richtung zuneigt, ein Problem darstellen würde. Meine Redaktionsleiterin hat mich dann aber beruhigt, dass nie jemand sie nach ihrem Parteibuch bzw. ihrer politischen Präferenz gefragt habe. Im Vorstellungsgespräch kam dann zwar angesichts meines Lebenslaufs der Kommentar "Sie sind ja offenbar ein sehr politischer Mensch..." (was sich allerdings wohl zusätzlich auf mein Politikstudium bezog), und dann kamen ein paar Fragen, wie ich denn dieses oder jenes aktuelle politische Ereignis bewerten würde. Aber auch da hatte ich nicht den Eindruck, dass mir aus meiner Parteimitgliedschaft ein Strick gedreht wurde.

Also deshalb: Immer mit offenen Karten spielen.
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Alt 28.01.2008, 09:46   #8
msstudi
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

Ach so, ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass ich meine Parteimitgliedschaft auch immer in meinem Lebenslauf angebe (unter "Ehrenamtliches Engagement"). Es ist ja sowieso nie verkehrt, wenn man ehrenamtliches Engagement vorweisen kann, also hat es sogar schon wieder Vorteile, wenn man Parteimitglied ist und zumindest eine Zeitlang als solches auch aktiv war.
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Alt 28.01.2008, 10:07   #9
julia
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Zitat:
Zitat von msstudi Beitrag anzeigen
Ach so, ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass ich meine Parteimitgliedschaft auch immer in meinem Lebenslauf angebe (unter "Ehrenamtliches Engagement"). Es ist ja sowieso nie verkehrt, wenn man ehrenamtliches Engagement vorweisen kann, also hat es sogar schon wieder Vorteile, wenn man Parteimitglied ist und zumindest eine Zeitlang als solches auch aktiv war.
hmmh, also ich würde so etwas nur angeben, wenn ich aktiv bin. Aber nur als einfaches Mitglied, das hin und wieder mal zu ner Versammlung oder Veranstaltung geht, würd ich das nicht reinschreiben. Wie gesagt, ich hab's schon erlebt, das ich von jmd deswegen blöd angegangen worden bin und man muss schlafende Hunde ja nciht wecken. Wie du politisch stehst, merken die in der REdaktion schon noch, sei es schon bei deiner Bewerbung durch die Arbeitsproben oder im Gespräch (so da Politik thematisiert wirs) oder eben beim arbeiten. Und da ist es dann oft unerheblich, ob du MItglied bist oder nicht. Interessant dürfte es nur werden, wenn du Interna kennst, aber das tut ein "einfaches" MItglied in der REgel eh nicht.
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Alt 28.01.2008, 10:17   #10
msstudi
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Ich war ja für ein paar Jahre auch wirklich aktiv: Beim Besuch von Veranstaltungen ist es nicht geblieben, sondern ich habe auch im Wahlkampf mitgeholfen bzw. mich bei der Kommunalwahl auf die Liste setzen lassen. Insofern macht's, denke ich, schon Sinn, das unter "Ehrenamtliches Engagement" anzuführen -- auch zumal ich da sonst nicht so extrem viel vorzuweisen hätte.
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Alt 28.01.2008, 14:06   #11
julia
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Zitat:
Zitat von msstudi Beitrag anzeigen
Ich war ja für ein paar Jahre auch wirklich aktiv: Beim Besuch von Veranstaltungen ist es nicht geblieben, sondern ich habe auch im Wahlkampf mitgeholfen bzw. mich bei der Kommunalwahl auf die Liste setzen lassen. Insofern macht's, denke ich, schon Sinn, das unter "Ehrenamtliches Engagement" anzuführen -- auch zumal ich da sonst nicht so extrem viel vorzuweisen hätte.

in dem Fall bietet es sich schon an.
Wobei ich persönlich das nciht unter ehrenamtliches Engagement fallen lasse. Bin da vllt grad in einer komischen Phase, aber ich hab mir überlegt, nützt das der Gesellschaft wirklich, wenn ich irgendwo im Kreisvorstand sitz?
Ich habe im Lebenslauf eine Rubrik "Interessen" und das darunter gepackt. Ehrenamtliches Engagement ist bei mir gerade eher etwas, wenn man alten Leuten im Altenhiem vorliest, bei der Essensausgabe für Obdachlose etc. hilft, jüngeren Journalisten sein Wissen in Kursen weitergibt usw.
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Alt 28.01.2008, 14:16   #12
msstudi
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Standard AW: Journalismus und Parteimitgliedschaft

Ich habe ja auch nicht nur in irgendwelchen Sitzungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesessen (Vorstandsmitglied war ich übrigens nie). Ich finde schon, dass man auch durch parteipolitisches Engagement einen Dienst für die Gesellschaft leistet -- allein schon, wenn man an den Wahlkampf- und Aktionsständen als Ansprechpartner für die Menschen bereitsteht. Und erst recht, indem man in der Partei Lösungen für aktuelle Probleme in der Stadt erarbeitet. Parteipolitische Tätigkeit ist ja eben nicht nur ein "Auf-Wählerstimmen-Lauern", sondern auch ein Geben. Das geschieht zwar nicht immer im unmittelbaren Kontakt zu den Leuten außerhalb der Partei, also zu den Adressaten der Politik, aber ja letztendlich (wenn es ernst genommen wird) in ihrem Interesse.
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