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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 14.04.2011, 16:42   #1
Juls
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Renommee-Modifikator: 0 Juls wird positiv eingeschätzt
Standard Medien und Kommunikation in Passau

Hallo zusammen,

Frage ist recht einfach: Gibts hier jemanden der aus eigener Erfahrung oder von Freunden mehr über das MuK Studium in Passau weiß?
Zum einen würde mich interessieren, wo die Bachelor Absolventen so unterkommen? (eher PR oder Agenturen oder doch im Journalismus?) Und zum anderen, wie sinnvoll ihr es findet ein Studium, das eigentlich nur "Halbwissen" vermittelt zu studieren? (Eher breitgefächertes Wissen oder keine richtige Ahnung von allem?) Alle anderen Erfahrungen rund um MuK in Passau interessieren mich natürlich auch sehr!

Grüße,

Juls
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Alt 14.04.2011, 18:57   #2
turtle 04
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

Die Userin Miriam86 hat dort meines Wissens nach studiert und bei einer großen Regionalzeitung volontiert. Schreib die doch mal an...soweit ich mich erinnere hat sie den Studiengang aber immer für recht gut befunden.
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Alt 14.04.2011, 20:58   #3
tooobii
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

Ich bin mal so frei und zitiere Miriam aus einem anderen Thread:

Zitat:
Ich hab in Passau studiert, allerdings vor der Studiengang-Reform.

Mein Studium war unglaublich breit gestreut, wer also irgendwelche Inhalte vertiefen will, ist m.E. in Passau nicht richtig. Wir hatten von allem etwas: Politik, politische Kommunikation, Bildungswissenschaften, (Medien-)Psychologie, (Medien-)Pädagogik, Medien- und Filmanalyse, Werbeanalyse, Kultur & Werbung, Soziologie, Medientheorien, Kommunikationswissenschaften, Politik & Medien und dazu noch zwei, drei (je nach Kombi) Wahlfächer, damals standen Fremdsprachen, Journalismus, BWL, Drehbuchschreiben, Medienrecht, Medienethik, Medienproduktion, Informatik usw. zur Wahl.

Wir hatten Seminare, beispielsweise in Medienlinguistik mit nur 20 Leuten, die echt klasse waren. Aber auch Vorlesungen mit 700 Leuten (Politik) oder PROSEMINARE (!) mit 220 Leuten in Medienpsychologie, wo auch von jedem eine Referatsnote erforderlich war (somit hatten wir häufiger Referatsgruppen mit 8-12 Leuten) - also qualitativ sehr unterschiedlich (und auch seeehr professorenabhängig - wir hatten ein paar echt gute, aber auch welche, die gar nichts vermitteln konnten)

Inzwischen ist das Studium neu strukturiert und deutlich besser, wie ich hörte. Für mich war das so auch okay, weil ich einen allgemeinen Überblick wollte und nichts spezifisches, aber viele meiner Kommilitonen haben geschimpft.

Allerdings mochte ich Passau als Studentenstadt nicht so gern (sehr elitär, weil viele Adelssprößlinge dort Jura studieren, Einwohner mögen Studenten nicht, tiefstes Niederbayern, liegt sehr abgelegen).

Falls du weitere Fragen zu Passau hast, kannst mich auch gern anschreiben.
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Alt 15.04.2011, 14:33   #4
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

Richtig, Miriam hat dort studiert

Übrigens ist MORGEN Samstag, d. 15.4.11 der STUDIENINFORMATIONSTAG an der Uni Passau! - Die Vorstellung von Medien und Kommunikation findet um 16 Uhr statt.

Weitere Infos findest du auf der Uni Seite.
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Alt 18.04.2011, 15:21   #5
Miriam86
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

Ja, ich wurde hier ja schon zitiert. Ich habe 2009 meinen Abschluss in Passau gemacht.
Ich hatte danach kein Problem, ein Volo zu finden (wollte zu einer Regionalzeitung mit Vollredaktion, hatte mehrere Einladungen zu Bewerbungsgesprächen, kam aber gleich unter). So weit ich weiß, ist außer mit nur eine direkt in den Beruf gegangen (PR), die anderen haben alle noch einen Master an den Bachelor angehängt. Allerdings arbeitet eine jetzt beispielsweise bei bild.de.
Bei uns wollten allgemein deutlich mehr in die Medienpädagogik, politische Kommunikation und PR als in den Journalismus. Aber die, die in den Journalismus wollten, sind da auch gut untergekommen
Die andere Frage müsste ja schon beantwortet sein.

Wenn du noch Fragen hast, kannst dich gern per PM melden.
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Alt 24.04.2011, 23:37   #6
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

War denn jemand von euch bei dem Studieninfotag und ist genauso enttäuscht wie ich von MuK?

Für die nicht dagewesenen, die sich dennoch für MuK in Passau interessieren, ein kleines Review vom Infotag bzw. der MuK Vorstellung:

Es begann damit, dass ein Mitarbeiter mit Sonnenbrille und Käppi, den Vortrag über das Studienfach hielt. Der Einstieg: MuK in Passau gilt als der schlechteste Medienstudiengang Deutschlands und ist bekannt als Party/Chillstudiengang. Die folgenden Minuten verbrachte er damit, dieses Urteil auszuhebeln und zu zeigen, dass Passau eine tolle Uni hat.
Nach dem Erklären der gleichen Dinge, die auch auf der Website zu finden sind, wurde plötzlich bekanntgemacht, dass nun doch ein 6-wöchtiges Vorpraktikum geleistet werden muss. -Eine reichlich späte Bekanntmachung, wie ich finde.
Professoren waren von diesem Studiengang keine vor Ort. - Bei Fragen war der Dozent leider ratlos und verwies immer wieder auf die Website oder die Studienberatung. Die Studenten, die ihren Master gerade machen/gemacht haben und Fragen beantworten sollten - zumindest jedoch einen Einblick verschaffen sollten- , wussten nicht, was sie sagen sollten (kamen auch relativ unvorbereitet rüber und erzählten auch nicht mehr, als wie bereits gesagt wurde).

Ich hatte gehofft, etwas mehr über MuK zu erfahren, als wie auf der Website, oder dass sich zumindest mein positives Bild der Uni vervollständigt. Denn bis zu dem Zeitpunkt hatte mich die Uni völlig von sich überzeugt. - In so ziemlich jeder Hinsicht.
Der Vortrag hat dieses Bild leider völlig ins negative umgerissen und mich enttäuscht. - Ich kann nur hoffen, dass dieser Vortrag NICHT das Bild des Studiengangs widerspiegelt.

Letztlich waren von einem vollen Hörsaal vielleicht noch 10 Leute zum Schluss übrig. SCHADE!

- Tja und nun steh ich da und bin genauso schlau wie zuvor. - und weiß nicht, ob ich mich von diesem Vortrag davon abhalten lassen soll (weil MuK vielleicht doch ganz toll ist) , oder mich davon einfach abwende.

Geändert von cookie (26.04.2011 um 01:07 Uhr).
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Alt 25.04.2011, 12:22   #7
Iris68
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

„Die Vorlesung führt in die zeichentheoretischen Grundlagen und Bedingtheiten der textuellen Verfasstheit von Medienprodukten ein und will Medienkompetenz sowohl durch einen fundierten Blick auf die Konstruktionsbedingungen und -verfahren medialer Gebilde im Allgemeinen (semantische und rhetorische Verfahren, kulturelles Wissen, kommunikative Strukturen und Erzählverfahren) als auch durch Kenntnis über deren Bedeutungsdimensionen hinsichtlich des Zusammenspiels der jeweiligen, durch die spezifische Medialität bedingten Informationskanäle im Besonderen (etwa Text-Bild-Beziehungen) fördern und so Einsicht bezüglich des Funktionierens spezifischer Medien (etwa Spielfilm, Fernsehen, Werbung, Rundfunk, Schrift, Neue Medien) vermitteln.“

Mich erinnert das ganze Szenario an Hans Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Da schreitet der Kaiser stolz wie ein Pfau durch die Menschenmenge. Und erst einem Kind fällt auf: Der Kaiser hat ja gar nichts an.

Den obigen Satz habe ich aus der „Detaillierten Infoschrift der Studienberatung“. Ich habe einfach irgendeinen Satz genommen. Fast alle Sätze sind so. Kompliziertes Bla-bla. 82(!) Worte in einem einzigen Satz.

Und dann wird das hier versprochen:

„Der Bachelorstudiengang Medien und Kommunikation bereitet Sie optimal auf einen Beruf in der Medienbranche vor. Durch vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten im Studienverlauf eröffnet sich Ihnen eine große Bandbreite an Optionen: Journalismus... aber auch Werbe- oder PR-Agenturen... ”

„Wir müssen einen Studieninfotag durchziehen, wer macht’s?“, sagten die Medienprofessoren.

Einer verkleidete sich mit Sonnenbrille und Käppi, zog die ganze Veranstaltung schnell durch... und fuhr dann ganz schnell nach Hause... schnell, bevor irgendjemand die Verarsche erkannte...
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Alt 25.04.2011, 15:32   #8
EinSchwabe
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

ALso wenn man Iris Zitat ansieht, dann wird klar, dass das für Medienberufe keine Ausbildung sein kann, sondern eben höchstens für die Forschung. Auch für Nicht-Journalisten-Verhältnisse ist das grausam geschrieben.
Aber wie bei jedem Studiengang gibt es auch gute Leute, die trotzdem nach dem Studium Erfolg haben - aber eben nicht wegen, sondern trotz dem Studium.
Wenn die Passauer sich schon bei Präsentationen so zeigen, würde ich die Finger davon lassen. Jede Feld- und Wiesen-Uni bekommt eigentlich eine ansprechende Vorstellung ihrer Studiengänge hin.

Geändert von EinSchwabe (25.04.2011 um 15:35 Uhr).
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Alt 25.04.2011, 20:41   #9
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

Zitat:
Zitat von EinSchwabe Beitrag anzeigen
ALso wenn man Iris Zitat ansieht, dann wird klar, dass das für Medienberufe keine Ausbildung sein kann, sondern eben höchstens für die Forschung. Auch für Nicht-Journalisten-Verhältnisse ist das grausam geschrieben.

Wenn die Passauer sich schon bei Präsentationen so zeigen, würde ich die Finger davon lassen. Jede Feld- und Wiesen-Uni bekommt eigentlich eine ansprechende Vorstellung ihrer Studiengänge hin.

Iris, du warst auch da? (oder hast du meinen Eindruck übernommen ? )

Ich kann gar nicht glauben, dass DIESES Zitat aus der Infoschrift stammen soll. (Könntest du vielleicht auch den Link dazu verraten? Ich habe diese nirgends gefunden) - Kein Vergleich zu den "einfach" gehalteten Infoblättern.



Es wurde explizit angesprochen, dass dieser Studiengang auch Praktische Anteile beinhaltet, im besonderen auch auf die Vorbereitung als Journalist/PR Mensch etc. . - Was sich auch im Modulplan wiederspiegelt. Sehr theoretisch gehalten kam mir das ganze nicht vor, zumal gerade ein neues Zentrum gebaut wird, das sämtlichen Medien Schnickschnack beinhaltet um dort arbeiten zu können. - Was ja im Grunde genommen positiv ist.

Geändert von cookie (26.04.2011 um 01:09 Uhr).
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Alt 25.04.2011, 21:52   #10
Miriam86
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

Der Typ mit Käppi und Sonnenbrille ist ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Studiengangleiters, ist KRANK(deshalb Sonnenbrille und Käppi) und nicht repräsentativ für den Studiengang. Aber schön, dass man sich darüber hier gleich lustig macht, wie Iris, ohne Ahnung zu haben...

Warum er immer noch da ist, ist mir ein Rätsel, aber ich hatte in meinem gesamten Studium genau einmal mit ihm zu tun, als der Leiter des Studiengangs, bei dem ich meine BA-Arbeit geschrieben habe, für eine Woche im Urlaub war und ich einmal mit ihm etwas rücksprechen musste.
Ich weiß nicht, warum sie ihn zu so einem Infotag hinschicken, wahrscheinlich, weil das in sein Aufgabenbereich fällt.

Ich denke, du musst dir eben im Klaren darüber sein, was du willst. Breit gefächert, Theorie und Praxis (mit Sicherheit aber kein großer Praxisanteil, aber das brauchst du als Journalist im Studium eh nicht, dafür hast du ja freie Mitarbeit und Co), dann ist MuK okay. Wer sich vertiefen will, ist falsch.

Und zum Schwaben: Wer in die Forschung will, ist m.E. nach falsch in diesem Studiengang. Vor der Umstellung vor zwei Jahren gab es kein einziges Seminar zu Methodik oder wissenschaftlichem Arbeiten. Inzwischen gibt es (meines Wissens nach) ein Modul dazu.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2011, 23:28   #11
Iris68
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Standard AW: Medien und Kommunikation in Passau

@cooki: Dieses Zitat stammt aus dem Modulkatalog, Seite 8...
http://www.phil.uni-passau.de/filead..._BA__MeuKo.pdf

@Miriam86: Wo habe ich mich denn über diesen wissenschaftlichen Mitarbeiter lustig gemacht? Ich habe das Zitat kopiert und dann die Situation mit dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ verglichen. Nämlich viel Aufgebauschtes um nichts.

Warum wird ein kranker Mitarbeiter ohne jegliche Unterstützung zu so einer wichtigen Veranstaltung geschickt? (Vorausgesetzt, er ist wirklich krank, wie Du sagst.) Es geht hier um die Zukunft vieler junger Menschen.

Die müssen heute entscheiden, wie ihr Leben die nächsten Jahrzehnte verläuft. Ob sie beruflich glücklich werden oder scheitern.

Warum stellen sich hier nicht gesunde Frauen und Männer vor die jungen Leute und geben Antworten? Warum wird ein kranker Kollege vorgeschickt? Warum?

Warum wird behauptet, „Der Bachelorstudiengang Medien und Kommunikation bereitet Sie optimal auf einen Beruf in der Medienbranche vor“, wenn dann im Modulkatalog und in allen anderen Beschreibungen absolut nichts steht, was irgend etwas mit der Arbeit in der Medienbranche zu tun hat?

Was da in all diesen Schriften im Internet steht, hat nichts, aber auch gar nichts mit der Praxis zu tun. Wie kann jemand behaupten, dass er optimal auf einen Beruf in Werbeagenturen vorbereitet, wenn er dort nicht einmal 3 Wochen Probezeit als Texter überstehen würde?

Ich habe mir auch die Bios der Professoren angesehen. Da ist kein Professor dabei, der etwas gemacht hat, was ich von dem lernen wollte. Es ist auch nichts dabei, was ich irgendwann in meinem Beruf gebraucht hätte.

Das ist alles eindrucksvoll und theoretisch, aber es hilft mir in der Praxis überhaupt nichts, wenn mich jemand in die „zeichentheoretischen Grundlagen und Bedingtheiten der textuellen Verfasstheit von Medienprodukten“ einführt, wenn er selbst nicht verständlich schreiben kann.

Wie kann man als angebliche Medien- und Kommunikationsprofis nur so kompliziert formulierte 82-Worte-Sätze an junge Leute schicken, die gerade einmal das Gymnasium hinter sich haben?

Wer sich so geschwollen ausdrückt, provoziert Spott. Und dann aber einen kranken Kollegen an die Front zu schicken, ist eine Sauerei.

Es kann aber auch sein, dass in dem Studiengang alles genau das Gegenteil von dem ist, was die da so alles in ihren Schriften beschreiben. Dann sollten die sich aber nicht nur mit „zeichentheoretischen Grundlagen und Bedingtheiten“ beschäftigen, sondern auch mit den realen Bedingtheiten in den Medien.

Und das heißt verständlich schreiben. Und das würde ich nicht unbedingt bei diesen MuK-Theoretikern lernen wollen.

Es geht mir nicht aus dem Sinn: Was ist eigentlich eine „textuelle Verfasstheit“?
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Alt 25.04.2011, 23:57   #12
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gut, dass er krank ist, wusste ich natürlich nicht. Sorry dafür. - Für jemanden, der das nicht weiß, ist das nicht von vorneherein erkenntlich.

Iris, außer Grippe oder einem Beinbruch, gibt es auch Krankheiten, bei denen man trotzdem arbeiten kann und nicht im Bett liegt.

Belassen wir das bitte einfach dabei und haken nicht weiter darauf rum.
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Alt 26.04.2011, 06:56   #13
Iris68
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Wenn ich hoch bezahlter Professor oder sogar Leiter von so einem Studiengang bin, wenn da an einem einzigen Tag im Jahr oder Semester mal aus ganz Deutschland junge Leute kommen, um sich zu informieren, dann fällt mir kein Zacken aus der Krone, da einfach mal für zwei, drei Stunden vorbeizuschau’n. Auch wenn Samstag ist.
Iris68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2011, 10:40   #14
Miriam86
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Jetzt ist eben nicht der Leiter des Studiengangs, sondern sein wissenschaftlicher Mitarbeiter da aufgetaucht. Das können wir alle nicht ändern, gut.

Er ist schwer sehbehindert, und ich finde gut, dass auch er an der Uni arbeiten darf. Warum auch nicht? Wir sollten die Zeit doch überstanden haben, wo kranke Menschen von vornherein keine Einleitungsveranstaltungen halten dürfen...


Und Iris, ich finde es kritisch, wenn du dich so über einen Studiengang äußerst, den du gar nicht kennst.
Ich schreibe noch einmal: Es kommt drauf an, WAS man studieren möchte. Aus meinem 60-Personen-Jahrgang ist keiner arbeitslos hinterher geworden, alle haben entweder einen Job bekommen (im PR und/oder Journalismus) oder haben einen Masterplatz bekommen. Also scheinen wir ja doch zu bestehen, ich für meinen Teil kann mich jedenfalls nicht beschweren...

Ich wollte ein umfassendes Bild. Ich wollte ein breites Bild im Studium. Mich hat interessiert, welche Einstellungen es in Filmen gibt, wie sich die Bilder zusammenführen - auch wenn ich schon damals wusste, dass ich Printjournalist werden möchte. Mich interessieren die verschiedenen Medienwirkungstheorien, das Zusammenspiel zwischen Politik und Medien und wie Medienpädagogik funktioniert. Es waren Grundlagen und ich habe mich später im BA-Studium in Politik&Medien vertieft. Das geht.

Studium hat nicht immer nur etwas damit zu tun, schon 1:1 den Weg zu gehen, den man nachher gehen will. Es hat auch mit Interesse zu tun. Und bekanntlich hat das Studium im Journalismus ohnehin keinen Wert (lediglich den, dass du eins brauchst) - also sollte man sowieso studieren, was man möchte.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 05:53   #15
Iris68
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@Miriam86: Du musst mir das nicht alles erzählen. Ich schrieb nicht über den Studiengang. Sondern über die Texte dazu im Internet. Das ist eine ganz andere Bedingtheit der textuellen Verfasstheit und beruht auf völlig anderen zeichentheoretischen Grundlagen.

Ich muss das doch noch ergänzen. Denn ich finde, es ist ein großes Versprechen, jungen Leuten zu schreiben, „der Bachelorstudiengang Medien und Kommunikation bereitet Sie optimal auf einen Beruf in der Medienbranche vor“.

Bei dem, was ich dann in all den Schriften, die ich zu diesem Studiengang gelesen habe, ist absolut nichts dabei, was man als optimale Vorbereitung auf einen Beruf in der Medienbranche bezeichnen könnte.

Du schreibst...

Aus meinem 60-Personen-Jahrgang ist keiner arbeitslos hinterher geworden

Und...

So weit ich weiß, ist außer mit nur eine direkt in den Beruf gegangen (PR)

Warum ist von den 60 Personen nur eine direkt in den Beruf gegangen?

„Studium hat nicht immer nur etwas damit zu tun, schon 1:1 den Weg zu gehen, den man nachher gehen will“, sagst Du jetzt. Wenn das bei dem Studiengang so ist, dann sollten die Veranstalter das auch ehrlich sagen und nicht lange in ihren Schriften herumfaseln. Und Sie sollten da sein, wenn junge Interessenten mit ihren Fragen kommen.

Ich kenne viele junge Leute, die wahnsinnig gerne Journalist werden wollen. Die möchten einfach bei einer Zeitung oder bei einer Zeitung Redakteur sein und Artikel schreiben. Keiner von denen möchte 3 Jahre lang irgendwelche theoretischen Hirngespinste entschlüsseln, immer in der Hoffnung, dass er doch noch etwas für seinen Beruf lernt. (Ich beziehe mich wieder auf das, was ich in diesen Modulen lese.)

Die sehen im SPIEGEL oder im STERN eine gute Geschichte und wollen lernen, wie auch sie so eine gute Geschichte entdecken, recherchieren und schreiben. Wer denen dann eine optimale Vorbereitung verspricht, trägt eine Riesenverantwortung.

Dieser Studiengang ist ja auch keine Privatveranstaltung der Professoren, sondern eine Veranstaltung, die ihnen der Staat bezahlt. Mütter und Väter bangen, dass ihre Kinder eine ordentliche Ausbildung bekommen und einmal mit Journalismus ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich diese Eltern nicht beruhigen. Es sei denn, dieser Studiengang läuft wirklich vollkommen anders ab, als in diesen Schriften beschrieben wird.

Du schreibst...
„bekanntlich hat das Studium im Journalismus ohnehin keinen Wert (lediglich den, dass du eins brauchst) - also sollte man sowieso studieren, was man möchte.

Und…
mit Sicherheit aber kein großer Praxisanteil, aber das brauchst du als Journalist im Studium eh nicht, dafür hast du ja freie Mitarbeit und Co

Warum lasse ich mich 3 Jahre lang „optimal auf einen Beruf in der Medienbranche“ vorbereiten, wenn ich dann das, worauf es im Berufsalltag ankommt, sowieso in freier Mitarbeit lernen muss?

Die meisten so vorbereiteten „Journalisten“ bleiben ihr Leben lang mittelmäßig oder wechseln den Beruf. Es sei denn, sie finden einen Platz, wo sie den Beruf praxisgerecht lernen. Wie viele Deiner 60 Studienkollegen kamen bei einer renommierten Journalistenschule unter? Wie viele schreiben überdurchschnittlich attraktive Artikel, mit denen sie tatsächlich ihren Lebensunterhalt verdienen?

Man kann im Journalismus nicht immer nur über niedrige Bezahlung klagen. Ich meine, man sollte sich auch einmal fragen, warum Verlage angeblichen Journalisten immer weniger bezahlen...

Geändert von Iris68 (27.04.2011 um 14:19 Uhr).
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