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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 30.12.2012, 00:02   #1
StigPfau
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Standard Journalismus als zusätzliche Ausbildung

Hallo,

eine Ausbildung habe ich bereits (Dipl. Betriebswirt (FH) / Wirtschaftsinformatik) und auch einige Jahre Erfahrung im Projektmanagement und in der Kommunikation (PR).

Ich spiele jedoch mit dem Gedanken Journalismus als "Zusatzausbildung" zu belegen - eventuell über eine Fernuni wie die FJS - auch um meine Branche zu verlagern.

Macht das Sinn? Ich frage auch "technischer" Sicht: Anerkennung, Anerkennung im Ausland, Fertigkeiten, ...
Für mich persönlich macht es auf jeden Fall Sinn.
Ein Volo kommt nur bedingt in Frage - schon des Geldes wegen.

Bekomme ich eine Meinung? Einen Rat?

Gruß

Stig
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Alt 04.01.2013, 14:05   #2
Miriam86
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Ist ja die Frage, was du vorhast damit.
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Alt 04.01.2013, 20:45   #3
StigPfau
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... weil ich mich in die Richtung Medien/Redaktion verändern möchte.
Vielleicht geht das ja auch so.

In anderen Ländern makelt man heute Immobilien und morgen schreibt man eine Kolumne - alles machbar.
In Deutschland lernt man Bäcker, lebt als Bäcker und stirbt als Bäcker. das muss ja nicht sein. Es gibt Menschen die haben viele Interessen und Fähigkeiten, die auch ausgelebt werden wollen.
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Alt 05.01.2013, 13:31   #4
Miriam86
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Grundsätzlich schadet es sicher nicht, sich weiterzubilden. Dann wäre die nächste Frage, wohin du möchtest. Print kannst du im Moment vergessen, da haben mal eben im November/Dezember hunderte ihren Job verloren. Online ginge natürlich, aber da wirst du schätzungsweise zu deinem jetzigen Gehalt nichts kriegen. Bleiben Fernsehen und Radio, da arbeiten viele als freiberufliche Journalistin. Dementsprechend solltest du auch deine Kurse im Studium wählen.
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Alt 05.01.2013, 17:40   #5
StigPfau
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Print, Online, TV, ...
Richtig, die Printmedien durchleben eine sehr schwierige Zeit. Aus meiner Perspektive ist die (noch) vorherrschende Trennung der einzelnen Kanäle auch die Ursache für die Probleme. Aber das ist ein anderes Thema.

Verdienen Journalisten so wenig - das kann ich mir kaum vorstellen.
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Alt 06.01.2013, 14:15   #6
Miriam86
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Du musst dich nur mal umschauen, inzwischen werden selbst Printstellen für teils unter 2500 Euro brutto angeboten (bei 40h und 24 Tagen Urlaub und keinem Zuschuss für WE-Dienste). Online ist das die Regel. Mir fällt online nur die FAZ ein, die nach Tarif zahlt...
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Alt 11.01.2013, 14:32   #7
Shalyn
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Naja So bitter ist es dann doch nicht. Bei djv.de gibt es eine Liste der Tarifflüchtlinge. Viele Redaktionen zahlen Tarifgehalt, das sind im ersten Jahr rund 3000 brutto. Volontäre bekommen meines Wissens nach jetzt gut 1800 brutto, im zweiten knapp 2100.
Und als freier Journalist kann man verhandeln.

Nur sehe ich keinen Sinn in einer Ausbildung. Erst einmal zwei bis drei Jahre als Freier arbeiten. Am besten in einer Redaktion, die ihre Leute auch schult: eine engagierte Lokalredaktion. Das hat mit Prestige nichts zu tun - es ist einfach noch nie (nie!) ein guter Journalist vom Himmel gefallen.

Dann FJS neben dem Job halte ich für eine gute Wahl.

Lieben Gruß
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Alt 11.01.2013, 14:43   #8
StigPfau
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Hallo Shalyn,

danke für die hilfreiche Antwort.

Ich hatte inzwischen einige spannende Unterhaltungen mit Redakteuren und Chefredakteuren (muss einigen ganz schön auf die Nerven gegangen sein ).

Das Ergebnis war im Grunde: Schreiben (journalistisch) und die theoretischen Rahmenbedingungen kann man sich auch aus Büchern aneignen. Das wichtige ist das Schreiben - und das lernt sich am besten durch Übung und konstruktive Kritik. Was auch sehr gut in meinen Plan passt.

Viele Grüße

Stig
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Alt 11.01.2013, 15:39   #9
Shalyn
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Standard AW: Journalismus als zusätzliche Ausbildung

Das klingt gut.
Tut mir leid, dass ich es dir so hart sagen muss: Es stimmt nicht.

Du brauchst Lehrer. Kritik. Menschen, die Zeit investieren in dich und das, was du ablieferst. Das kann ein Buch nicht leisten.
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Alt 11.01.2013, 17:55   #10
Miriam86
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Ich gebe Shalyn im zweiten Post absolut recht: Du brauchst auf jeden Fall menschliche Kritiker, klar lernst du nur durch Übung, aber nur aus einem Buch lernt man nicht.

Aber zum anderen Statement: Klar gibt es Zeitungen, die Tarif zahlen - aber nur an Redakteure, die schon da sind. Diese Tarifzeitungen haben nahezu alle diese schönen süßen kleinen Tochter- oder Fremdfirmen, Leiharbeits- und Zeitarbeitsfirmen. Und da verdient man dann die von mir angesprochenen Summen und nicht die Tarifsumme. Neuanstellungen sind fast ausschließlich über diese Firmen. Kann man auf den Seiten von DJV und DJU auch genug zu lesen, wird ja oft genug angeprangert. Schön im Tarif bleiben, damit man das Siegel hat, aber hintenrum solche Kinkerlitzchen treiben.

Vor drei, vier Jahren hat Haller eine Studie herausgebracht, dass auf 600 fertige Volos und Absolventen von Journalistenschulen eine Festanstellung kommt. Seit dem wurde es schlechter, nicht besser: Schaut euch im Printsektor um, allein seit November: Aus für Financial Times Deutschland, rund 100 Journalisten. dapd hat nach der Insolvenz 100 Leute entlassen. Berliner Zeitung entlässt rund 20 Leute. Bei der FR sind schon etliche Leute über Sozialabbau gegangen in den letzten Jahren, bei ner Insolvenz sind es weitere 120 Journalisten (und selbst wenn es einen Investor gibt, werden wohl einige gehen müssen). Hamburger Abendblatt verliert seinen Mantel (und damit Stellen). Wiesbadener Tageblatt, Wiesbadener Kurier und Mainzer Allgemeine werden zusammengelegt (damit fallen Stellen weg). Prinz gibt es nur noch online, die Printausgaben fallen weg. Und ich habe ganz sicher noch einige vergessen...

Ein freier Journalist verdient in Deutschland im Schnitt brutto 2500 Euro, habe ich mal an der Akademie für Publizistik gelernt.

Mal als Anschauungsbeispiel: Nach meinem Volo 2011 habe ich rund zwei Wochen nach Stellen geschaut, eine ausgeschrieben, habe mich zweimal beworben (einmal initiativ) und hatte die Auswahl zwischen drei Stellen (eine davon immer am Tarifvertrag orientiert, eine 2300 Euro brutto und eine 2500 Euro brutto). Bei meinem Jobwechsel vor einem Jahr habe ich mich vier Wochen intensiver umgeschaut, es gab drei Stellenausschreibungen, hab einige Initiativbewerbungen geschrieben und ich konnte wieder zwischen drei Stellen wählen (eine Tarif, zwei tariforientiert). Nun schaue ich seit acht Wochen. Eine einzige Anzeige im Print-Bereich. Für 2400 Euro.
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Alt 12.01.2013, 16:11   #11
Miriam86
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Gestern: Bauer entlässt 15 Leute und stellt einen Titel ein.
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Alt 12.01.2013, 18:31   #12
Kunigundes spitze Feder
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Miriam, ich finde es sehr gut, dass du so offen darüber sprichst. Über Geld wird ja normalerweise nicht gesprochen bzw. nur hinter vorgehaltener Hand.

Ich schließe mich da vollkommen an und kann nur davor warnen, den Journalistenberuf gerade in diesen stürmischen Zeiten zu idealisieren.

Wer sich für eine Redakteursausbildung interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er damit weder auf finanzielle Sicherheit noch auf entspannte Arbeitsverhältnisse hinarbeitet.

Es gibt so viele hervorragend ausgebildete Leute, die jetzt auf den Markt strömen- ihr müsst es also wirklich wollen, gut mit Unwägbarkeiten umgehen können und bereit sein, in vielen Bereichen zurückzustecken.

Viele "Newbies" überschätzen den Glamour und unterschätzen den harten Weg zum sicheren Posten. Der ist meistens nicht mal so nebenbei gemacht.
Feedback von gestandenen Redakteuren ist aus meiner Sicht unerlässlich, das lernt man nicht im stillen Kämmerlein.
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Alt 12.01.2013, 18:42   #13
Miriam86
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Genau um diese Idealisierung geht es mir. Es ist schon viele Jahre sehr schwierig im Printsektor. Nicht umsonst wechselt schon im ersten Jahr nach Studium/Volo die Hälfte der Journalisten in einen anderen Bereich, meist PR. Aber im Moment sind es fast katastrophale Zustände.

Der Job ist toll, daran gibt es keine Frage. Aber es ist eben nicht mehr nur: Ihr werdet nicht mehr das verdienen, was die alten Redakteure haben, sondern ihr werdet trotz Studium schlechter bezahlt als so mancher Realschüler mit Ausbildung. Und das kann hart werden, zum einen was die Miete in so mancher Stadt angeht und vor allem, wenn man auch noch Studiumsdarlehen/Bafög whatever zurückzahlen muss.

Ich kenne keinen Print-Journalisten derzeit, der sich nicht wünscht, zumindest etwas in der Hinterhand zu haben (sprich: fachspezifisches Studium o.ä.), um im Notfall schnell wechseln zu können.

StigPfau, kannst du nicht neben deinem Job als Freie anfangen und hin und wieder was für die Lokalzeitung beisteuern? Ist wahrscheinlich schwieriger als PR-Frau, aber probieren kannst du es ja mal (muss vorher vom Arbeitgeber genehmigt werden). Dann kriegst du da ein wenig nen Einblick, etwas Schreiberfahrung und Feedback.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2013, 18:49   #14
Kunigundes spitze Feder
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@ Miriam: Ja, das höre ich auch von vielen (ehemaligen) Kollegen. Es ist kein Zuckerschlecken. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass man irgendwann vielleicht gerne Kinder in die Welt setzen will/ nicht mehr nur für sich selbst aufkommen muss. Wäre PR auch was für dich oder schließt du das aus? Es ist ja auch eine Gesinnungssache- Auftragskommunikation etc. Einem Vollblutjournalisten bereitet wahrscheinlich schon die bloße Vorstellung Bauchweh.

Allein die Tatsache, dass viele mit dem Gedanken spielen zeigt eindrucksvoll, wie prekär die Lage ist.

Ohne hier den Miesmacher geben zu wollen: Überlegt es euch gut!
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Alt 12.01.2013, 18:53   #15
Miriam86
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Ich habe ehrlich gesagt keinen Plan B. PR will ich aus den von dir genannten Gründen nur in ganz kleinen Segmenten (z.B. Soziale Einrichtungen), aber da wird auch eher mäßig bezahlt. Noch hab ich ein wenig Zeit zu überlegen, was ne Alternative wäre. Aber wenn das mit der FR nicht weitergehen sollte, wirds wohl mein Abschied vom Journalismus. Auch wenn das Herz blutet. Und da ich 13 Jahre beruflich nichts anderes gemacht habe, muss ich mich einfach mal umsehen. Irgnedwo wirds schon irgendwie für mich weitergehen.
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