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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 16.02.2013, 21:45   #1
schreibtante
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Standard Aufbaustudium Journalismus

Hallo zusammen,

ich hoffe, dass ich hier ein paar Tipps und Ratschläge für mein Vorhaben bekommen kann:

Ich (w) bin 38 Jahre alt und habe ein abgeschlossenes Studium (damals noch Diplom) der Politik- und Sozialwissenschaften an der FU Berlin (Otto-Suhr-Institut). Meinen Schwerpunkt hatte ich bereits während des Studiums auf die Medien gelegt und auch die Themen meiner schriftlichen und mündlichen Diplom-Prüfungen waren beide aus dem Bereich der TV-Medien. Dies ist jetzt 10 Jahre her, anschließend habe ich ein 3-monatiges Praktikum im Hauptstadtstudio eines großen Privatsenders absolviert und bin kurz darauf schwanger geworden. Mein Wunsch war es schon von kleinauf, Journalistin zu werden (deshalb auch das Studium, die Schwerpunkte und das TV-Praktikum), doch die letzten 20 Jahre habe ich in einem völlig anderen Beruf gearbeitet (lange Geschichte). Heute, 10 Jahre, 2 Kinder und etliche Schreibproben später, möchte ich meinen Traum erfüllen und einen Quereinstieg als freie Journalistin wagen... Nun meine Frage:

Haltet Ihr es für sinnvoll, vorher ein Aufbaustudium zu absolvieren? Bei meiner Internet-Recherche bin ich immer wieder bei der freien Journalistenschule Berlin gelandet, die mir auf den ersten Blick als seriös erscheint. Der Standort Berlin wäre für mich wichtig wegen der Kinder, ebenso die freie Zeiteinteilung, allerdings kann ich nicht einschätzen, wie viel so ein Fernstudium letztendlich bringt und ob es bei einer späteren Bewerbung anerkannt wird. Könnt Ihr mir was zu dieser Einrichtung sagen bzw. andere nennen, die seriös und anerkannt sind bzw. einen guten Ruf in der Branche genießen? Es geht mir ausschließlich um ein Aufbaustudium für Interessierte wie mich mit abgeschl. Hochschulstudium.

Ich freue mich auf Eure Antworten und bedanke mich schon jetzt für Eure Hilfe!

Herzliche Grüße, Jasmin
schreibtante ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2013, 13:34   #2
Miriam86
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Standard AW: Aufbaustudium Journalismus

Hey.
Meine erste Frage wäre: Seid ihr auf dein Einkommen angewiesen? Wenn ja, würd ich das mit dem Quereinstieg lieber vertagen, bis das nicht mehr so ist.
Ansonsten würde ich dir auch nicht unbedingt zu dem Studium raten (schadet nicht, aber ich glaube, es bringt dir auch nicht sooo viel). Du bist mit deinem ersten Studium diesbezüglich gut qualifiziert. Was dir fehlt, ist die Praxis. Mein Tipp: Versuche bei einer Lokalzeitung erste Aufträge zu ergattern und darüber Textproben zu sammeln und Praxis-Feedback zu bekommen, das sollte gerade im Lokalen gut möglich sein, die sind fast immer auf der Suche nach guten freien Mitarbeitern. Dabei siehst du, woran du konkret arbeiten musst und ob du die Voraussetzungen erfüllst, als Freie dauerhaft zu arbeiten. Wenn das soweit stimmt, kannst du den nächsten Schritt in die Richtung machen, die du anstrebst!
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2013, 19:19   #3
mathias_bln
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Standard AW: Aufbaustudium Journalismus

Hallo Jasmin,

zur Freien Journalistenschule (www.freie-journalistenschule.de) findest Du hier im Forum auch einen intensiven Austausch:

http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=27573

Gruß
Mathias
mathias_bln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2013, 14:09   #4
schreibtante
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Standard AW: Aufbaustudium Journalismus

Hallo Miriam und Mathias,

vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten!

ich habe mir in den letzten Tagen mal den Thread über die FSJ durchgelesen und bin - trotz kritischer Stimmen - immer noch von dem Konzept angetan. Volo und/oder Praktikum kommt für mich aufgrund meiner derzeitigen familiären Situation nicht in Frage, weil meine Kinder noch klein sind und mich brauchen. Mein Mann ist Hauptverdiener bei uns und damit wäre auch die Frage von Miriam beantwortet: Nein, wir sind nicht von meinem Einkommen abhängig, da mein Mann GsD genug für uns alle verdient. Es wäre natürlich trotzdem schön, wenn ich mit dem einen oder anderen Artikel, der veröffentlich werden würde, auch schon ein wenig zum Haushaltseinkommen beitragen könnte in der nächsten Zeit. Mir ist bewusst, dass man da nicht gleich voll einsteigt, und das möchte ich auch gar nicht. Im Hauptstadtstudio wurde mir damals auch ganz klar gesagt, dass selbst die Freien Mitarbeiter dort den ganzen Tag vor Ort sind und verfügbar sein müssen, was mit den Kindern im Moment für mich einfach nicht machbar wäre. Deshalb auch meine Orientierung hin zu den Printmedien, auch wenn mich das Medium TV nach wie vor sehr reizt.

Ich habe mir auch nochmal Gedanken darüber gemacht, warum mich die FJS reizt, und bin dabei zu folgendem Ergebnis gekommen:

1. Fokussierung der Schule auf Journalismus und PR
2. Aufbaustudium nach abgeschl. Hochschulstudium
3. Die Möglichkeit für mich, nach 10 Jahren wieder in die Thematik einzusteigen
4. Fernstudium mit relativ freier Zeiteinteilung (zu einzelnen Colloques kann ich hier in Berlin natürlich trotzdem gehen, das wäre kein Problem)
5. Fundierte Vermittlung von Theorie und Feedback von Profis für eigene praktische Arbeiten
6. Auswahlmöglichkeit mehrerer Module
7. Nach Abschluss Nachweis einer theoretischen Ausbildung mit Praxisanteil
8. Möglichkeit neuer Kontakte, die später wichtig sein könnten, wenn man ins Berufsleben einsteigen möchte

...bezüglich des letzten Punktes wäre für mich interessant zu wissen, ob man da wirklich wertvolle Kontakte knüpfen kann, mit denen man dann idealerweise nach Abschluss des Studiums weiterarbeiten kann. Wer kann mir dazu was sagen?

@ Miriam: Die Idee mit der Lokalzeitung ist gut, aber auch hier habe ich doch das Problem, dass ich zunächst ganztags vor Ort sein muss, oder nicht? Und dann frage ich mich, was in der Hauptstadt überhaupt als Lokalzeitung bezeichnet werden kann: Axel-Springer (BZ, Morgenpost)? Berliner Verlag (Berliner Kurier, Berliner Zeitung)? Oder meinst du eher die kleinen Wochenblätter, die umsonst in den Briefkästen der Berliner Haushalte landen?

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe!

LG, Jasmin
schreibtante ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2013, 17:18   #5
Martschi
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Renommee-Modifikator: 11 Martschi wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Aufbaustudium Journalismus

Hallo schreibtante,

um Erfahrungen zu sammeln, ist es erstmal egal, wo du schreibst. Wochenblatt oder Morgenpost (was ziemlich schwierig werden dürfte) ist erstmal nicht relevant. Wichtig ist, dass du den Einstieg schaffst und so Praxis nachweisen kannst. Dann klappt es sicher auch mal mit Aufträgen von den "Größeren". Übrigens, als Freie Mitarbeiterin musst du nicht den ganzen Tag vor Ort sein. Zumindest ist das bei mir nicht so. Ich bekomme meine Aufträge per Mail oder Telefon, fahr zum Termin oder tätige einen Anruf, schreibe daheim und schicke es per Mail in die Redaktion.
Ein gewisses Maß an Flexibilität gehört natürlich schon auch dazu.
Martschi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2013, 16:16   #6
Miriam86
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Renommee-Modifikator: 13 Miriam86 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Aufbaustudium Journalismus

Hallo Schreibtante,

Zu dem Thema Studium hab ich dir ja meine Meinung schon gesagt

Zu dem zweiten Teil: Erst einmal ist gut, dass du abgesichert bist und das langsam angehen kannst. Das ist eine Grundvoraussetzung, deshalb hatte ich auch danach gefragt. Es wird wahrscheinlich ne Weile dauern, bis du auf einen ordentlichen Betrag kommst, mit dem du zwei kleine Kinder ernähren kannst.

Zum Thema Zeiteinteilung: Es kommt drauf an, wo du arbeitest und wieviel du arbeitest und vor allem zu welcher Bezahlung. Ich habe in Redaktionen gearbeitet, wo die Freien immer anwesend sein mussten, eigene Schreibtische hatten etc. Viel häufiger ist allerdings, dass Freie Termine/Themenvorschläge bekommen, diese wo auch immer bearbeiten. In meiner jetzigen Redaktion gibt es zwei freie Schreibtische, wo sie arbeiten können, geht aber auch von zuhause aus. Wir haben einen Freien, der viel hier ist und eine, die ich alle paar Monate mal sehe Wenn du aber pauschal pro Tag bezahlt wirst, musst du auch ganz anwesend sein, Termine abtippen, mit redigieren etc., was halt so anfällt. Das heißt für dich käme eher infrage, erst einmal mit Terminen/Themen anzufangen.

Überleg dir am besten ein lokales Thema, über das noch nicht berichtet wurde und stelle dich damit bei verschiedenen Lokalredaktionen vor. Das ist beispielsweise die Lokalredaktion bei der Morgenpost etc. Die haben alle Lokal-, bzw. auch Außenredaktionen. Ich habe das als ziemlich einfach erlebt, auch wenn Martschi da offenbar andere Erfahrungen gemacht hat, aber vielleicht ist das in Berlin auch schwieriger, weil dort so viele Freie auf dem Markt sind.

Ich hab einfach bei der Redaktion angerufen, mich vorgestellt, nach dem Ressortleiter gefragt (vorher Namen raussuchen und mal googeln, damit du weißt, mit welchen Themen du punkten kannst), war dann paar Tage später kurz da, hab Textproben abgegeben und mich vorgestellt, ne Idee mitgebracht und diese dann wieder ein, zwei Tage später umgesetzt.

Die meisten Redaktionen suchen Freie, vor allem im Lokalen, weil immer mehr Redakteursstellen wegfallen und Freie diese Arbeiten übernehmen müssen. Daher auch hin und wieder diese Innendienste wie oben angesprochen, weil einfach das festangestellte Personal irgendwann an die Grenze kommt.

Ich wünsche dir viel Erfolg!
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2013, 17:53   #7
mathias_bln
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Standard AW: Aufbaustudium Journalismus

Hallo Jasmin,

was verbirgt sich hinter GsD? (bei Wikipedia finde ich (Auswahl): Galaktischer Sicherheitsdienst ... German Shepherd Dog ... Gesellschaft für Shiatsu Deutschland ... Graduate School of Design ... (es gab auch mehr ernstgemeinte ... aber auch einige mehr zum Schmunzeln).

Zitat:
8. Möglichkeit neuer Kontakte, die später wichtig sein könnten, wenn man ins Berufsleben einsteigen möchte

...bezüglich des letzten Punktes wäre für mich interessant zu wissen, ob man da wirklich wertvolle Kontakte knüpfen kann, mit denen man dann idealerweise nach Abschluss des Studiums weiterarbeiten kann. Wer kann mir dazu was sagen?
Was ich an der FJS als sehr positiv empfunden habe, ist, dass fast alle Kommilitonen ihr Studium parallel zu einer beruflichen Tätigkeit verfolgt haben. Aus dieser berufsbezogenen Umgebung heraus fiel mir das Kontakte knüpfen viel leichter, als wenn ich mich mit frisch gebackenen Abiturienten austauschen müßte. Nun ist der Austausch an einer Fernschule auf den ersten Blick vermeintlich schwerer. Die FJS stellt hierfür aber verschiedene Foren und Möglichkeiten zur Verfügung: Redaktionsbesuche, Workshops, den Online-Campus und Stammtische (sogar außerhalb von Deutschland). Du hast geschrieben, dass Du Deinen Sitz in Berlin hast. In Berlin findet ungefähr einmal im Monat ein Stammtisch statt. Einzelne Individuelle Lerngruppen treffen sich sogar öfters. Schau auch einmal bei Xing, Linkedin und Facebook, dort findest Du auch Teilnehmer- und Absolventengruppen.

Gruß
Mathias
mathias_bln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2013, 18:14   #8
Miriam86
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Zitat:
Zitat von mathias_bln Beitrag anzeigen
Was ich an der FJS als sehr positiv empfunden habe, ist, dass fast alle Kommilitonen ihr Studium parallel zu einer beruflichen Tätigkeit verfolgt haben. Aus dieser berufsbezogenen Umgebung heraus fiel mir das Kontakte knüpfen viel leichter, als wenn ich mich mit frisch gebackenen Abiturienten austauschen müßte. Nun ist der Austausch an einer Fernschule auf den ersten Blick vermeintlich schwerer. Die FJS stellt hierfür aber verschiedene Foren und Möglichkeiten zur Verfügung: Redaktionsbesuche, Workshops, den Online-Campus und Stammtische (sogar außerhalb von Deutschland). Du hast geschrieben, dass Du Deinen Sitz in Berlin hast. In Berlin findet ungefähr einmal im Monat ein Stammtisch statt. Einzelne Individuelle Lerngruppen treffen sich sogar öfters. Schau auch einmal bei Xing, Linkedin und Facebook, dort findest Du auch Teilnehmer- und Absolventengruppen.

Gruß
Mathias
Ich möchte das keinesfalls schlechtreden oder runter machen, eher ergänzen. Journalisten-Stammtische gibt es in jeder größeren Stadt, mir fallen spontan für Frankfurt drei ein. Diverse Netzwerke organisieren ebenfalls Workshops, Seminare, Redaktionsbesuche, Podiumsdiskussionen. Wer also sonst aktiver ist in der Hinsicht, wird auch so viele Kontakte finden.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
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