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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 11.05.2011, 10:40   #1
Iris3
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Registriert seit: 11.05.2011
Beiträge: 6
Renommee-Modifikator: 0 Iris3 wird positiv eingeschätzt
Standard Gehalt für Volo?

Hallo zusammen,
demnächst, möglichst noch dieses semester, möchte ich (27) mein germanistik-studium beenden (master, nebenfächer psychologie/ komparatistik m. schwerpunkt anglistik). ich habe an einer kleinen uni in österreich studiert (wegen dem guten ruf u. der guten betreuung dort). während des studiums war ich freie, d.h. habe beim in unregelmäßigen abständen erscheinenden unimagazin (mehr print als online, 2 j. lang) und bei einer broschüre für studierende des studienganges gender studies (3 j.) mitgearbeitet. vor studienbeginn habe ich außerdem noch ein kleines praktikum (waren aber nur 2 wochen) bei einer lokalzeitung gemacht. die ferien über habe ich zwecks studienfinanzierung gejobbt, jedoch nicht bei zeitungen (zahlen leider nicht für freie). für die ferien möchte ich mich für ein praktikum bewerben (mind. 2 mon) und danach für ein volo. trotz meiner sehr guten noten gehe ich nicht davon aus, gleich ein volo zu bekommen, da noten im journalismus völlig irrelevant sind . einige profs schlugen mir vor zu promovieren - aber jahrelange berufliche unsicherheit schreckt mich ab und ich werde nur älter dabei. glaubt ihr, ich habe chancen für eine praktikumsbewerbung z.b. für eine frauenzeitschrift?
welches vologehalt wäre danach mit meinen eher bescheidenen voraussetzungen angemessen? soll ich jedes angebot (auch unbezahlt) akzeptieren oder wo liegt die absolute untergrenze (400 eur., 800 eur.)??? was meint ihr? bin einfach sehr verunsichert. bin für jeden konstruktiven beitrag dankbar!
gruß, iris
Iris3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2011, 11:05   #2
osa
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Registriert seit: 02.07.2010
Beiträge: 32
Renommee-Modifikator: 10 osa wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Gehalt für Volo?

Zitat:
Zitat von Iris3 Beitrag anzeigen
Heinige profs schlugen mir vor zu promovieren - aber jahrelange berufliche unsicherheit schreckt mich ab und ich werde nur älter dabei. glaubt ihr, ich habe chancen für eine praktikumsbewerbung z.b. für eine frauenzeitschrift?
welches vologehalt wäre danach mit meinen eher bescheidenen voraussetzungen angemessen? soll ich jedes angebot (auch unbezahlt) akzeptieren oder wo liegt die absolute untergrenze (400 eur., 800 eur.)??? was meint ihr?

Wenns dir um berufliche Sicherheit geht, dann ist der Einstieg in den Journalismus vielleicht nicht das Richtige für dich. an der Henri-Nannen-Schule haben sich in diesem Jahr über 2000 Interessenten beworben, ich glaube 20 werden genommen. An der Deutschen Journalistenschule sieht es nur ein kleines bisschen anders aus. Selbst bei Provinzzeitungen bewerben sich hunderte Absolventen um ein Volontariat, eine Übernahme ist nicht garantiert.

Nimm bitte keine unbezahlten Praktika/Volontariate an. Ein unbezhaltes Praktikum zu machen ist nur dann okay, wenn du für die geschriebenen Artikel ordnungsgemäß vergütet wirst. Bei meinem ersten Praktikum in einer Lokalzeitung habe ich 20 cent pro Zeile bekommen. Ist nicht viel, aber am Ende waren es immerhin monatlich über 400 Euro und damit mehr, als ich im zweiten, vergüteten Praktikum, erhalten habe. Inzwischen bekomme ich mehr.
Der Tariflohn eines Volontärs liegt bei knapp 1800 Euro im ersten Jahr knapp 2000 Euro im zweiten Jahr - berichtigt mich wenn ich falsch liege. Im Forum gibts viele Diskussionen dazu, im Internet ist der Verdienst sehr schnell recherchiert: http://www.djv.de/fileadmin/DJV/Tipp...008_120810.pdf

Wenn du fragst, für wieviel du arbeiten gehen sollst, was deine unterste Grenze ist, dann überleg dir, wie viel Geld du brauchst, um deinen Lebensunterhalt eigenständig zu finanzieren.
osa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2011, 13:18   #3
Miriam86
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 01.04.2010
Beiträge: 352
Renommee-Modifikator: 13 Miriam86 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Gehalt für Volo?

Wenn du Sicherheit brauchst, ist Journalismus vielleicht nicht das Richtige für dich. Denn wahrscheinlich ist da dein komplettes Berufsleben unsicher...

Ich habe den Eindruck, dass du die Auffassung hast, dass du ein Volo bekommst - aber wegen der fehlenden Erfahrung ein nicht so tolles. Das könnte mitunter eine falsche Auffassung sein, denn selbst bei den kleinen und nicht ganz so tollen Voloangeboten gibt es eine Bewerberflut, die mehr als Mitarbeit beim Studentenmagazin bieten können. Du solltest schleunigst noch Erfahrung sammeln, bei einer Lokalzeitung o.ä., sonst sehe ich eher keine Chancen für dich.

Und wenn du schon in diesem Semester fertig werden willst und für Sommer noch kein Praktikum hast, wirst du da wahrscheinlich auch kaum was Gutes finden. Frauenzeitschriften wohl auch nicht die Großen wie Gala, bunte und Brigitte, die haben v.a. in Semesterferien eine deutlich längere Vorlaufzeit als zweieinhalb Monate...

Deshalb sehe ich ehrlich gesagt, eher schwarz, was das Volo angeht (die meisten Bewerber müssen ein Jahr überbrücken und ich kann mir nicht so wirklich vorstellen, wie das bei dir anders laufen sollte, denn ich hab bei dir noch nichts gelesen, was mich aufhorchen ließ - also irgendwas besonderes...). Kümmer dich drum, möglichst zügig ein gutes Praktikum zu bekommen, damit verbesserst du deine Chancen. Vielleicht kannst du im Anschluss daran für das Medium auch frei arbeiten, bis du ein Volo hast...

Und was das Gehalt angeht: Das Volo-Gehalt misst sich nicht an deiner Erfahrung. Wenn das Medium der Ansicht ist, dass du nicht genug Erfahrung hast, kriegst du das Volo gar nicht. Wie osa schon sagte, liegt der Zeitungstarif bei 1800 Euro brutto im ersten und bei 2000 Euro brutto im zweiten Jahr. Soooo viele Zeitungen zahlen das nicht mehr, deutlich drunter würde ich aber nicht gehen.

Geändert von Miriam86 (11.05.2011 um 13:20 Uhr).
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2011, 19:44   #4
Iris3
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Standard AW: Gehalt für Volo?

hallo ihr,
danke erst mal für die antworten. dass es schwer ist, ein volo und erst recht einen festen job zu bekommen, ist mir klar. aber es ist denke ich immer noch leichter, irgendwann als journalistin zu arbeiten als darauf zu hoffen, professorin zu werden - für ersteres gibts einfach mehr stellen. viele privatdozenten merken mit 40, dass sie doch keine professorenstelle bekommen und sind dann zu alt, umzusatteln. davor möchte ich mich schützen. es ist mir auch klar, dass ich wahrscheinlich noch ein praktikum machen muss. lerneffekt wahrscheinlich ziemlich gering, aber na ja. auch eine bezahlung ist da eher unwahrscheinlich. bisher habe ich feststellen müssen, dass ich lustigerweise gerade beim magazin der genderstudis-leute am meisten gelernt habe...und nicht bei der zeitung, wie man vielleicht meinen möchte (und das lag nicht an der kürze des zeitungspraktikums, sondern an der betreuung bzw. der nichtbetreuung darin). denn die leute an der uni haben z.b. auch kontakte mit leuten vom örtlichen freien radio usw. - auch ein radiobeitrag war so ab und an möglich. das andere magazin habe ich mittlerweile verlassen - nachdem ich zwei jahre lang immer wieder hingehalten wurde und doch überhaupt nichts für meine arbeit bekommen habe. beworben habe ich mich bereits wg. praktikum, von zwei stellen weiß ich, dass sie immerhin an mir interessiert sind, einen konkreten vorstellungstermin habe ich aber noch nicht, erfahre ich diese woche.
lg u. gruß, iris
Iris3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2011, 20:07   #5
christine
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Standard AW: Gehalt für Volo?

Im Journalismus sind die Arbeitsverhältnisse mittlerweile ähnlich prekär wie an der Uni, täusch Dich da nicht. Es klingt bei Dir auch so, als gäbe es außer Hochschulkarriere und Journalismus keinerlei Alternative, was man beruflich machen kann.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2011, 20:21   #6
Iris3
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Reden AW: Gehalt für Volo?

dass es prekär sein wird die ersten jahre, überrascht mich nicht, damit habe ich gerechnet. aber prekär ist immer noch besser als völlig aussichtslos. als frau in der wissenschaft ist es schwierig, leider habe ich den eindruck gewonnen, dass hier sehr diskriminiert wird und man- wenn man pech hat nicht in der lage ist sich selbst - von einer familie ganz zu schweigen - zu ernähren. alles was ich möchte, ist irgendwann mal eine feste stelle haben, meine karriereansprüche sind somit erst mal eher bescheiden. allerdings kann man mit meiner fächerkombination auch sonst nicht viel machen...zumindest fällt mit nicht mehr ein, wofür ich mich wirklich für geeignet halte. am anfang habe ich psychologie zwar noch parallel (d.h. nicht nur als nebenfach der germanistik) studiert. trotz gleich intensivem lernaufwand wie an der germanistik waren die noten, die ich da bekommen habe, nicht so, wie sie denke ich hätten sein sollen. das hat mich demotiviert und ich habe es gelassen bzw. nur als nebenfach rechnen lassen. ich möchte nicht ewig studieren, und um etwas neues anzufangen, bin ich wohl zu alt.
klar kann man als germanist/in auch zu einer werbeagentur, aber das ist wohl kaum der bereich, in dem ich gut sein könnte...etwas zu verkaufen fällt mir schwer (mich selbst gut zu verkaufen leider mit eingeschlossen) und damit wäre ich wohl auch nicht zufrieden. ähnliches gilt für eine tätigkeit im kulturmanagment. im ernst, ich glaube, bei einer zeitung wär ich nun mal am besten aufgehoben . wenn hier jemand meint, einen guten vorschlag zu haben, bin ich natürlich trotzdem dafür offen - schaden kann es ja nichts, sich mal anzuhören, was andere meinen.
Iris3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2011, 20:42   #7
punky
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Standard AW: Gehalt für Volo?

Eine feste Stelle IST eine "Karriere" im Journalismus. Also ich jedenfalls keinen U-30er, der eine hat. 3-Jahresvertrag ist das höchste in meinem Bekanntenkreis. Die meisten haben nur einen Jahresvertrag.
Lehrer wäre eine einigermaßen sichere Alternative, aber ich glaube selbst da sind Deutschlehrer nicht so gefragt wie andere.
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Alt 12.05.2011, 23:08   #8
christine
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Standard AW: Gehalt für Volo?

Germanisten haben aber schon noch mehr berufliche Möglichkeiten als in der Wissenschaft, Werbung, im Journalismus oder im Kulturmanagement. Vielleicht solltest Du Dich doch nochmals genauer erkundigen. Nimm's mir bitte nicht übel, Iris, aber ich habe den Eindruck, Du hast noch recht blauäugige Vorstellungen von der Medienbranche.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 09:55   #9
Iris3
Benutzer
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Standard AW: Gehalt für Volo?

danke für die antworten.
lehramt habe ich bewusst nicht studiert, mein vater ist lehrer und genau das wollte ich nie werden (konntet ihr natürlich nicht wissen, aber jetzt versteht ihrs vielleicht). abgesehen davon, dass junglehrer zu den großen ferien grundsätzlich gekündigt werden - ein knochenjob - und zwar weniger im körperlichen, sondern im psychischen sinn - gibt wenige, die das bis zum rentenalter durchhalten. während meiner schulzeit habe ich viel nachhilfe gegeben, auch später im studium, oft auch migrantenkindern. das waren manchmal so 4-5 in einer gruppe...also das ging ja noch...aber wenn ich mir den lärmpegel von 30 vorstelle - ahhh.
mir schon klar, dass es noch mehr möglichkeiten gibt (verlag so man denn will, archiv, um jetzt nur zwei beispiele zu nennen). leider passt das auch nicht so recht...aber z.b. was den verlag angeht, war mir nach dem praxisfach "einführung in die verlagsarbeit" mit dem lektor eines bekannten verlages klar - nein, will ich nicht, obwohl dieser mensch dann auch praktika angeboten hat. ich meinte mit "vorschläge" nicht das, was man offiziell bei der arbeitsagentur als mögliche berufsfelder nachlesen kann (das hätte ich vielleicht auch sagen sollen, zugegeben), sondern eher in die richtung "ganz schräge quereinstiege und wie man dort hinkommt". so, ich hoffe, das war jetzt verständlich.
Iris3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 10:37   #10
christine
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Registriert seit: 05.07.2004
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Standard AW: Gehalt für Volo?

Ich kann gut verstehen, dass Du nicht Lehrerin werden willst - zumal das mit einem Magisterabschluss auch nicht so ohne weiteres geht. Ist zwar nicht unmöglich, einige deutsche Bundesländer bieten das zumindest in Mangelfächern an, aber man muss dafür schon noch ein paar Seminare usw. absolvieren. Und Du hast vollkommen recht mit dem Hinweis darauf, dass die angestellten Lehrer oft nur befristete Verträge bekommen, die pünktlich zu den Sommerferien enden. Die Vorstellung, dass man im Journalismus heutzutage noch feste Redakteursstellen bekommt, auf denen man dann bis zur Rente ausharren kann, solltest Du Dir aber auch abschminken. Es werden seit Jahren in den Redaktionen Stellen abgebaut, und auch die Arbeitsverdichtung nimmt ständig zu.

Um zu herauszufinden, wie Du als Quereinsteiger irgendwo reinrutschen könntest, müsstest Du erst einmal für Dich herausfinden, was Dich - außer Journalismus - denn überhaupt interessiert oder interessieren könnte.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
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