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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 26.06.2012, 18:00   #1
Leni Cole
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 26.06.2012
Beiträge: 2
Renommee-Modifikator: 0 Leni Cole wird positiv eingeschätzt
Frage Meine Ausbildungssituation: Ich bitte um eure Einschätzung

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich denke, ich habe hier den richtigen Ort gefunden, um eine realistische und ehrliche Einschätzung zu meiner Ausbildungssituation auf dem Weg zur Journalistin zu erhalten.

Ich habe leider erst etwas später meine Leidenschaft für den Journalismus entdeckt als einige andere. Viele beginnen schon in der Schule mit der freien Mitarbeiter bei einer Lokalredaktion. Ich habe erst nach meiner Ausbildung und mit dem Beginn meines Studiums als freie Mitarbeiterin in einer Lokalredaktion begonnen. Ich bekam diese Möglichkeit ohne ein vorheriges Redaktionspraktikum zu absolvieren und übte die freie Mitarbeit während meines gesamten Bachelorstudiums aus. Dort habe ich auch gemerkt, wie sehr mir die Arbeit Spaß macht. In den Semesterferien habe ich dann ein Praktikum bei einer kleinen TV-Produktionsfirma absolviert. Ich habe mich aber weiter in verschiedenen Richtungen ausprobiert und mich in der Kommunikationsabteilung eines großen Unternehmens als Praktikantin beworben. Mein gesamtes letztes Semester verbringe ich also nun dort in der internen Kommunikation. Schlecht ist dieses Praktikum in keinem Fall, da ich dort vor allem auch gelernt habe Videobeiträge zu erstellen. Trotzdem hätte ich die Zeit im nachhinein lieber für "richtige" journalistische Praktika genutzt. Jetzt stehe ich kurz vor meinem Abschluss und beende mein Praktikum im Sommer. Ergebnis: Ich habe zu wenig journalistische Erfahrung für ein Volontariat.

Studiert habe ich Literatur und Kommunikation. Die Frage ist nun, wie ich am besten weiter mache. Es gibt die Möglichkeit einen Master in Medienwissenschaft drauf zu setzen und nebenbei beim Campusradio zu arbeiten, weiterhin als freie Mitarbeiterin zu arbeiten und in den Semesterferien einschlägige Praktika bei Tageszeitungen, Radio etc. zu machen. Die andere Möglichkeit wäre es, mir ein halbes Jahr oder Jahr Zeit zu nehmen und so viele Praktika wie möglich hintereinander zu machen und mich dann auf ein Volontariat zu bewerben. Die dritte Möglichkeit wäre ein zweiter Bachelorstudiengang, da ich zu alledem finde, dass mir trotz meines Studiums noch konkretes Fachwissen fehlt. Mediziner, Naturwissenschaftler etc. werden ja auch mit entsprechender journalistischer Kenntnis gerne genommen. Vorstellen könnte ich mir Lateinamerikastudien. Nebenher dann auch wieder möglichst viel journalistische Praxis.

Ich bin jetzt 25 Jahre alt, was mir auch "Sorgen" bereitet, da ich Angst habe, dass mir die Zeit davon läuft. Es gibt ja nun wirklich viele interessierte junge Leute, die in meinem Alter schon viel mehr Erfahrung haben. Ich habe es halt leider, wie gesagt, später erkannt. Die Liebe zum Journalismus ist aber trotzdem die selbe.

Was sagt ihr zu meiner Situation? Würde mich sehr freuen, eure persönliche Einschätzung zu hören.

Vielen Dank,
Leni
Leni Cole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2012, 00:03   #2
Jeanne Ann
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 04.05.2012
Beiträge: 45
Renommee-Modifikator: 8 Jeanne Ann wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Meine Ausbildungssituation: Ich bitte um eure Einschätzung

Hallo Leni,

was ich auf jeden Fall NICHT machen würde, ist dein 1. Vorschlag mit der Medienwissenschaft. Es heißt ja, dass nicht unbedingt dazu geraten wird Medienstudiengänge zu studieren, sondern stattdessen etwas, womit du dir Fachwissen aneignen kannst. Zumal du ja auch schon "etwas mit Kommunikation" studiert hast.

Dein zweiter Vorschlag, was studieren + Praktikum, wäre nicht schlecht, allerdings würde ich an deiner Stelle wirklich etwas studieren, was dich von den anderen abhebt, also Naturwissenschaften, Medizin oder Wirtschaft und nicht etwa Germanistik...Lateinamerikastudien ist wohl auch relativ speziell, aber dann muss dir auch klar sein, dass dir das auch nur was bringt, wenn du bei Medien arbeitest, die so thematisch unterwegs sind. Damit grenzt du natürlich wieder deine Möglichkeiten ein. Praktika parallel zu machen, halte ich auch für sehr wichtig. Allerdings hast du nicht ganz unrecht, dass du vielleicht einbisschen spät dran bist mit 25...bis du zuende studiert hast etc. bist du mind. 28. Soweit ich weiss, gibt es häufig inoffizielle Grenzen von 29 Jahren für Volos...

Vielleicht wäre es daher wirklich am Besten, wenn du das Studieren lässt (hast ja auch schon ein abgeschlossenes Studium) und dich stattdessen auf Praktika konzentrierst. Allerdings sehe ich da auch ein Problem...Je nachdem, wo du ein Praktikum machen willst, musst du dich lange im Voraus bewerben...teilweise sogar ein Jahr. So wie du das schreibst, dass du nach deinem Studium ein halbes Jahr oder ein Jahr nach deinem Studium Praktika machen willst, das ist vielleicht so kurzfristig nicht mehr wirklich machbar...

Ich denke, es hängt auch stark davon ob, wo du hinwillst. Bei kleineren Zeitungen, privaten Radiosendern etc. kann man schneller ein Praktikum finden, als bei den Öffentlich-Rechtlichen. Auch ein Volo ist da leichter zu bekommen, glaube ich. Und ich meine, dass es da auch nicht diese Altersgrenzen gibt.

Soviel zu meiner Meinung

LG
Jeanne
Jeanne Ann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2012, 22:27   #3
Miriam86
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Registriert seit: 01.04.2010
Beiträge: 352
Renommee-Modifikator: 13 Miriam86 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Meine Ausbildungssituation: Ich bitte um eure Einschätzung

Wie kommst du denn darauf, dass du für ein Volo zu wenig Erfahrung hast? Das würde ich so ad hoc nicht sagen, gibt viele Volontäre, die weniger Erfahrung haben als du. Drei Jahre freie Mitarbeit ist einiges, wenn man das hat, braucht man nicht noch 20 Praktika in mittelmäßigen Redaktionen... Hast du 50 Bewerbungen losgeschickt und nur Absagen bekommen? Oder hast du Angst vor Absagen und hast dich daher gar nicht erst beworben?

Mit 25 bist du keineswegs zu alt, das ist totaler Unsinn. Wenn du noch nen Master machst, bist du 27. Es gibt auch keine Altersgrenzen fürs Volo, das mag in der einen Redaktion so sein, aber es ist nicht die Regel. Also lass dich da nicht unter Druck setzen.

Ich würde mich erstmal fürs Volo bewerben an deiner Stelle und parallel kannst du dich für nen Master einschreiben. Wenn es mit dem Volo klappt, sagst du den Platz ab, ansonsten machst du den Master (außer, du willst ihn unbedingt machen, dann solltest du das auch tun.) Es ist auch keineswegs so, dass Lateinamerikastudien dich thematisch festnageln. Jeder Bewerber sollte was "besonderes" mitbringen, um aufzufallen - und das ist doch schonmal nicht sehr typisch Kann also gut sein, dass das dein Merkmal wird bei Bewerbungen. In meiner Volo-Redaktion (große Regionalzeitung) war einer Volontär (jetzt Lokalredakteur), der Forstwissenschaften studiert hat und bei Volobeginn 31 war. Also mach dir mal keinen Stress.

Was mir auffällt an deinem Text: Wo willst du denn arbeiten? Zeitung, Fernsehen, Radio? Wenn du dich für den Master entscheidest, dann mach dort Praktika, wo du später volontieren willst. Wenn du also gern zur Zeitung willst, schlag dich nicht mit Radio-Praktika rum und umgekehrt.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2012, 00:59   #4
Leni Cole
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Registriert seit: 26.06.2012
Beiträge: 2
Renommee-Modifikator: 0 Leni Cole wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Meine Ausbildungssituation: Ich bitte um eure Einschätzung

Hallo Jeanne, Hallo Miriam,

vielen Dank für eure Antworten

Am liebsten würde ich das Volo bei den Öffentlich-Rechtlichen machen...oder es zumindest versuchen Und du hast Recht, Miriam, beworben habe ich mich bisher noch nicht, weil ich einfach denke, dass ich mit meinem bisherigen Lebenslauf keine Chance habe. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wird das wahrscheinlich auch schwer, aber wie du schon sagst, ich sollte es auf jeden Fall versuchen. Kann ja trotzdem meine Praktika machen und wenn sich dann etwas ergibt, um so besser

Wie steht ihr denn dazu, dass ich einen zweiten Bachelor mache? Lateinamerikastudien. Ich finde nämlich auch, dass das eher interessant macht als einzugrenzen. Es interessiert mich halt auch wirklich sehr. Politik wär in dem Studium auch noch dabei, was ich nicht verkehrt finde. Ich hätte dann nur nachher auf dem Papier zwei Bachelor stehen...hmmm. Aber solange ich nebenher fleißig meine praktischen Erfahrungen sammle?

Danke euch!
Leni Cole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2012, 10:59   #5
papperlapapp
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Registriert seit: 20.06.2012
Beiträge: 5
Renommee-Modifikator: 0 papperlapapp wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Meine Ausbildungssituation: Ich bitte um eure Einschätzung

Ehrlich, würdest du drei Jahre lang etwas studieren, damit du es hinterher in eine Tabelle eintragen kannst? Ich würde meine Studienentscheidung NIE davon abhängig machen, was ich glaube, was im Lebenslauf gut aussehen könnte. Viel wichtiger ist doch, dass du Dinge machst, die dich begeistern - das zeichnet dich dann auch in deiner Bewerbung aus. Oder (übertrieben gefragt) wie willst du im Bewerbungsgespräch erklären, dass du aufeinmal Physik studierst, wenn du nicht ehrlich dafür brennst?

Ich habe übrigens mit 26 in Bewerbungsgesprächen gehört, dass ich doch noch jung sei. Also mach dir mal keine Sorgen sondern sammle Erfahrungen auf dem Weg, der dich am meisten interessiert und trau dich ruhig auch an die "großen" Unternehmen ran! Am Ende ist es ja doch dein journalistisches Können und eine Portion Glück, die über alles entscheidet.
papperlapapp ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2012, 12:21   #6
Miriam86
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Registriert seit: 01.04.2010
Beiträge: 352
Renommee-Modifikator: 13 Miriam86 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Meine Ausbildungssituation: Ich bitte um eure Einschätzung

Zitat:
Zitat von Leni Cole Beitrag anzeigen
Am liebsten würde ich das Volo bei den Öffentlich-Rechtlichen machen...oder es zumindest versuchen Und du hast Recht, Miriam, beworben habe ich mich bisher noch nicht, weil ich einfach denke, dass ich mit meinem bisherigen Lebenslauf keine Chance habe. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wird das wahrscheinlich auch schwer, aber wie du schon sagst, ich sollte es auf jeden Fall versuchen. Kann ja trotzdem meine Praktika machen und wenn sich dann etwas ergibt, um so besser

Bewirb dich doch erst einmal. Klar, fast alle wollen ihr Volos bei den ÖR (Chance 1:250) machen. Das kann gerne "der Traum" sein. Aber ich halte es für sinnvoll, sich noch andere Volo-Pläne zurechtzulegen, denn das wird bei den ÖR immer sehr sehr schwierig sein. Selbst bei Regionalzeitungen liegt die Chance nur bei 1:100. Das hat nicht nur mit Praktika zu tun (Freie Mitarbeit ist übrigens oft mehr wert, du solltest dich da nicht so kleinreden und selbstbewusst auftreten), sondern auch mit viel Glück, was gerade gesucht wird. Also überlege dir, wo du gern volontieren würdest und bewirb dich auch bei Medien, bei denen es realistischer ist, genommen zu werden. Meine Liste umfasste ca. 40 Redaktionen (Ausbildungsinhalte, Affinität zu dem Medium, Auflage, Image spielen eine Rolle, aber oft kann man natürlich auch erst nach dem Bewerbungsgespräch sagen, ob man dahin passen würde) - bei mir hats zum Glück in meiner Wunschredaktion geklappt. Vor allem aber solltest du dringend ANFANGEN dich zu bewerben. Bei Volos gibt es zwar auch Redaktionen mit drei, vier Monaten Vorlaufzeit, die meisten suchen aber 6-10 Monate eher, einige sogar bis zu 18 Monate eher. Viele stellen auch nur alle 12, 18 oder 24 Monate zu einem bestimmten Zeitpunkt ein. Also ranklotzen und dem Priorität einräumen. Du hast drei Jahre als freie Mitarbeiterin gearbeitet, das ist für viele besser als drei oder vier Praktika bei verschiedenen Lokalzeitungen (wobei mir durchaus einmal passiert ist, dass gezielt nach einem mehr als vierwöchigen Praktikum bei ner Zeitung gefragt wurde, weil man als Freier "die Redaktionsabläufe" ja nicht kennen würde).


Zitat:
Zitat von Leni Cole Beitrag anzeigen
Wie steht ihr denn dazu, dass ich einen zweiten Bachelor mache? Lateinamerikastudien. Ich finde nämlich auch, dass das eher interessant macht als einzugrenzen. Es interessiert mich halt auch wirklich sehr. Politik wär in dem Studium auch noch dabei, was ich nicht verkehrt finde. Ich hätte dann nur nachher auf dem Papier zwei Bachelor stehen...hmmm. Aber solange ich nebenher fleißig meine praktischen Erfahrungen sammle?
Wäre ein Master als Plan B nicht sinnvoller - kannst du auch einen Master in die Richtung Lateinamerikastudien machen? Wenn das nicht geht, spricht erst einmal nichts gegen einen zweiten Bachelor, wenn du es WIRKLICH WILLST. Wenn du es finanzieren kannst, wenn du dir klarmachst, dass du dann gegen viele sehr junge Bewerber konkurrierst etc. Letzteres ist nicht unbedingt ein Nachteil, da es einige Redaktionen gibt, die vom Alter her lieber gemischte Redaktionen haben. Stell es dir übrigens mal nicht so einfach vor, an "rennomierte Praktika-Stellen" zu kommen. Da bewerben sich auch Hunderte für...
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
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