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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 14.11.2007, 20:53   #1
Ursula Mayer
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Standard Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Hallo,

ich habe bald ein Vorstellungsgespräch bei der Saarbrücker Zeitung. Dort hatte ich mich für ein Volontariat beworben. Seit Oktober habe ich allerdings mit dem Aufbaustudiengang Journalismus in Mainz begonnen.

Jetzt bin ich mir natürlich auch nicht sicher:
Studium oder lieber Volo (wenn ich es denn überhaupt kriege)?

Wie denkt ihr darüber?

Beste Grüße ins Web

Ursula
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Alt 14.11.2007, 21:48   #2
jo2401
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Hi,

wenn du das Volo bekommst, nimm es an. So wie ich dich verstanden habe, hast du ja schon ein Studium abgeschlossen. Ein Aufbaustudium in Journalismus kannst du nach dem Volontariat immer noch machen. Außerdem werden Volos eigentlich lieber gesehen, als "studierte" Journalisten. Die haben nämlich angeblich oft einen Hang dazu perfektionistisch bzw. besserwisserisch zu sein (hab ich mir von meinem Chef sagen lassen, und der sollte es schon wissen, er hat nämlich Journalismus studiert ). Außerdem lernt man in einem Volontariat das praktische Arbeiten. Ein Studium ist meiner Ansicht nach auch viel zu weit weg von der Praxis im Job.

Gruß
jo2401 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2007, 22:42   #3
christine
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Es kommt darauf an, was Du nach Deiner journalistischen Ausbildung machen willst. Bei der Saarbrücker Zeitung lernst Du halt nur Print-Journalismus, vor allem für Tageszeitungen, und vielleicht verbringst Du noch einige Zeit in der Online-Redaktion. Die Ausbildung in Mainz ist trimedial: ein Jahr Lehrredaktion Zeitungs- und Zeitschriftenjournalismus, ein Jahr Lehrredaktion Hörfunk und ein Jahr Lehrredaktion TV-Journalismus (plus ein bisschen Online-Journalismus).
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Alt 14.11.2007, 23:52   #4
Schweinswal
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Wenn du den Beruf wirklich ausüben willst, natürlich Volo. Wenn Du da eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen hast, arbeitest du ja sicher schon seit Jahren für die. Daher weißt du sicher schon, dass die Saarbrücker Zeitung ihre Redakteure dank Ausgliederungen untertariflich bezahlt.
Aber gut, ist ja inzwischen schon normal. Und die Chance, übernommen zu werden, ohnehin verschwindend gering - wenn man nicht einen kennt ...
Früher gab es mal Jobs für Redakteure in der Schweiz - wo offenbar nicht jeder "irgendwas mit Medien" machen will. Keine Ahnung, ob das heute noch so ist.

Ich habe auch ein Aufbaustudium gemacht (in Hohenheim), hat leider niemanden interessiert. Bringt wohl nur was, wenn man PR machen will. Darüber lernt man zwar nichts im Studium, aber der Titel ("Dipl. Jour.") macht sich da eben gut.
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Alt 15.11.2007, 22:58   #5
christine
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Na ja, Aufbaustudiengang Journalistik ist nicht gleich Aufbaustudiengang Journalistik. Der in Hohenheim scheint mir doch sehr viel theorielastiger zu sein als der Mainzer, wo die sich meines Wissens nicht mit empirischer Kommunikationsforschung herumschlagen müssen (dafür haben die in Mainz schließlich den regulären Studiengang Publizistik). Mag sein, dass deshalb sich niemand für den Hohenheimer Absolventen interessiert hat. Von Mainzer Absolventen weiß ich, dass sie beim HR, dem SWR, dem SR und beim ZDF und 3sat zu finden sind, andere arbeiten bei der FAZ, der FR, der FTD, der Welt, der Netzeitung, bei T-Online, bei Glamour und bei Fachzeitschriften, einige arbeiten frei.
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Alt 16.11.2007, 16:13   #6
Schweinswal
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Klar, der Aufbaustudiengang in Hohenheim ist theorielastiger. Dazu kommt, dass die praktischen Übungen sagenhaft schlecht waren, jedenfalls die im Bereich Printmedien. Die Dozenten dort, meist Redakteure irgendwelcher Käseblätter aus der Umgebung kurz vor der Rente, versuchen mit möglichst wenig Aufwand durchzukommen. Da werden stundenlang Anekdoten erzählt oder die Studenten sollen "Fehler" in Artikeln aus der Zeit oder der SZ finden. Klar, wer sucht, der findet. Gelernt habe ich da sehr wenig.
So war es jedenfalls vor ein paar Jahren. Entscheidend aber scheint mir zu sein, dass es in Hohenheim keinerlei Unterstützung bei der Suche nach Praktika gibt - abgesehen vom Schwarzen Brett. In Mainz sind ja offensichtlich hochkarätigere Dozenten am Start. Und die vermitteln wohl auch Kontakte.
Qualifikationen spielen im Journalismus ja eh nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ein ganz klein wenig schreiben muss man schön können. Aber das trifft ja für viele zu. 95 Prozent sind Kontakte. Es scheint mir z.B. kein Zufall
zu sein, dass so viele Abgänger der Kölner Journalistenschule bei "Capital" arbeiten. Dazu kommt dann noch Anpassungsbereitschaft. Bloß keine eigene Meinung vertreten und das Fähnchen stets nach dem Wind hängen. Stefan Aust ist wohl das beste Beispiel dafür, wie man auf diese Art Karriere macht.
Praktika alleine (ohne die "Kontakte") und Arbeitsproben dagegen kann man sich abschminken. Die interessieren sowieso keine Sau. Müsste man ja erst lesen. (Das bekam ich mal zu hören, als ich mich um ein Stipendium für ein Auslandspraktikum bewarb. Der Einfachheit halber nimmt man diejenigen, die schon zig Auslandsaufenthalte vorweisen können - Kinder von Diplomaten oder anderer weitgereister Eltern. Typisch Deutschland, eben.)

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich trotzdem das Volontariat nehmen. Denn dann hat man schon mal eins. Die Zeiten, wo Abgänger von Aufbaustudiengängen - und selbst von renommierten Journalistenschulen - direkt als Redakteure eingestellt wurden, sind ja längst vorbei.
Schweinswal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2007, 16:51   #7
christine
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Zitat:
Zitat von Schweinswal Beitrag anzeigen
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich trotzdem das Volontariat nehmen. Denn dann hat man schon mal eins. Die Zeiten, wo Abgänger von Aufbaustudiengängen - und selbst von renommierten Journalistenschulen - direkt als Redakteure eingestellt wurden, sind ja längst vorbei.
Das stimmt, aber gerade bei einem untertariflich bezahltem Volo einer Zeitung in der - sorry - Provinz würde ich genau hinschauen, ob mich das tatsächlich weiter oder in eine Sackgasse bringt. Wie breit gefächert ist die Ausbildung, komme ich auch in verschiedene Mantelredaktionen oder hänge ich permanent in Lokalredaktionen fest? Welche Volo-Kurse bieten die, sind die aushäusig? Komme ich auch noch in andere Redaktionen außerhalb des Blattes? Und wie sieht das nach dem Volo aus, werden Volos übernommen und wenn ja, zu welchen Konditionen, vom Verlag selbst oder von irgendeiner Servicegesellschaft/Leiharbeitsagentur?

Wolfgang Kiesel sagt schließlich nicht ohne Grund, dass die Volos von Regionalzeitungen die schlechtesten Zukunftsperspektiven haben.

Und wie gesagt, es hängt auch davon ab, was man journalistisch machen will. So ein Volo führt einen heutzutage nicht zum Radio oder Fernsehen.

Dennoch ist es sicherlich eine lohnende Erfahrung, den Volo-Test mal mitzumachen.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2007, 18:50   #8
Schweinswal
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
Das stimmt, aber gerade bei einem untertariflich bezahltem Volo einer Zeitung in der - sorry - Provinz würde ich genau hinschauen, ob mich das tatsächlich weiter oder in eine Sackgasse bringt.
Sicher, was anderes als "Lokaljournalismus" dürfte kaum drin sein. Ich habe allerdings auch schon Leute bei Nachrichtenagenturen erlebt, die ihren Job als Sackgasse empfunden haben. Früher war das ja mal ein halbwegs sinnvoller Job. Heute, wo auch dort die Redaktionen chronisch unterbesetzt sind - am Abend in der Landesredaktion noch ein Redakteur und ein Praktikant - und immer mehr Promi-Stuss in die Welt hinaus posaunt werden muss, kann man durchaus auch daran verzweifeln. Von Jobs bei der Yellow Press, Frauen- oder Autozeitschriften mal ganz zu schweigen.
Um es auf den Punkt zu bringen: es gibt nur noch ganz wenige Jobs für Journalisten, der Rest macht (als Journalismus getarnte) PR und Hofberichterstattung.

Zitat:
Wie breit gefächert ist die Ausbildung, komme ich auch in verschiedene Mantelredaktionen oder hänge ich permanent in Lokalredaktionen fest?
Was dafür wohl keine allzu große Rolle spielen dürfte.

Zitat:
Wolfgang Kiesel sagt schließlich nicht ohne Grund, dass die Volos von Regionalzeitungen die schlechtesten Zukunftsperspektiven haben.
Dass sie schlecht sind, leuchtet mir ein. Aber was meint er mit "die schlechtesten"? Wer hat denn bessere, abgesehen von den Absolventen der Journalistenschulen sowie der Dortmunder und Leipziger Journalistik-Studiengänge?
Die Frage hier ist doch: Hat ein Absolvent eines Aufbaustudiengangs bessere Chancen? Und wenn ja, in welchen Bereichen hat er Chancen?

Zitat:
Dennoch ist es sicherlich eine lohnende Erfahrung, den Volo-Test mal mitzumachen.
Volo-Test? Gibt es sowas? Ich dachte bislang, so etwas würde die FAZ als einzige Zeitung in Deutschland veranstalten. Bei "uns" wird das inoffizielle Verfahren so umschrieben: man muss mindestens 5 Jahre als "Freier" geknechtet haben, unter 30 sein und möglichst viele "Fürsprecher" haben. D.h., man muss für möglichst viele Redaktionen unbeliebte Termine übernommen haben und dabei mit Servilität geglänzt haben.
Schweinswal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2007, 19:33   #9
christine
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

"Nachrichtenagenturen sind die größten PR-Schleudern", bekamen wir schon damals während der Ausbildung öfter einmal zu hören - was auch leider stimmt. Von einer Nachrichtenagentur kann man aber eher noch 'mal auf interessantere Jobs wechseln. Wahr ist allerdings, dass es um Qualität im Journalismus nicht allzu gut bestellt ist, u.a. auch aus den von Dir schon genannten Gründen.

Kiesel meinte das im Hinblick auf die finanzielle und berufliche Entwicklung. Frischgebackene Jungredakteure, die nicht mehr nach Tarif verdienen, sondern auf 80 bis 90 Euro Tagespauschale kommen oder in der redaktionellen Leiharbeit landen. Mit wenig Aussicht, mal etwas anderes zu machen oder mehr zu verdienen. Da sind die festen Freien im Rundfunk schon noch besser dran, die Jungredakteure bei Fachzeitschriften in der Regel auch.

Das Saarland ist doch fest in der Hand von Holtzbrinck, wenn ich mich recht erinnere. Ich weiß nicht mehr, ob die nur Vorstellungsgespräche führen oder auch Volo-Tests machen, aber auch wenn es nur ein Gespräch ist, lohnt es sich, so ein Bewerbungsgespräch mal mitzumachen, und sei es nur zu Übungszwecken.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2007, 21:20   #10
Schweinswal
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Mit der Frage nach dem Volo-Test wollte ich natürlich meine These stützen, dass Leistung gerade im Journalismus als Einstellungskriterium nur eine untergeordnete Rolle spielt. Als ich damit anfing, habe ich mir darüber dummerweise noch Illusionen gemacht.
Kann ja sein, dass Holtzbrinck so was macht. Ich habe vor Jahren bei der Saarbrücker Zeitung mal angefragt, ob man sich denn als "Externer" bei Ihnen auch bewerben dürfe. So eine kratzbürstige Antwort wie von denen habe ich sonst nirgendwo erhalten. Aber gut, mag sich geändert haben, hängt ja auch von der jeweiligen Person ab.

Ich würde sagen, die größten PR-Schleudern sind - neben Yellow Press und Frauenzeitschriften - die viel gepriesenen Regionalzeitungen. Ich arbeite übrigens selbst bei so einer, aber nicht in der tiefsten Provinz. Es könnte schlimmer sein. Aber man muss wohl niemandem erzählen, dass "positive" Berichterstattung dort ein Muss ist. Nachrichtenagenturen bemühen sich wenigstens noch um Objektivität bzw. Neutralität. Nur müssen sie, den Marktgesetzen sei Dank, eben zunehmend Meldungen über den Ticker jagen, die niemand wirklich braucht. Mir ist aber schon klar, dass Objektivität manchmal auch einfach Hofberichterstattung bedeutet. Totschweigen wäre oft das einzig Richtige, geht aber nicht, weil die Kunden der Agenturen den Mist haben wollen. Was die Leser wollen, ist bei den Regionalzeitungen ohnehin zweitrangig. Da lautet das Leitmotiv: niemandem auf die Füße treten, der entweder Geld bringt (Anzeigenkunden), den "man" kennt oder den der Verleger schätzt (den örtlichen Klüngel; seine Lieblingspartei, i.d.R. eine rechte). Und an dieser arroganten Grundhaltung werden sie wahrscheinlich irgendwann zugrundegehen. Es wäre kein großer Verlust.

Fazit: Je stärker Journalismus den "Gesetzen des Marktes" unterworfen wird, umso schlechter wird er.
Wird sicher am Beispiel der Berliner Zeitung noch schön zu verfolgen sein.

Beim Rundfunk mag es ja zumindest finanziell besser aussehen. Aber auch dort hat doch die Boulevard-Berichterstattung merklich zugenommen, oder?

Ich würde daher jedem raten, sich zu entscheiden: Will ich wirklichen Journalismus machen? Dann sollte ich nicht erwarten, dass ich davon leben kann und mir einen Hauptjob suchen, der Geld bringt - was natürlich im Niedriglohnland Deutschland nicht ganz einfach ist. Oder ich mache PR, nenne mich Journalist und kann vielleicht so gerade über die Runden kommen. Outsourcing und Lohn- bzw. Honorardrückerei werden ja ohne Zweifel weitergehen.
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Alt 16.11.2007, 22:05   #11
a.n.n.a
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wie sehen denn solche 'nur'-vorstellungsgespräche aus? das wird doch sicher der wissenstest IM gespräch verhandelt, oder?
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Alt 16.11.2007, 22:47   #12
Schweinswal
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Bei den Vorstellungsgesprächen, die ich hatte, konnte von "Wissenstest" keine Rede sein. Da wurde höchstens mal gefragt, ob und in welcher Art und Weise ich ein Thema behandeln würde. Das Auswahlverfahren bei den Journalistenschulen mit Fragebögen, Probe-Reportage etc. ist da schon etwas aufwändiger, denke ich.
Bei der Zeitung, bei der ich arbeite, ist das Vorstellungsgespräch reine Formsache, da ja schon vorher ausgekungelt wird, wer ein Volo machen darf. Und so dürfte es wohl bei den meisten Zeitungen sein.
Die tatsächlichen Anforderungen an einen Redakteur sind ja sehr gering, nur die Zahl der Bewerber ist gestiegen. Warum soll z.B. ein Redakteur wissen, was eine Reportage von einem Feature unterscheidet? Er wird für seine Zeitung eh niemals eine echte Reportage schreiben. Bei "uns" kennen nach meinem Eindruck die wenigsten Redakteure diesen Unterschied.
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Alt 17.11.2007, 00:01   #13
punky
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Zitat:
Zitat von Schweinswal Beitrag anzeigen
Dass sie schlecht sind, leuchtet mir ein. Aber was meint er mit "die schlechtesten"? Wer hat denn bessere, abgesehen von den Absolventen der Journalistenschulen sowie der Dortmunder und Leipziger Journalistik-Studiengänge?
Also wir hatten in unserer Lokalredaktion auch eine Volontärin aus Dortmund. Mich hat das sehr gewundert, dass sie auch "nur" in der Lokalredaktion einer relativ kleinen Zeitung gelandet ist. Sie hat also auch kein besseres Volo bekommen als der Durchschittsvolontär.
Wenn ich mich recht erinnere, bekommen die Dortmunder die Plätze sogar zugewiesen und können sich das nicht selbst (aus)suchen.
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Alt 17.11.2007, 00:34   #14
Schweinswal
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Bei "uns" gibt es auch immer jeweils einen Volo aus Dortmund. Auch wenn sie sich ihr Volo nicht aussuchen können, bin ich überzeugt, dass deren Chancen wesentlich besser sind als die normaler Volos. Einen davon (der sein Volo zufällig bei "meiner" Zeitung gemacht hat), habe ich bei einem meiner Praktika als Redakteur in der Deutschland-Redaktion von AP in Frankfurt angetroffen. Kein so schlechter Job, meine ich. Er war jedenfalls heilfroh, nicht mehr für das Käseblatt arbeiten zu müssen.
Das Volo ist bei den Studis aus Dortmund ja integraler Bestandteil des Studiums. D.h., sie sind früh fertig und können außerdem auf ihrem praktisch ausgerichtetem Studium aufbauen.

Erschreckend finde ich dagegen, dass die Absolventen der Henri-Nannen-Schule erstmal noch ein Volo dranhängen müssen. Und das, obwohl jeder weiß, dass ihre Ausbildung wesentlich besser ist als jedes Volontariat. Reine Ausbeutung eben. Und zum Lachen - oder zum Weinen; wie man's nimmt - ist doch wohl auch, dass Volos, die nicht übernommen werden (also fast alle), nachher zu hören bekommen, sie hätten ja keine Berufserfahrung. Ein Volontär ist doch im Grunde nichts anderes als ein schlecht bezahlter Redakteur.
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Alt 17.11.2007, 01:29   #15
punky
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Standard AW: Volo bei Lokaler oder lieber Studium?

Also die ehemaligen Henri-Nannen-Schüler, die uns vor den Vorstellungsgesprächen mit Kaffee versorgt haben, meinten, dass aus ihren Jahrgängen alle sofort ihre Wunschanstellung bekommen haben. Diejenigen, die Freie geworden sind, wollten das wohl auch wirklich von sich aus werden. Ein Volo nach der HNS dürfe wohl ne Ausnahme sein. Woher hast du denn die Info?
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