-->
Journalismus.com Forum
Anzeige:
Griffith College Dublin

Infos von
Journalismus.com


Wichtige Links:


cover_1502
Jobturbo - Die Job-Suchmaschine durchsucht Zeitungen und Stellenbörsen. Gezielt nach Medienjobs suchen!
Jetzt hier recherchieren...


 

Zurück   Journalismus.com Forum > Bildung & Berufseinstieg > Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung

Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 18.07.2007, 15:42   #1
punky
Bekannter Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 26.08.2005
Beiträge: 745
Renommee-Modifikator: 22 punky wird positiv eingeschätzt
Standard Wie geht ihr mit Kritik um?

Ich hatte die Situation noch nicht so oft und wusste ab einem bestimmten Punkt nicht mehr, wie ich reagieren soll:
Ich habe einen Artikel geschrieben und jemand beschwert sich. Der Manager einer lokalen Band meint, dass meine Konzertkritik zu schlecht gewesen wäre oder ein Politiker beschwert sich, dass nicht erwähnt war, dass er bei Veranstaltung XY auch anwesenden war (Die Veranstaltung hatte aber nix mit Politik zu tun.) etc.
Es ist also inhaltlich nichts falsch, für das ich mich entschuldigen müsste. Und diese Leute sind manchmal echt hartnäckig. Wie lange muss man die Fassung bewahren? Ab wann darf man genau so unverschämt antworten wie sie mit einem reden? Sollte man das als Freier immer selbst klären oder kann man auch mal an den Redakteur verweisen?

Was ist euch mal passiert und wie habt ihr das geregelt?

Geändert von punky (18.07.2007 um 21:50 Uhr).
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2007, 20:18   #2
Hendrik
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 03.11.2005
Beiträge: 64
Renommee-Modifikator: 15 Hendrik wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Konkretes Beispiel bei mir: Irgendwer (keine Ahnung, ob der irgendein Amt hatte, ist aber auch egal) hat sich beschwert, ich würde in einem Text die Leistung eines Sportlers niedermachen. Was ich getan habe: In einem Stück über einen Triathlon hier in der Stadt habe ich szenisch mit dem Läufer begonnen, der als letzter ins Ziel kam, eine Stunde nachdem die ersten ins Ziel gekommen waren. Die Helfer haben da schon die Strecke abgebaut und die Zeitnehmer waren auch nicht mehr auf ihrem Posten.

Mit dieser Kritik konnte ich gut leben, weil ich für mich jeden Punkt entkräften konnte. Ich habe die Leistung des Läufers nicht kommentiert, keinen hämischen Ton angeschlagen, ihn zu Wort kommen lassen.

Vielmehr waren es die Leser der Lokalzeitung wohl nicht gewohnt, den Sieger erst in der Mitte des Textes zu treffen.

Ein anderes Beispiel: Ich schrieb, dass die Jugend in unserem Kaff nicht so recht zufrieden ist mit den örtlichen Freizeitangeboten. Jemand von einem Freizeitzentrum hat sich darauf beschwert und aufgezählt, dass es doch den Jugendchor gibt, ein Schwimmbad, eine Theatergruppe und so weiter. Diese Kritik war für mich ebenfalls nicht tragisch, weil ich selbst meiner Jugend noch nicht entwachsen bin (würde ich mal behaupten) und genau weiß, dass die jungen Leute bei uns den Jugendchor, das Schwimmbad und die Theatergruppe total uncool finden. Mit solchen Briefen musst Du aber rechnen, wenn Du kritische Töne anschlägst. Immer findet sich jemand, der eben parteiisch ist, und das eben nicht gut findet, was Du über seine Partei schreibst.

Jeden Politiker musst Du nicht erwähnen, wenn es nicht um Politik geht. Die können sich auf ihren Veranstaltungen abfeiern ("Und wir begrüßen auch den Ortsbrandmeister aus dem Nachbardorf.."), und wenn Sie etwas reißen muss natürlich auch drüber geschrieben werden. Aber ihn nur zu erwähnen, weil er eben auch da war, ist Hofberichterstattung. Finde ich.

Zu einem Konzert neulich habe ich tatsächlich einen Text gemacht, bei dem ich es zugunsten der Lyrik mit der Wahrheit nicht so genau genommen. Gab auch einen Brief, der in jedem Punkt zutreffend war, wie ich zähneknirschend einsehen musste - aus solchen Sachen lernt man auch.

Alle Briefe/Kritiken/Beschwerden laufen bei mir über die Redaktion. Wann Du patzig werden darft? Es empfiehlt sich, stets freundlich aber bestimmt zu sein. Wenn es irgendwann aber nicht mehr geht, sag dem Bandmanager eben, dass seine Kapelle Deiner Meinung wirklich schlecht war an betreffendem Abend, am besten natürlich, wenn Du Argumente hast (Gitarrist schlecht, Sound beschissen, Sänger häßlich). Am besten natürlich, wenn Du das empirisch belegen kannst: Nur 50 Zuschauer, Flaschen auf die Bühne geflogen, Bassist betrunken in die Verstärker gefallen, oder irgendwie sowas. Wichtig ist eben, dass Du Dich an die Fakten hälst, so machst Du Dich schonmal ein Stück weit unangreifbar.
Hendrik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2007, 22:02   #3
punky
Bekannter Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 26.08.2005
Beiträge: 745
Renommee-Modifikator: 22 punky wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Ich bin bis jetzt immer ruhig geblieben, auch wenn vom anderen Ende der Leitung bzw. in der Mail angeschauzt worden bin. Habe aber bei den Redakteuren schon mitbekommen, dass sie irgendwann laut geworden sind. Das trau ich mich (noch) nicht

Bei mir ist das so gelaufen, dass die Redaktion mir die Nummer von dem Beschwerer gegeben hat und mich gebeten hat, ihn zurück zurufen.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2007, 22:06   #4
NewsJournalist
Erfahrener Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 12.11.2004
Beiträge: 295
Renommee-Modifikator: 18 NewsJournalist wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Dieses Posting finde ich recht interessant. Bisher ist mir sowas noch nie passiert, aber ich frage mich, was ich machen würde, wenn. In der Regel klärt man doch sowas immer vorher ab, vorausgesetzt ich schreibe eine kritik, und nicht artikel. Es ist eine reine unverschämtheit, und eine beschwerde würde ich mir erst gar nicht gefallen lassen.

Es ist doch jemanden selbst überlassen, ob man hier der Bürgermeister, im Text erwähnen möchte, oder nicht. Also, würde ich mir das gar nicht gefallen lassen, da wäre es mir auch egal, ob merkel oder herr xyz.

Interessanter finde ich, wie man an gewünschte Zitate kommt, ohne den konkreten Sachverhalt vorher erwähnen zu müssen..und so weiter..und so fort..

nj
NewsJournalist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2007, 23:26   #5
kugelschreiber
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 22.05.2007
Beiträge: 36
Renommee-Modifikator: 14 kugelschreiber wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

hallo punky,
deine erlebnisse und die der anderen sind die goldenen beispiele aus dem lokaljournalismus! jeder einwohner aus dem erscheinungsbereich des blatts meint, das blatt sei seine eigene kronenzeitung. -und wehe, der journalist erwähnt nicht, wie schön mein scheitel heute wieder gezogen ist.
ÄTZEND!
besonders schlimm und konfliktträchtig: unwichtige kleinpolitiker, vereinsvorsitzende von ortsvereinen, bestimmte musikergattungen, alle sportinteressierten von sportarten, bei denen elf sportler in eine mannschaft gehören und diejenigen, die beruflich mit dem guten ton des orts irgendwie zu tun haben.
SIE ALLE dürfen und können natürlich nicht hinnehmen, dass es etwas negatives zu beschreiben gäbe in ihrem ort.
ein toller skandal in der verwaltung wäre schön zu lesen, aber bitte, liebe journalisten, kehrt nicht vor meiner tür...!!

jedesmal, wenn ein meckerheini kommt, dann verkommt der journalismus zur stadtschreiberei im sinne eines beschönigenden chronisten.

als freier halte ich übrigens im falle eines falles rücksprache mit CvD und redaktion.

einen bock habe ich noch nicht geschossen, aber die leute regen sich auch auf, wenn man den scheitel nicht erwähnt, s.o. und dann wird sich kräftig aufgeregt und angerufen, gefaxt, gemailt. - schätze, solche ÄTZENDEN tagediebe erarbeiten sich schnell einen herzinfarkt.

(man, wieviel ärger sich da anstaut, ist doch sonst nicht meine art )

nimm´s positiv: gelesen werden deine texte anscheinend, sogar genau! ))

gruß von kugelschreiber
kugelschreiber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2007, 23:28   #6
NewsJournalist
Erfahrener Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 12.11.2004
Beiträge: 295
Renommee-Modifikator: 18 NewsJournalist wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Verstehe ich das richtig: Ist das ein Problem, das im Lokalen immer wieder auftaucht?
NewsJournalist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 01:07   #7
Hendrik
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 03.11.2005
Beiträge: 64
Renommee-Modifikator: 15 Hendrik wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Ja, weil sich dort jeder für toll, wichtig und überhaupt für immer erwähnenswert hält. Vereinfacht gesagt. Aber, was meinst Du mit "vorher abklären"?

Ach ja, ein dickes Fell ist für solche Sachen recht nützlich...

Geändert von Hendrik (19.07.2007 um 01:09 Uhr).
Hendrik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 01:46   #8
NewsJournalist
Erfahrener Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 12.11.2004
Beiträge: 295
Renommee-Modifikator: 18 NewsJournalist wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Mit vorher abklären meine ich zu fragen, und in Erwägung zu ziehen, wer in deinem Stück auftaucht. Ich habe auch kein Problem damit, vor Ort klar zumachen, daß sie in dem Artikel nicht erwünscht sind. Schließlich bist du ja unabhänging, und nciht der pressesprecher vor irgendeinem bürgermeister.

In der tat gibt es ja sogar welche, die vor der veröffentlichugn schon mal den artikel sehen möchten, um sicherzustellen, das ja alles wahrheitsgemäß zitiert wurde usw...- da sage ich auch nur, das es sie nicht zu interessieren hat, und eine Unverschämtheit ist. Allerdings muß man natürlich vertrauen aufbauen, auch wenn einige denken, journalisten wären superdumm, und sie sind oberschlau.
NewsJournalist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 08:51   #9
cocco
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 09.02.2007
Beiträge: 59
Renommee-Modifikator: 14 cocco wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

ich hatte mal ein problem mit einem etwas höheren tier, der wollte uns dann verklagen, weil ein zitat im text nicht autorisiert war. der hat mich vielleicht zur schnecke gemacht, ich war total eingeschüchtert und hatte tränen in den augen. dann hat es mein chef gehört, der stinkesauer auf besagtes "tier" war, sich den telefonhörer geschnappt hat und den guten mann mal über das presserecht aufgeklärt hat. bis dato hatte ich keine ahnung von selbigen... da sollte man sich aber schon mal schlau machen, was man darf und was nicht. dass man interviews autorisieren lässt - das ist usus. aber bei einzelnen zitaten... wo kämen wir denn da hin??
cocco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 14:55   #10
punky
Bekannter Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 26.08.2005
Beiträge: 745
Renommee-Modifikator: 22 punky wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Dass Interviews von den Interviewpartnern gegengelesen werden, ist bei uns auch normal. Da wurden bei mir bisher nur Zahlen- bzw. Geldangaben korregiert, die die Leute nach dem Interview nochmal genau in ihren Unterlagen nachgeschlagen haben.
Bei einzelnen Zitaten habe ich meinen (immerhin einigen) Jahren als freie Mitarbeiterin genau zwei Mal nochmal nachgefragt, ob ich die Person so zitieren darf, weil bei beiden Politikern die persönliche Meinungen eigentlich entgegen der Meinung der eigenen Partei war. Da war ich mir dann beim Schreiben doch nicht mehr sicher, ob ich das wirklich richtig verstanden hatte. War aber beide Male in Ordnung. Falls sie nach dem Artikel Ärger mit ihren Parteikollegen hatten, haben sie das glücklicher Weise nicht an mir ausgelassen
Über Zitate hat sich noch keiner beschwert. Aber sicher wird auch das bei jedem früher oder später mal vorkommen.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 15:16   #11
christine
Senior
Mitglied
 
Registriert seit: 05.07.2004
Beiträge: 1.816
Renommee-Modifikator: 35 christine hat zahlreiche positive Bewertungen erhalten
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Zitat:
Zitat von cocco Beitrag anzeigen
dass man interviews autorisieren lässt - das ist usus.
Nur hier in Deutschland. Die Kollegen aus England und Großbritannien lachen sich über diese Sitte deutscher Journalisten bestenfalls tot. Dort gilt nämlich geschrieben wie geführt - was nichts anderes bedeutet, dass deren Interviewer sehr gut vorbereitet und während des Interviews total auf Zack sein müssen, damit sich das hinterher spannend liest.

Auf das Ansinnen, einzelne Zitate autorisieren zu lassen oder gar die Artikel vorher gegenzulesen, sollte man sofort entgegnen, dass das bei dieser Zeitung nicht gemacht wird. Mitunter kommt dann das Argument, dass aber die xy-Zeitung aber auch einzelne Zitate autorisieren lässt, davon sollte man sich aber keinesfalls beirren lassen und einfach freundlich aber bestimmt wiederholen, dass man selbst aber nicht die xy-Zeitung sei, und beim eigenen Blatt werde das eben nicht so gehandhabt. (Mal ganz abgesehen davon, dass es organisatorisch gar nicht machbar ist, der Schlussredakteur greift womöglich auch nochmals in den Text ein oder das Layout wird nochmals geändert und plötzlich müssen drei Zeilen gekürzt werden.) Manchmal schieben sie daraufhin das Argument nach, mit der ABC-Zeitung habe man aber schon schlechte Erfahrungen gemacht, aber auch das lässt sich locker abbügeln. In der Regel geben sie dann Ruhe, sie haben es halt einfach einmal probiert.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 16:30   #12
sask
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 15.03.2007
Beiträge: 8
Renommee-Modifikator: 0 sask wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Hallo punky,
ich kenne das Problem aus der Lokalberichterstattung auch. Gerade im Lokalbereich ist das eine ziemliche Gratwanderung – einerseits möchte man nicht zum Hofberichterstatter verkommen, andererseits ist man auch oft genug auf eine gute Zusammenarbeit mit den örtlichen „Würdenträgern“ angewiesen.
Ich würde dir folgendes raten:
1. Nicht unnötig provozieren. Es gibt Journalisten, die aus jeder Geschichte eine Skandalreportage machen müssen, und Kritiker, die am liebsten Verrisse produzieren. Auf lokaler Ebene muss das nicht unbedingt sein. Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass Konzerte in Hintertupfingen in der Regel nicht so professionell sein können wie in München oder Berlin.
2. Wenn die Kritik gerechtfertigt ist: ruhig und bestimmt bleiben. Auf Fakten verweisen (siehe oben) bzw. auf das Presserecht. Den Leuten den Unterschied zwischen PR und unabhängiger Berichterstattung klar machen. Du bist ein unabhängiger Journalist, und neutrale Berichterstattung ist deine Aufgabe. Wenn sie von dir PR wollen, dann müssen sie dich als ihren Pressesprecher einstellen. Ich würde solche Streitfälle auch nach Möglichkeit mit dem verantwortlichen Redakteur besprechen. Wenn du etwas Kritisches veröffentlichen möchtest und schon absehen kannst, dass es Konflikt gibt, am besten vorher absprechen. Dann kannst du im Ernstfall die Kritiker an den Redakteur verweisen.
Auf jeden Fall nach Möglichkeit immer ruhig und gelassen bleiben. Ich würde mich in solchen Fällen auch nicht auf große Diskussionen einlassen. Wie gesagt: Es ist deine Aufgabe, unabhängig zu berichten. Daran können auch die Kritiker nichts ändern.
sask ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2007, 16:38   #13
sask
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 15.03.2007
Beiträge: 8
Renommee-Modifikator: 0 sask wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

... wenn die Kritik (der anderen) _nicht_ gerechtfertigt ist, meinte ich natürlich. Sorry.
sask ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.2007, 02:28   #14
Sandro Mattioli
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 11.05.2004
Beiträge: 86
Renommee-Modifikator: 17 Sandro Mattioli wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Ich würde Christine unterstützen - aus einem simplen Grund: Die Leser einer Zeitung sind immer auch so, wie sie die Zeitung sich "erzieht". Das mag jetzt blöd klingen, aber wenn man den Leuten klar macht, warum es einem nicht wichtig ist, jeden anwesenden Politiker namentlich im Text zu begrüßen, und wenn man ihnen sagt, dass für alle gleiche Regeln gelten, und wenn man bei all dem fair und auch freundlich bleibt, dann haben die Leute damit in der Regel auch kein Problem, sie sehen es dann häufig sogar positiv.

Und was die Konzertkritiken anbelangt: In der Vergangenheit habe ich den Leuten immer die Punkte dargelegt, die mich zu meinem Urteil haben kommen lassen, habe mir auch angehört, was sie zu sagen haben, und manchmal auch zugegeben, dass eine Formulierung nicht ganz glücklich war. Wenn ich die Kritik an der Kritik nicht nachvollziehen konnte, habe ich ihnen das gesagt und deutlich gemacht, dass es die Aufgabe eines Kritikers ist zu kritisieren: das, was gut ist, zu erwähnen, und das was schlecht ist auch. Wenn man den Leuten dann vorschlägt, dass man ja auch nur Lobeshymnen schreiben könnte, sehen sie schnell, dass Ihnen das auch nichts bringen würde. Aber auch hier gilt: freundlich bleiben, zur Not bestimmt werden, und wenn jemand ausfällig wird, kann man ruhig auch mal den Hörer auflegen.
Sandro Mattioli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2007, 18:48   #15
jo2401
Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 19.02.2007
Ort: Mudersbach
Beiträge: 22
Renommee-Modifikator: 14 jo2401 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Wie geht ihr mit Kritik um?

Ich höre immer gerne Kritik. Egal ob positiv oder negativ. Wenn sich aber zum Beispiel ein Politiker beschwert, dass er nicht erwähnt wurde, dann ist das doch schon eher ein Witz und man sollte den guten Mann einmal fragen....Lassen wir das.
Wenn jemand was an meiner Arbeit auszusetzen hat, dann hat jeder Leser einer Zeitschrift oder Zeitung die Möglichkeit einen Leserbrief zu verfassen, der in der Regel ja auch gedruckt wird. Und dann ist die Sache gut!
jo2401 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Workshop Glosse & Kritik (19. und 20. April 2013) mathias_bln Termine, Veranstaltungen, Tagungen ... 0 10.01.2013 18:19
Workshop Glosse & Kritik (19. und 20. April 2013) mathias_bln Weiterbildung - Seminare 0 10.01.2013 18:17
Workshop Glosse & Kritik (21. und 22. Oktober 2011) mathias_bln Termine, Veranstaltungen, Tagungen ... 0 28.06.2011 20:40
Workshop Glosse & Kritik mathias_bln Weiterbildung - Seminare 0 28.06.2011 20:28
Kritik an Beiträgen im Presserabattforum unbekannter User (Gast) Presserabatte: 10 11.05.2001 09:28


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:46 Uhr.


Powerd by Journalismus.com
Das Internetportal der Journalisten
Copyright © - Journalismus.com - Peter Diesler