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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 25.08.2007, 21:43   #16
Sanne D.
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Vielen Dank für die ausführlichen Informationen!!! Christine deine Hinweise sind sehr hilfreich und haben mir einges erleichtert!

Ich find es auch komisch, dass in Hohenheim nicht das genaue Studienprogramm auf der Homepage zu finden ist. Würde schon ganz gerne wissen, was man dort konkret macht, bevor ich ein Studium beginne.

Der Mainzer Studiengang scheint wirklich sehr gut zu sein und ich werd mir bei der Eignungsprüfung viel Mühe geben!!

Also schönen Sonntag und von meiner Seite gibts wahrscheinlich erst was Neues, wenn ich aus Mainz zurück bin - sprich kommenden Freitag oder Samstag.

Ne schöne Zeit bis dahin und viele Grüße!
Sanne
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Alt 25.08.2007, 22:09   #17
christine
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Schau mal, ob Du das Vorlesungsverzeichnis von Hohenheim irgendwo online findest, da müssten auch die Lehrveranstaltungen von deren Aufbaustudiengang drinstehen. Falls es das nicht online gibt, dann ist vielleicht SarahW. so nett und geht mal in einen Buchladen dort und schaut ins gedruckte Vorlesungsverzeichnis hinein. Oder Du schaust bei Euch in der Uni-Bibliothek, normalerweise haben die auch Vorlesungsverzeichnisse anderer Unis da. Notfalls müsstest Du Dir halt das vom WS 06/07 schnappen, falls die das vom WS 07/08 noch nicht im Regal stehen haben.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2007, 22:31   #18
Undine111
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Oder einfach die Infobroschüre online anfordern, da stehen die Lehrveranstaltungen drin.
LG
Undine
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Alt 25.08.2007, 23:21   #19
julia
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

hab heut auch die Zulassung bekommen!
Hätt gar nciht damit gerechnet, zumal meine Erstnote nicht so berauschend war. Vielleicht hat ja doch die Praxis den Ausschlag gegeben.

Ich hatte bereits einige Dozenten von Hohenheim im Erststudium und war mit denen zufrieden.
Zudem ist Stuttgart auch aus privaten Gründen ideal. Und mein Arbeitsvertrag wär eh zum Jahresende ausgelaufen und die Chancen auf Verlängerung bei nahezu Null, da ich mittlerweile überwiegend Mutterschutzvertretung mache, und diese ab Januar mit nahezu VZ wieder zurückkommt, und man mir trotz mehrmaligem Nachfragen nciht gesagt hat, wie das dann organisiert werden soll (allein schon, wer wo sitzt, ist nämlich kein Platz mehr da). Bewerbungen waren bei mir auch nicht gerade erfolgreich, v.a. sobald irgendwie Online-Erfahrung gefordert wurde, war Schluss. Zudem fehlt mir auch mal wieder das richtige Schreiben, keine Übung mehr. Und da erhoff ich mir einiges von Hohenheim.

Einziges Problem grad nur, dass mein Kündigungstermin vorbei ist, nächster Termin ist erst wieder zu Ende Oktober, aber da wird sich hoffentlich ne Lösung finden lassen.

Oh mann, kann's immer noch gar nciht richtig fassen. Genial. Jetzt mach ich mich nächste Woche gleich mal an die Vorbereitungen und Pläne bzgl. Praktika. Freu mich wahnsinnig drauf.
Und wenn nicht doch irgendwo plötzlich ne feste Traum-Stelle auftaucht, zieh ich das durch. Das ist das dritte Mal in meinem Leben, das ich vor größeren Entscheidungen stehe, und jedes Mal gab's zuvor ne lange Durststrecke und plötzlich zwei Alternativen. Und ich hab immer die genommen, die als zweites kam. Die Kopf-Entscheidung. Die schlechtere, wie sich im Nachhinein rausgestellt hat.
julia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2007, 20:59   #20
Beyarea
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Hallo, ich bin Christoph und wollte mich auch für das Aufbaustudium in Mainz
bewerben. Da ich aber mit meinem Erststudium nicht bis zu Studienbeginn fertig werde kann ich es erst nächstes Jahr probieren.
Vielleicht könnten hier die Teilnehmer der Aufnahmeprüfung hier davon berichten(genaue Fragen,Themen). das wäre interessant
Beyarea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2007, 10:54   #21
julia
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Das Vorlesungsverzeichnis von Hohenheim steht schon seit Mitte August, mit genauen Terminen/Wochentagen/Ort, im Netz...
julia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2007, 11:44   #22
christine
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Da das Fachgebiet Kommunikation und Journalistik der Universität Hohenheim leider keinen direkten Link dorthin setzt (so viel zum Thema Internetkompetenz und Dienstleistungsbereitschaft ), und auch Julia ihn nicht verraten mochte, spendiere ich ihn Euch nun: das Lehrangebot im Hohenheimer Aufbaustudiengang Journalistik WS 2007/2008.

Die Mainzer sind da servicefreundlicher, ihr Lehrangebot im WS 2007/2008 steht direkt auf deren Seiten, detaillierte Erläuterungen zu den Veranstaltungen finden sich auch in der Rubrik Studium => Lehrveranstaltungen. Was ich vorbildlich finde: Sie geben auch genaue Auskunft, wofür sie die Studiengebühren verwendet haben.

Geändert von christine (31.08.2007 um 11:50 Uhr).
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Alt 04.09.2007, 14:56   #23
Sanne D.
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Hallo alle zusammen!

Mittlerweile hab ich auch das genaue Vorlesungsprogramm von Hohenheim ausfindig gemacht - soviel zur gründlichen Recherche Klingt nicht ganz schlecht, finde ich, aber der PR-Teil stößt mich bisschen ab und Mainz ist mein absoluter Favourit! Außerdem scheint es mir so, als ob Mainz bei mehreren Medien als Volo akzeptiert wird und man nach dem Studium in Hohenheim eher noch ein Volontariat dranhängen muss. Stimmt das oder hab ich da was falsch verstanden?

Die Eignungsprüfung am Journalistischen Seminar in Mainz (30. und 31.8.) war nicht ganz ohne! Es waren etwas unter 100 Bewerber da. Unsere Aufgaben waren ein ausführlicher Wissenstest (vor allem politische und gesellschaftspolitische Fragen), ein Kommentar (Thema: Hurra, unsere Uni ist exzellent! 70 Zeilen) und eine 13-seitige Bundestagsdebatte (über Patientenverfügungen) auf 100 Zeitungszeilen verkürzen.

Mir gings gefühlsmäßig beim Kommentar am besten, obwohl ich das Thema nicht so sonderlich prickelnd fand. Mit meinem Wissenstest und dem Bericht über die Bundestagsdebatte bin ich mäßig zufrieden.

War zufällig noch jemand von euch da? Und wie gings euch?

Bin jedenfalls bis 10. September am Bibbern - dann erfahren wir die Ergebnisse aus Mainz. Hoffe sehr, dass es klappt!!

Viele Grüße,
Sanne
Sanne D. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2007, 12:32   #24
PeterJ
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Bin ich da wirklich der Einzige, der solchen staatlichen Studiengängen höchst skeptisch gegenüber steht... ?

Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen, dass man beim Staat lernt, wie man den Staat als Journalist kontrolliert.

Staatliche und halbstaatliche Einrichtungen jeglicher Art empfand ich immer als höchst journalisten-unfreundlich. Wo eine unangenehme Information verweigert werden kann, wird sie verweigert. Oft mit dem spöttischen Hinweis: „Es steht Ihnen ja der Weg der Klage frei.“

Wenn dann ausgerechnet der Staat Journalismus unterrichten will, empfinde ich das als Verarschung.

Natürlich könnte gerade der Staat zeigen, wie ein Journalist im bürokratischen Dschungel investigativ vorankommt -- aber er wäre schön blöd, wenn er das täte. Brave Journalisten sind gefragt.

Alle Alarmglocken schrillen bei mir, wenn die Obrigkeitsvertreter nicht neutrales journalistisches Handwerk vermitteln, sondern auf politischen Theorien herumreiten. (Für politische Ethik aus Bürokratensicht muss ich nicht an die Uni gehen.)

Politische Themen -- zumindest die, wie sie an diesen Staats-Unis unterrichtet werden -- machen nur den geringsten Teil des journalistischen Lebens aus....

Sehen Sie mal in einer großen Zeitschriftenhandlung nach, welch mickrigen Prozentsatz politische Berichterstattung im Vergleich zu Themen wie „PC“, „Mobiltelefon“, „Auto“, „Motorrad“, „Fernsehprogramm“, „Life-Style“, „Mode“, etc ausmacht.

Es geht im wirklichen Leben also bei weitem nicht nur um Politik. An den staatlichen Unis aber schon.

Geht es nun bei der Heranbildung des Nachwuchses hauptsächlich um die Heranbildung von Nachwuchs, welcher der Obrigkeit gefällt? Ich glaube: JA!!!!!

Da wird die Bewerberin in der „Eignungsprüfung“ (ich sage „Gesinnungsprüfung“) zu einem journalistischen Aufbaustudium erst mit politischen und gesellschaftspolitischen Fragen gelöchert...

Und dann soll sie 70 Zeilen Kommentar schreiben: „Hurra, unsere Uni ist exzellent!“ (Damit sie später auch Auftragsarbeiten, wie diese hier brav erledigt: „Schreiben Sie doch mal einen netten Kommentar über den Herrn Ministerpräsidenten: Hurra, unser Herr Ministerpräsident ist exzellent!“???????????)

So einen Kommentar schreiben, das wäre für mich so, als müsste ich im Auftrag einen Liebesbrief an irgendjemanden schreiben, der mir wurscht ist. Ich könnte da nichts Exzellentes schreiben. Und hätte auch gar keine Lust dazu.

Und eine 13-seitige Bundestagsdebatte (über Patientenverfügungen) auf 100 Zeitungszeilen verkürzen? Das möchte ich ganz einfach nicht machen. Das wäre mir viel zu langweilig. Ich möchte nie bei einem Blatt arbeiten, wo ich so langweilige Sachen tun muss.

Viel lieber würde ich recherchieren, wie jemand mit dieser komischen „Eignungsprüfung“ aus 100 Bewerbern die besten Nachwuchsjournalisten herausfinden will.

Und noch viel lieber würde ich recherchieren, wie jemand mit völlig unprofessioneller Arbeit in einer eigentlich hoch konkurrenzstarken Branche ein Schweinegeld verdienen kann.

Da bietet zum Beispiel diese Universität Hohenheim ein lieblos hingefetztes Merkblatt an, wo man so eindrucksvolle Sachen angeboten bekommt, wie „Grundlagen der Human-kommunikation bei Brettschneider mit Geise“.

Und bei der Universität sind (für Master Journalismus!!!!!!) Schreibprofis am Werk, die ihr Lehrangebot so spannend anbieten:

„Der Bereich Pressejournalismus umfasst den Zeitungsjournalismus und Zeitschriftenjournalismus. Zu beiden Gebieten gehört jeweils eine Vorlesung. Diese vermitteln die relevanten Strategien und Techniken des Pressejournalismus von Agenturen und Zeitungen bzw. Zeitschriften einschließlich der entsprechenden Darstellungsformen. Außerdem geben sie einen Überblick über die jeweiligen Pressemärkte, die relevanten Strategien der Anbieter und die aktuellen Trends. In der dazugehörigen Lehrredaktion "Printjournalismus I" werden die jeweiligen Strategien und Techniken einschließlich des Recherchierens und Schreibens der entsprechenden Darstellungsformen bei Magazinen eingeübt.“

Leicht lesbar und mit großer Begeisterung geht’s dann so weiter:

„Die Vorlesungen "Zeitungsjournalismus" und "Zeitschriftenjournalismus" bauen aufeinander auf und werden im ersten (Zeitungsjournalismus) und zweiten Fachsemester (Zeitschriftenjournalismus) angeboten. Die Lehrredaktion "Printjournalismus I" liegt im zweiten Fachsemester, sie baut auf die Lehrredaktion des Moduls I "Grundlagen des Journalismus" auf. Die Lehrveranstaltungen sind Pflichtveranstaltungen, die mit zusammen zwölf Kreditpunkten in das studienbegleitende Prüfungssystem eingehen. Gegebenenfalls wird im zweiten Semester eine freiwillige Projektarbeit im Bereich Printjournalismus als Wahllehrveranstaltung angeboten. Die Lehrredaktion "Printjournalismus II" stellt als Wahlpflichtveranstaltung ein optionales Angebot im vierten Fachsemester zur Vertiefung der Teilqualifikation im Printbereich dar und geht mit vier Kreditpunkten in das studienbegleitende Prüfungssystem ein.“

Bei welcher Zeitung im wirklichen Leben darf ich so kompliziert (z.B. verschachtelte Passiv-Konstruktionen) und geschwollen („im Bereich... ”) schreiben???????

Schreiben SO Master-Journalisten?

Schauen wir bei der Mainzer Veranstaltung einfach unter „Grundlagen des Journalismus“ nach. Die müssen’s ja wissen:

„In der Vorlesung "Einführung in den Journalismus" werden im Überblick u.a. Funktion und Aufgaben des Journalismus in einer parlamentarischen Demokratie, Struktur und Organisation der Massenmedien, Medienethik und Medienrecht behandelt. In der Lehrredaktion "Grundlagen des Journalismus" werden parallel zum theoretischen Wissen aus der Vorlesung die praktischen Grundlagen des Journalismus vermittelt.“

Das empfinden die als wichtig. Sie begründen das so...

„Lehrredaktion, Vorlesung und Übung werden für Studierende des ersten Fachsemesters angeboten, um damit die für die nachfolgenden, medienspezifischen Qualifikationsschritte notwendigen Grundkenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln. Das Journalistische Kolloquium hingegen führt die Studierenden im vierten und letzten Fachsemester noch einmal vertiefend und vor dem Hintergrund der erworbenen Berufsqualifikation zu Grundfragen des journalistischen Berufes zurück.“

(Verstehen Sie den Absatz sofort? Oder müssen Sie den wie ich zweimal lesen?)

Und mit diesem Bürokraten-Stuss werden die brillantesten, kreativsten, kritischsten Nachwuchs-Journalisten gesucht?

Oder anpassungsfähige, brave Für-Sicherheit-tu-ich-alles-Schreiberlinge, die nie der Obrigkeit wirklich weh tun werden?

Ist es nicht so, dass zig-tausende Bürger gerne lernen würden, wie sie Reportagen recherchieren und schreiben, wie sie an sehr schwer erhältliche Informationen herankommen?

Und dann werden sie mit theoretischem Unsinn verarscht.

Wie oft haben Sie in einer Zeitschrift geblättert und sich gefragt: Wie kamen die an die Information heran?

Warum wird das dann nicht unterrichtet?

Ich empfinde das als große Missachtung der Bürgerwünsche, wenn jungen Journalisten nicht „Die 5 attraktivsten Reportage-Einstiege“ beigebracht werden, sondern mit einem Wischiwaschi-Blabla à la „Allgemeine Kommunikationspolitik“ die Zeit gestohlen wird.

Die Unis unterrichten so viel Unsinn. Warum ist es nicht möglich, einige der besten Reporter einzuladen, und denen gutes Geld dafür zu geben, dass sie ihre besten Geheimnisse verraten?

Ich meine...

Lieber 10.000 Euro für 1 Stunde mit Hans Leyendecker, als 10.000 Euro für 1.000 Stunden mit einem Prof. Dr.

Auch halte ich diese einseitigen und sehr rigiden Zugangsmöglichkeiten zum Journalismus-Studium für grundfalsch. Als Bürger wünsche ich mir sehr stark, dass z.B. ein Altenpfleger Journalismus studieren kann, wenn ihm danach ist.

Höchst problematisch sehe ich es, dass dann sogar private Studien-Angebote, ja sogar Fernkurse eine staatliche Erlaubnis brauchen.

Es ist grundfalsch, wenn alle Berufe (Lehrer, Rechtsanwälte, Pfarrer, Politiker, Journalisten), die der Obrigkeit irgendwie in die Quere kommen können, der staatlichen Kontrolle unterliegen und vom Staat ausgebildet werden.

Wie richtige journalistische Ausbildung aussieht, sehen Sie unter http://www.journalism.missouri.edu/

Sehen Sie sich z.B. die Bios der dortigen Dozenten an. Schon diese Bios lesen sich spannend. Das sind Dozentinnen und Dozenten, von denen ich unendlich gerne noch etwas lernen möchte. Ist das bei den Prof-Docs genau so?

Haben Sie den Thread in diesem Forum gesehen, wo eine 18-jährige Russin schüchtern anfragt: „kann ausländer journalistik in deutschland studieren?“ Bei dieser US-School genügt ein Blick auf die Web-Site und alles ist klar.

Und ein Blick genügt, und Sie erkennen, dass es hier um Journalismus geht.

Oder klicken Sie mal hier. Eine andere School...
http://www.milforded.org/schools/for...la/feature.ppt
Macht das, was Sie da bekommen, nicht Lust auf ein komplettes Studium?

Vor allem bringen diese amerikanischen Journalism-Schools unendlich viel Spaß rüber. Und Journalismus macht unendlich viel Spaß. Vor allem bei den Zeitschriften habe ich meine Arbeit nie als Arbeit empfunden. Ich habe das immer irrsinnig gerne gemacht.

Und auch diesen Text hier tippe ich, weil’s mir Spaß macht.

Journalismus im wirklichen Leben hat nichts, aber auch gar nichts mit dem tristen, arroganten, rigiden und bürokratischen Uni-Leben zu tun, das uns die Obrigkeit als Vorbereitung für den Beruf vormachen will.
PeterJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2007, 13:33   #25
antonia
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Zitat:
Zitat von PeterJ Beitrag anzeigen
Die Unis unterrichten so viel Unsinn. Warum ist es nicht möglich, einige der besten Reporter einzuladen, und denen gutes Geld dafür zu geben, dass sie ihre besten Geheimnisse verraten?

Ich meine...

Lieber 10.000 Euro für 1 Stunde mit Hans Leyendecker, als 10.000 Euro für 1.000 Stunden mit einem Prof. Dr.
Ich kann das Journalistik-Studium in Deutschland nicht beurteilen, ich habe nie an einer Uni studiert. Aber an die (renommierten) Journalistenschulen in Deutschland kommen die besten Reporter sogar für weniger als 10 000 Euro.
antonia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2007, 13:56   #26
christine
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Zitat:
Zitat von PeterJ Beitrag anzeigen
Schreiben SO Master-Journalisten?
Falls sie es tun, bekommen sie dort gehörig in den Hintern getreten. Dieser "bürokratische Stuss" dürfte genau dort seiner Wurzeln haben - ich schätze, dass sind die Beschreibungen, die die Mainzer damals einreichen mussten, damit der Studiengang als Master-Studiengang akkreditiert wurde (als einer der ersten übrigens). Deshalb stehen sie nun wohl auch auf den Webseiten.

Bei den Themen des Kommentars und des Berichts geht es auch nicht darum, ob jemand brav den Jubelperser gibt, sondern ob der Kandidat a) schreiben b) strukturieren/argumentieren und c) auch aus drögen Themen etwas machen kann, das lesbar ist. (Ist ja später im Beruf genauso, nicht alles ist immer von vornherein superspannend.)

Die gestandenen Dozenten kommen alle aus der Praxis, waren Chefredakteure oder Ressortleiter oder arbeiten nach wie vor als Journalisten. So ist beispielsweise Axel Buchholz in Mainz Honorarprofessor für Radiojournalismus, wer ihn kennt, weiß, dass man von ihm viel lernen kann. Es kostet auch keine 10.000 Euro.

(Ich fand den Studiengang allerdings besser, als er noch nicht auf Masterabschluss umgestellt war.)

Geändert von christine (11.09.2007 um 10:27 Uhr).
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2007, 13:06   #27
chr1stoph
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

hallo zusammen,

kann jemand etwas zum master 'medienwissenschaften' in tübingen sagen, evtl. gar im vergleich zu mainz und hohenheim? scheint laut vvz und website ja nicht merklich weniger praktisch orientiert zu sein als die kollegen in mainz und hohenheim.

schönen sonntag,
...

Geändert von chr1stoph (09.09.2007 um 13:10 Uhr).
chr1stoph ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2007, 20:49   #28
PeterJ
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Zum Studiengang Master 'Medienwissenschaften' in Tübingen muss man nicht viel sagen. Der spricht für sich selber...

Gehen sie einfach auf deren Web-Site und klicken Sie auf „Portfolio“. Sie geraten dann an verschiedene Texte von Studenten. Ich schwör’s, ich nehme hier einfach irgendeinen Text als Beispiel. Ich habe nicht lange ausgewählt (die sind alle gleich schlimm)...

„Der kleine Hans, der Skifahrer

Eigentlich hätte er Alphirte werden sollen. So wie sein Vater. Und sein Großvater. Aber dann kam das Skifahren dazwischen, und die Kirche und vieles mehr.

Als der kleine Hans zwölf Jahre alt war, zog er zum ersten Mal mit den Rindviechern auf die Alpe. Die Schule war zu Ende. Sie hatte ihm Spaß gemacht. Sechs Jahre waren aber genug. Die weiterführende Schule in Luzern blieb ein Traum. Dafür reichte das Geld nicht. Den ganzen Sommer lang sah der kleine Hans kaum einen Menschen. Gleichmütig verrichtete er seine Arbeit. Nichts störte ihn am einsamen Leben hoch über seinem Dorf. Denn er wusste: Der nächste Winter kommt bestimmt. Und mit dem Winter die Touristen zum Skifahren.

Wenn der kleine Hans etwas gut konnte, dann das Skifahren. Von seinem Onkel, dem Schreiner, hatte er ein Paar selbst gefertigte Ski geschenkt bekommen. Bei jedem Wetter schnallte der kleine Hans die Ski an und fuhr die Hänge ab. Lifte gab es damals schon, aber die waren zu teuer… “

Hören wir auf damit? Reicht das?

Der obige Text ist der Einstieg zu einer Geschichte über den Theologen Hans Küng. Möchten Sie wirklich lernen, wie man so etwas schreibt???????

Für welche Zeitung oder welche Zeitschrift wollen Sie so etwas schreiben -- und damit Geld verdienen??????

Die Aufnahmevoraussetzung für das Studium sind nicht nur Hauptschulabschluss, sondern ein abgeschlossenes Hochschulstudium und möglichst noch „medienpraktische Erfahrung“.
PeterJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2007, 20:57   #29
lasse
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

Hallo Christoph,

was hast du dir denn für ein persönliches Ziel gesetzt? Mit der Antwort auf diese Frage könnte man dir vielleicht noch andere Optionen als diesen Studiengang aufzeigen.
lasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2007, 23:06   #30
chr1stoph
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Standard AW: Aufbaustudiengang Journalismus

danke fuer die antworten. die tuebinger texte.. gut.. lassen wir die mal aussen vor.

ganz abgesehen von meinem persoenlichen ziel interesiert mich die vierfache ausbildung, und falls es mit meinem klaren wunsch mainz nicht klappen sollte, stehen noch hohenheim und tuebingen zur wahl. entscheidungshilfen fand ich ausser den vorlesungsverzeichnissen kaum und hoffte, sie evtl. hier zu finden von ehemaligen studis, anhand von reputation der studiengaenge o.ae.
chr1stoph ist offline   Mit Zitat antworten
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