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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 11.10.2008, 18:34   #1
drahtsommer
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Standard Einstieg als Freier

Hallo zusammen


Ich hoffe ich bin mit meiner Frage richtig. Da ich ein Unterforum „Berufseinstieg“ nicht gefunden habe, versuche ich es hier.
Ich habe soeben mein Studium abgeschlossen (Soziologie, Journalistik, Germanistik) und möchte jetzt gerne als freier Journalist tätig sein. Meine Frage ist nun folgende:
Wie habt ihr euch die ersten Aufträge beschafft? Habt ihr in Redaktionen angerufen und Themen vorgeschlagen, oder nach Aufträgen für von der Redaktion bestimmte Themen gefragt?
Ihr würdet mir wirklich sehr helfen mit euren Ratschlägen.
drahtsommer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2008, 20:04   #2
christine
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Standard AW: Einstieg als Freier

Hast Du während Deines Studiums eigentlich journalistische Erfahrungen gesammelt? Für mich klingt das nämlich so, als habest Du noch gar keine Kontakte zu Redaktionen. Hast Du denn schon Themenschwerpunkte oder ein Spezialgebiet? Und für wen willst Du als Freier arbeiten: Print, Online oder Rundfunk?

Wenn Du Themen hast, solltest Du Dir genau überlegen, in welche Medien die passen könnten und dann recherchieren, ob die die nicht vielleicht schon vor kurzem gemacht haben, bevor Du sie anbietest. Wahllos Themen anzubieten, bringt in der Regel nicht viel. Medien und Ansprechpartner findest Du beispielsweise im Stamm oder Zimpel (gibt es beides auch als CD-ROM in großen Bibliotheken).

Aber mal eine ganz andere Frage: Wenn Du gerade Dein Studium abgeschlossen hast, wie regelst Du das jetzt mit Deiner Sozialversicherung? Und hast Du Dir schon einmal ausgerechnet, wie hoch Dein Umsatz pro Stunde sein muss, um Deine Kosten zu decken und auch einen Gewinn einzufahren? Du musst schließlich einschätzen können, ob sich ein Auftrag finanziell überhaupt lohnt und ob Du ihn gegebenenfalls querfinanzieren kannst, wenn er Dich inhaltlich reizt, jedoch nicht lukrativ ist. Über die freiwillige Arbeitslosenversicherung solltest Du Dich auch noch informieren, falls Du das noch nicht getan hast.

Geändert von christine (11.10.2008 um 20:08 Uhr).
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Alt 11.10.2008, 20:48   #3
Jan Peter
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Standard AW: Einstieg als Freier

Hi!

Lass dich von Christines "mütterlicher Art" nicht abschrecken. Probiere es doch einfach mal bei der nächsten Regionalzeitung (Ressorts Lokales, Sport, Kultur) und frag telefonisch nach ob sie Bedarf an freier Mitarbeit haben (haben sie sicher...). Stadtmagazine sind auch immer gute Abnehmer, zahlen aber meist mies. Ähnliches gilt für Lokalblätter.

Und lass dich nicht entmutigen, wenn man dich zunächst abwimmeln will. Ein zweiter Anruf oder ein persönlicher Besuch kann manchmal weiterhelfen.

Themen anbieten ist natürlich nie schlecht, aber als Einsteiger wirst Du zunächst mal recht viel Terminjournalismus machen (müssen). Das heißt Du wirst (im Optimalfall) regelmäßig angerufen und kriegst Aufträge. Was die Bezahlung angeht kannst Du dich grob an der Auflage orientieren. Lass Dich nicht mit einem Hungerlohn abspeisen. Auf der djv-Seite und bei mediafon findest du hierzu einiges Material zu Orientierung.

Und dann, wenn du zum ersten Mal richtig was verdienst, kannst Du anfangen über ne freiwillige Arbeitslosenversicherung nachzudenken (muss aber nicht sein - finde ich zumindest).

Viel Glück!
Jan Peter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2008, 21:09   #4
drahtsommer
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Standard AW: Einstieg als Freier

Na super


Danke schonmal für die schnellen Antworten.
Einfach mal anrufen! Das ist doch ein Tipp, mit dem man etwas anfangen kann. Allerdings schließt da sofort meine nächste Frage an: Wie sieht es mit Arbeitsproben aus, was wäre günstig? Längere, oder kürzere Beiträge, welche Darstellungsformen sind ratsam?


Themen und auch größere Themenfelder (bzw. Spezialgebiete) habe ich schon, allerdings frage ich mich wie ausgearbeitet ich diese präsentieren soll. Ist es ratsam erstmal „vorzufühlen“, ob Interesse besteht, oder ein ausgearbeitetes Exposee auf den Tisch zu legen?


Also nochmal danke für die bisherigen Antworten!
drahtsommer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2008, 22:55   #5
christine
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Standard AW: Einstieg als Freier

Exposé bzw. Treatment brauchst Du in der Regel nur, wenn Du beim Rundfunk Themen anbieten willst.

Und lass Dich nicht von Jan Peter täuschen: Die freiwillige Arbeitslosenversicherung kannst Du nur in den ersten vier Wochen nach der Aufnahme Deiner selbstständigen Tätigkeit abschließen, danach geht es nicht mehr. Es kostet nicht viel - lohnt sich aber insbesondere für Hochschulabsolventen. Falls Du mal weniger als 15 Stunden pro Woche zu tun hast, wird Dein Arbeitslosengeld nämlich nach Deiner Qualifikation berechnet. Allerdings musst Du vorher eine gewisse Zeit lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein, um die Versicherung abschließen zu können. Sieh zu, dass Du in die KSK aufgenommen wirst. Und informiere Dich über die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.

Generell gilt aber, dass Du von den Honoraren von Regionalzeitungen nur kaum leben können wirst, erst recht nicht von dem, was Lokalzeitungen zahlen. Damit kommen nur Studis über die Runden, die müssen ja auch keine Sozialversicherung zahlen und was sonst noch so fällig wird. Sind halt Studis und keine hauptberuflich freien Journalisten.

Geändert von christine (11.10.2008 um 23:08 Uhr).
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Alt 12.10.2008, 12:11   #6
christine
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Standard AW: Einstieg als Freier

Hier der Link zum Merkblatt der Arbeitsagentur zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung. Wie die jeweiligen Leistungen im Falle einer Arbeitslosigkeit berechnet werden, findest Du in den Broschüren der Journalistenverbände.
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Alt 12.10.2008, 15:25   #7
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Standard AW: Einstieg als Freier

Zitat:
Zitat von drahtsommer Beitrag anzeigen
Na super
Wie sieht es mit Arbeitsproben aus, was wäre günstig? Längere, oder kürzere Beiträge, welche Darstellungsformen sind ratsam?
Also nochmal danke für die bisherigen Antworten!
Eine "Arbeitsprobe" ist ein Artikel, der von dir veröffentlicht worden ist. Du verweist damit auf deine Arbeit und die Publikation(en) für die du schon gearbeitet hast.
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Alt 12.10.2008, 22:57   #8
christine
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Die Auswahl der Arbeitsproben ist abhängig von dem Blatt und der Redaktion, bei der Du Dich bewirbst.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2008, 04:43   #9
LarsB
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Gibt es eigentlich noch mehr Foren wie hier, auf denen Redaktionen nach freien Journalisten suchen? Mal so eine kleine Frage am Rande, aber passt ja zum Thema
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Alt 13.10.2008, 09:28   #10
christine
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Akquise läuft für freie Journalisten andersherum. Und hier sucht schon gar keine Redaktion nach freien Journalisten, hier ist das Ausbildungsforum. Allenfalls werden ab und an mal Praktika, sehr selten ein Volo angeboten.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2008, 15:18   #11
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Und die, die im Bereich "Jobs" inserieren, wissen oft schon, warum sie das machen...... *lach*
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Alt 13.10.2008, 22:09   #12
LarsB
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Okay, aber bisher habe ich eherlich gesagt alle meine Jobs, und teilweise auch sehr gute, über solche Foren gefunden. Die einzige Ausnahme ist eine Redaktion, da hatte mir jemand ein Tipp gegeben und dann hatte ich mich erfolgreich beworben.

Dennoch gibt es ja einige Foren, in denen Journalisten (oder nennen wir es in den meisten Fällem lieber Texter) gesucht werden. Neben Journalismus.com gibt es ja zum Beispiel auch noch Abakus. Und daher wollte ich fragen, ob ihr vielleicht noch ein paar mehr solcher Foren kennt.
LarsB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 01:17   #13
synapse87
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Okay, sagen wir mal ich schreibe einen Artikel. Wie biete ich den an?
Schick ich ihn direkt mit und schreibe dazu "Mit Bitte um Veröffentlichung" (käme das nicht eher einer Pressemitteilung gleich?)? Wie mache ich denn klar, dass ich auch was daran verdienen möchte?!

Ich komm mir bei den Fragen selber dämlich vor, aber wenn man so etwas noch nie gemacht hat, ist es schwierig...
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Alt 11.11.2008, 10:15   #14
Maxtron
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Hallo Synapse87,
wenn Du einen Artikel einfach mit dem Komentar: "Bitte um Veröffentlichung" einreichst, wirst Du in der Regel kein Geld dafür bekommen. Wie Du richtig erkannt hast, wird dieser Satz bei Pressemitteilungen und Vereinen genutzt.

Natürlich kannst Du Deinen Bericht mit dem Hinweis "Angebot Berichterstattung über XXXX" komplett einsenden. Hierbei kann es Dir aber passieren (ist mir auch schon passiert), dass irgendeiner die Idee aufgreift und unter seinem Namen schreibt. Ist nicht schön und kollegial passiert aber.

Besser ist es, wenn Du das Angebotene Thema mit Stichpunkten beschreibst.
So braucht der Redakteur nicht den ganzen Text zu lesen um zu wissen worum es geht und er kann Dir genau sagen wieviel Zeichen er benötigt.
(auch hier wieder mit dem Hinweis "Angebot Berichterstattung über XXXX")

Viel Erfolg
Maxtron ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2008, 20:37   #15
christine
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Bevor Du losschreibst, bietest Du das Thema erst einmal der Redaktion an, ob sie es überhaupt haben wollen. Vorher hast Du Dich natürlich schlau gemacht, in welche Zeitung/Zeitschrift das Thema passen könnte und hast recherchiert, ob sie dieses Thema nicht schon hatten vor kurzem. Zu wissen, wer in der Redaktion der richtige Ansprechpartner ist und wann Redaktionsschluss ist, ist auch nicht verkehrt. Sich mal umzuhören, wie viel die überhaupt zahlen, ist ebenfalls zu empfehlen - nicht, dass es da böse Überraschungen gibt und Du für das Honorar gar nicht schreiben willst, weil es sich nicht rechnet.

Ach ja, das Thema hast Du so weit anrecherchiert, dass Du es der Redaktion auch schmackhaft machen kannst.
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