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Alt 01.04.2003, 00:27   #1
unbekannter User (Gast)
 
Beiträge: n/a
Standard Heute ist es Irak und morgen die ganze Welt ...

Wer wissen will, warum dieser Krieg geführt wird, braucht eigentlich nicht groß überlegen. Leider fällt aber vielen die Verwendung der eigenen grauen Zellen sehr schwer, leider besonders denen, die man tagtäglich in den Medien hört.

Eigentlich muß man dazu viel mehr erklären, aber ich versuche es mal ganz kurz zu verdeutlichen:

Es gibt in der Welt drei große Wirtschaftsräume. Das ist zum einen Europa mit fast 30% der Weltproduktion, dann der US-amerikanische Raum mit auch fast 30% der Weltproduktion und der japanische Raum mit ca. 17% der Weltproduktion.

1945 sah das alles ganz anders aus. Da betrug nämlich der Anteil der USA an der Weltproduktion fast 50%. Ergo, im Laufe der Jahrzehnte
haben die USA ständig eingebüßt und sehen in Europa und Asien immer stärker werdende Konkurenten, ja, vielleicht sogar Feinde (Man denke nur an die vielen Strafzölle auf Waren, die in die USA exportiert werden.)

Rein wirtschaftlich gesehen, will die USA eine Weltmacht sein, ist es aber nicht mehr, leider ist sie aber militärisch gesehen noch immer die Weltmacht.

Und nun sind alle diese drei großen Wirtschaftsräume total abhängig vom Erdöl. Ohne Erdöl läuft in unserer Wirtschaft nun mal gar nichts.

Viele wissen nicht, daß gerade europäische Konzerne in den letzten zwei Jahren Milliardenschwere Verträge über Öllieferungen mit dem Irak abgeschlossen haben. Und die Amerikaner kriegen einfach den Fuß nicht in die Tür zu den riesigen irakischen Ölquellen und haben gegenüber Europa jetzt schon sogar beim ach so lebenswichtigen Erdöl das Nachsehen. Die Wirtschaftskraft der USA reicht nicht mehr aus, um auf friedlichem Wege die riesigen Erdölquellen unter ihre Kontrolle zu bekommen. Da nun die USA nur noch auf militärischem Gebiet die Weltmacht sind, ist der Einsatz dieses Mittels (Krieg) die einzige Möglichkeit, sich Anteile oder vielleicht sogar die volle Kontrolle über die Erölfelder im Iraq zu sichern.

Das heißt aber auch, daß der Krieg, den die USA führen, eigentlich gegen die Wirtschaftskraft Europas geführt wird, nur daß eben das Schlachtfeld noch nicht in Europa ist.

Die Diskussionen über Hussein oder Bin Laden sind dabei nur vorgeschobene Vorwände, und die meisten Leute freuen sich sogar noch darüber, wenn sie von den USA verarscht werden, womit auch klar ist, daß es eigentlich völlig egal ist, wer im Iraq an der Macht ist.

Und welchen Wert die Ölquellen haben, wird mit sehr einfacher Mathematik schon deutlich:

Das Öl wird im Iraq zu Kosten von 1 bis 5 Dollar pro Barrel gefördert. Verkauft wird es aber auf dem Weltmarkt für derzeit ca. 25 bis 30 Dollar pro Barrel. das macht einen Reingewinn von mindestens 20 Dollar pro Barrel.
Nun liegen aber im Iraq an bekanten Lagerstätten 112 Milliarden Barrel unter der Erde und Experten vermuten in den Wüstengebieten noch mehr Öl. So, und nun die Frage: Wieviel Dollar sind 20 Dollar mal 112 Milliarden Barrel? Das ist die unvorstellbare Menge von 2,24 Billionen Dollar, oder ausgeschrieben 2240000000000 Dollar. Wenn man aber davon ausgeht, daß der Erdölpreis aufgrund der begrenzten Voräte auf der Erde weiter steigt und im Iraq noch mehr Öl gefunden wird, können da schnell 10 Billionen Dollar Reingewinn zusammen kommen.

Was sind gegen diesen Profit schon 200 Milliarden Dollar Kriegskosten und 100000 Tote, wenn dem glücklichen Sieger am Ende 10 Billionen Dollar winken?
Außerdem holen sich die USA mit dem Krieg auch die verlorengegange wirtschaftliche Macht zurück, denn wer die Macht über das Öl auf dieser Erde hat, bestimmt den Lauf der Geschichte auf dieser Welt; zumindest noch so lange, wie es Öl gibt.

Und zu guter letzt schaut euch doch mal an, wo Afghanistan liegt? Ist es nicht verwunderlich, daß zur Zeit alle wichtigen Erdölfelder vom Kaspischen Meer bis zum Iraq von den USA militärisch eingekreist werden?

So, und nun könnt ihr weiterdenken, was uns vielleicht alles noch bevorsteht ....
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