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Alt 14.05.2004, 18:02   #1
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Standard „Church of Fools": schicke 3D-Online-Kirche

Nachricht vom 13.05.2004 13:06
Verantwortlich: EMK-News-Team
---------------------------------------------

13.05.2004 Grossbritannien:
Methodistenkirche ist Hauptsponsor einer
Online-Kirche

Die Methodistenkirche von England macht bei einem originellen Projekt mit.
Sie ist Hauptsponsor von „Church of Fools" (zu Deutsch etwa „Kirche der
Narren"), einer Online-Kirche unter
http://www.shipoffools.com/church/index.html ,die vor zwei Tagen fuer die
Dauer von drei Monaten aufgeschaltet wurde.

„Church of Fools" zeigt in einer 3D-Animation eine virtuelle Kirche.
BesucherInnen der Online-Kirche koennen zu Beginn eine maennliche oder
weibliche Figur auswaehlen und anhand dieser Figur in der Kirche
herumspazieren und zum Beispiel darin Platz nehmen, knien, beten, sich eine
kirchliche Ausstellung ansehen oder sich interaktiv in Form von
Sprechblasen mit anderen Kirchenbesuchern unterhalten. Dabei gelten auch in
einer Online-Kirche gewisse Regeln, wie man sich in der Kirche zu verhalten
hat. So soll man sich zum Beispiel respektvoll miteinander unterhalten oder
sich auch einfach nur mal hinsetzen und schweigen. Haelt man sich nicht an
die aufgestellten Regeln, wird man von einem Kirchenverantwortlichen
ermahnt und falls dies nichts nuetzt, aus der Kirche geleitet.

„Church of Fools" hat seinen Namen von „Ship of Fools", einem christlichen
Web-Magazin und Online-Gemeinschaft, die die Betreiber dieser Online-Kirche
sind. Zum Betreten der Kirche muss der eigene Computer mit einer bestimmten
Version des „Shockwave"-Programms von Macromedia ausgeruestet sein. Wer
dieses Programm nicht auf seinem Computer hat, kann es auf der
Einstiegsseite von „Church of Fools" via einem Link gratis herunterladen.

Die Online-Kirche ist waehrend 24 Stunden und an 7 Tagen geoeffnet und soll
ein Ort des Gebets, der Diskussion und der Erkundung sein. Zu gewissen
Zeiten, so zum Beispiel naechsten Sonntag um 9.00 Uhr, findet eine kurze
Andacht statt, geleitet von einem Pfarrer oder einem Gastprediger. Beim
Eroeffnungsgottesdienst von „Church of Fools" waren, laut den Betreibern
der Homepage, rund 1'000 Menschen online dabei.

„Die Methodistenkirche versucht, den Veraenderungen der heutigen Zeit zu
begegnen. Wir wollen uns ernsthaft der „verlorenen Generation" der unter
40-jaehrigen annehmen und neue und frische Formen von Kirche sein
erforschen. Das Internet ist eine grosse Quelle von Informationen,
Nachrichten und Debatten und wir denken, dass dies ein Weg sein koennte,
Menschen in das kirchliche Leben zu involvieren," sagt Pfarrer Jonathan
Kerry von der Methodistenkirche.

Die finanzielle Unterstuetzung der Methodistenkirche fuer „Church of Fools"
ist zurueckzufuehren auf das erfolgreiche gemeinsame Projekt mit
shipoffools.com betreffend der Suche nach einem elften Gebot (siehe auch
EMKNI-Meldung vom 16.04.2004). Als Hautsponsor zahlt die Methodistenkirche
5'000 britische Pfund an das Projekt von „Church of Fools". Das Geld stammt
aus dem Epworth Fonds, der eingerichtet wurde, um Projekte mit einem
verbindenden Charakter zu unterstuetzten. „Der Erfolg der Initiative fuer
ein elftes Gebot hat demonstriert, dass junge Menschen daran interessiert
sind, was die Kirche tut, wenn es in einer frischen und innovativen Art und
Weise praesentiert wird. ‚Church of Fools" ist eine weitere neue
Ausdrucksform der kirchlichen Botschaft," so Pfarrer Kerry und er meint
weiter: „Das Logo der Methodistenkirche wird an einer prominenter Stelle
bei ‚Church of Fools" platziert und Online-Besucher werden in der Lage
sein, mehr ueber die Methodistenkirche herauszufinden und warum wir uns an
diesem Projekt beteiligen. Die Kirche wird auch Diskussionsthemen liefern
und es wird auch ein Link zu unserer offiziellen Website geben."

Auf der Website von „Church of Fools" geben die Betreiber auch einige
Antworten zu Fragen, die man sich im Zusammenhang mit „Church of Fools"
stellen koennte. Interessant ist zum Beispiel die Antwort auf die Frage, ob
diese Kirche denn eine „echte" Kirche sei? Darauf antworten die Betreiber
wie folgt: „Wir sind bis jetzt noch nicht sicher – dies ist eines der
Dinge, das wir versuchen, herauszufinden. Jesus sagte, 'wo zwei oder drei
in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.' Wir glauben,
dass das Netz Menschen die Chance einer echten Begegnung und einer wahren
Gemeinschaft bietet, auch wenn sich diese Menschen nie direkt von Angesicht
zu Angesicht treffen. In diesem Sinne koennte ‚Church of Fools" wirklich
eine echte Kirche sein. Wir werden es herausfinden."
Quelle: Andy Schindler-Walch, EMKNI / Methodistenkirche von England /
www.shipoffools.com

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Alt 19.05.2004, 19:46   #2
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Tj, kaum Online und schon......

Zitat:
KETZEREI

Randale im virtuellen Gotteshaus

Die "Church of Fools" soll als virtuelles Gotteshaus Raum für Kontemplation, Gebet und Gespräch bieten. Am dritten Tag nach ihrer Eröffnung mussten nun Teile geschlossen, die Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden. Das von Kirchen finanzierte Gotteshaus hat Probleme mit Hetzern, Ketzern, Pöblern - und jemandem namens "Satan".
Weiterlesen hier:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzk...300664,00.html
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Ich zitiere:

Zitat:
Nachricht vom 25.05.2004 22:15
Verantwortlich: EMK-News-Team
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25.05.2004 Grossbritannien: Online-Kirche hat mit Rassismus und
Beschimpfungen zu kaempfen

"Church of Fools", die Online-Kirche, deren Hauptsponsor die
Methodistenkirche von England ist (siehe EMKNI-Meldung vom 13.05.2004), hat
mit Problemen zu kaempfen. So wurde die Kirche ein Opfer von virtuellen
Angriffen. Hacker loggten sich in das System unter Namen wie 'Satan',
'Gott' oder 'Jesus' ein, richteten Schaden an und verbreiteten rassistische
Aeusserungen sowie beschimpften andere Online-BesucherInnen. So waren die
Betreiber von "Church of Fools" gezwungen, Teile des Angebots zu sperren
und vermehrt zusaetzliche virtuelle Ordner in der Kirche einzusetzen.

Simon Jenkins, Herausgeber von "Ship of Fools", einem christlichen
Webmagazin, das die Online-Kirche betreibt, vergleicht die Schwierigkeiten
mit John Wesley, dem Begruender des Methodismus, der das Undenkbare im 18.
Jahrhundert tat und das Predigen aus der Kirche auf die Felder und in die
Strassen verlegte, wo die Menschen waren. "Er wurde von den Leuten
beschimpft und mit Eiern beworfen. Wir sind an derselben Sache
interessiert: die Kirche dahin zu bringen, wo die Menschen sind, - auf das
Netz - auch wenn es bedeutet, dass virtuelle Eier fliegen."

Trotz dieser Schwierigkeiten ist das dreimonatige Experiment der
Online-Kirche (siehe unter
http://www.http://www.shipoffools.com/church/index.html) bis jetzt aber ein
Erfolg. So besuchen momentan pro Tag durchschnittlich 8'000 Besucherinnen
und Besucher die Kirche.
Quelle: EMKNI / CNN / Church of Fools

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