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Fragen und Antworten Fragen und Antworten zum Journalismus

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Alt 22.03.2011, 01:54   #1
lisanne
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Böse Vertragsbruch?

Hallo!

Eine Frage: ich bin Redakteurin bei einer Tageszeitung. Meine Chefin hat mir bei meiner Festanstellung vier Gehaltserhöhungen, jeweils eine im Jahr über 100 Euro versprochen, da mein Anfangsgehalt relativ niedrig war.
Jetzt sagt sie auf einmal (ich hatte sie drauf angesprochen - von allein kam da nichts), eine Woche, bevor die 3. Erhöhung fällig wäre, dass sie mir die Erhöhung nicht zahlen wird... Auf meine Frage, warum, sagte sie: "der firma geht es schlecht. das sehen sie doch selbst. Ich kann Ihnen hier keine sonderstellung einräumen". Ich wies sie dann darauf hin, dass das aber in meinem vertrag steht - ohne Erfolg.

Meine Frage ist jetzt: Das ist doch eigentlich Vertragsbruch, oder? Mir ist zwar klar, dass ich, wenn ich dagegen vorgehen sollte, meinen Job vergessen kann, aber eigentlich will ich sowas nicht einfach übergehen...

Danke für Eure Meinungen!
lisanne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 12:21   #2
admin
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Daumen hoch AW: Vertragsbruch?

Hi,
also wenn Du das schriftlich hast gilt der Vertrag.

Du kannst jetzt zum Rechtsanwalt gehen Geld bekommen aber Arbeitsgericht bis Kündigung riskieren. Oder verhandeln: Das Geld steht Dir zu, aber vielleicht geht es Deiner Zeitung wirklich schlecht? Dann Stundung? Sollen sie dir das Geld aufs Weihnachtsgeld tun und als Abschlag am Ende des Jahres zahlen...

Du musst entscheiden was Du willst. Lass Dich mal von Verdi beraten. Gibt es einen Betriebsrat?
__________________
Peter Diesler (Admin)
Journalismus.com-Team
admin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 13:15   #3
lisanne
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Renommee-Modifikator: 0 lisanne wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Vertragsbruch?

Hallo und danke für die Antwort,

nein, einen Betriebsrat gibt es nicht.
Ja, meiner Zeitung geht es tatsächlich nicht gut. Wenn man mit mir in einem ruhigen Gespräch, das seitens der Geschäftsleitung initiiert wurde, freundlich angefragt hätte, ob es mir was ausmachen würde, die Erhöhung auf nächstes Jahr zu verschieben, bis man aus dem Gröbsten draußen ist, wäre ich dazu ja sogar bereit gewesen (obwohl ich als Dreiviertelkraft auf jeden Cent angewiesen bin)... Aber einfach davon auszugehen, dass ich das akzeptiere und mich noch so hinzustellen, als wäre ich unverschämt, in so einer Zeit auf meine vertraglich festgelegte Erhöhung zu pochen, ... das ist echt unmöglich...

Dann Stundung? Sollen sie dir das Geld aufs Weihnachtsgeld tun und als Abschlag am Ende des Jahres zahlen...
Wie meinst du das genau? Was hätte das für Vorteile für die Firma und für mich?

Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll, weil ich so wütend bin und mein Nicht- Einverstandensein ja auch schon zum Ausdruck gebracht habe, das ja aber nichts genutzt hat....
lisanne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 13:42   #4
admin
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Daumen hoch AW: Vertragsbruch?

Zitat:
Zitat von lisanne Beitrag anzeigen
Dann Stundung? Sollen sie dir das Geld aufs Weihnachtsgeld tun und als Abschlag am Ende des Jahres zahlen...
Wie meinst du das genau? Was hätte das für Vorteile für die Firma und für mich?
Na ja, wenn die jeden Cent brauchen, dann ist es für Sie von Vorteil, wenn Sie dir das Geld später zahlen. Verzichten würde ich drauf nicht.

Du kannst aber auch anbieten, den geringeren Verdienst durch mehr Freizeit zu kompensieren.

Wie gesagt, wie auf einem Basar.

Zitat:
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll, weil ich so wütend bin und mein Nicht- Einverstandensein ja auch schon zum Ausdruck gebracht habe, das ja aber nichts genutzt hat....
Vor allem erst mal emotionen rausnehmen....

Na ja, die haben ja auch ein Interesse daran, dich zu motivieren. Du kannst ja hingehen und die nächste Gesprächsrunde einläuten mit "Ich habe noch einmal über die Situation nachgedacht...." und dann einen Vorschlag machen. Denk auch drüber nach, wie die von deinem Vorschlag auch profitieren könnten. (z.B. deine Motivation steigern)

Und dann vielleicht doch mal ernsthaft die Frage stellen, ob Sie für Dich überhaupt eine Perspektive sehen?

Ich würde mit dem Verlagsleiter oder Besitzer des Ladens sprechen.

Geh mal zur Gewerkschaft..., lass dich beraten....
__________________
Peter Diesler (Admin)
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