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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 08.02.2006, 17:57   #1
atapter2
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Standard Frage: PR vs. Werbung

Hi,
ich habe die letzten zwei Wochen ein Praktikum bei einem Projektbüro gemacht (PR-Büro). Nun habe ich meinen Praktikumsbericht geschrieben und bin dabei über etwas gestolpert:
Zitat:
Das Projektbüro gliedert sich in zwei Arbeitsfelder: es gibt zum einen den Bereich „Marketing/Werbung“ und zum anderen den Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“, der auch abgekürzt „PR“ genannt wird (PR heißt „Public Relation“, was auf Deutsch übersetzt dem Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ nahe kommt.). Diese beiden Tätigkeitsbereiche werden streng von einander getrennt. Das hat seine Gründe:
Werbung ist immer käuflich. Jeder kann einen Anzeigenplatz in der Zeitung oder in den neuen Medien käuflich erwerben. Der Platz steht dann mit gewissen Einschränkungen dem Käufer frei zur Verfügung.
Dagegen ist Öffentlichkeitsarbeit nie käuflich. Ein Journalist hat immer den Vorsatz und das Bestreben, unabhängig von der öffentlichen Meinung oder der Industrie, einen Artikel zu veröffentlichen. Der Inhalt des Artikels ist damit nicht zu beeinflussen. Wenn man Öffentlichkeitsarbeit auf Basis eines PR-Büros betreibt und nicht bei der Zeitung arbeitet, kann man mit einem Redakteur vereinbaren, einen Artikel zu einem Thema zu schreiben, den er dann veröffentlicht. Dabei kann man allerdings nie sicher sein, dass der Artikel genau so in der Zeitung erscheint. Für diesen Artikel wird man aber kein Geld zahlen, da dieser Platz eigentlich nicht käuflich ist.
So, jetzt wurde mir aber erzählt, dass zum Beispiel ein Freizeittipp jede Woche in unserer Zeitung erscheint. Der wurde vom Touristikverein in Auftrag gegeben und wird auch bezahlt.
Aber da beißt sich doch was: Weil Öffentlichkeitsarbeit nie käuflich ist (siehe Text). Habe ich da einen Denkfehler?
Oder ist nur ein bestimmter Teil der Öffentlichkeitsarbeit nicht käuflich?
mfG

Geändert von atapter2 (08.02.2006 um 18:17 Uhr).
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Alt 09.02.2006, 15:32   #2
atapter2
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Hat keiner hier einen Ansatz für mich?
mfG
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Alt 09.02.2006, 16:00   #3
calypso
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

wird sind alle käuflich - offenbar auch "deine" zeitung. steht denn anzeige über dem tipp? falls nicht, dann ist es weder werbung noch pr, sondern einfach schmutzig.
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Alt 09.02.2006, 16:12   #4
atapter2
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Doch, es ist PR und es steht nicht Anzeige drüber. Das PR-Büro schreibt für den Tourstikverein Texte, die in der Zeitung veröffentlicht werden.
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Alt 09.02.2006, 16:25   #5
calypso
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

und wenn der touristikverein dafür bezahlt (also: auch die zeitung?), die zeitung das aber nicht erwähnt, ist es dreckig.
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Alt 09.02.2006, 17:00   #6
atapter2
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Ich dachte, es sei normal, wenn eine Zeitung auch von externen Redaktionen Artikel übernimmt oder in Auftrag gibt. Ist das nicht der Fall?
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Alt 09.02.2006, 17:32   #7
j-dennis
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Zitat:
Zitat von atapter2
Ich dachte, es sei normal, wenn eine Zeitung auch von externen Redaktionen Artikel übernimmt oder in Auftrag gibt. Ist das nicht der Fall?
Es ist üblich und normal, dass eine Zeitung von externen Redaktionen oder freien Journalisten Texte abdruckt und diese dafür (hoffentlich ordentlich) bezahlt. Aber das sind dann Journalisten, die den Text schreiben und keine PR-Heinis. Da liegt, glaube ich, dein Denkfehler. PR wird von Agenturen, Unternehmen und Verbänden gemacht - nicht aber von Journalisten. So sollte es zumindest sein.
Wenn Journalisten PR-Texte für Zeitungen schreiben oder Zeitungen PR-Texte abdrucken, ist das in der Tat dreckig. Allerdings nicht nur, wenn die Zeitung dafür zahlt - wie Calypso schrieb. Eine Zeitung darf PR-Texte von Agenturen oder Unternehmen auch nicht unbezahlt abdrucken - so lange diese nicht als "Anzeige" gekennzeichnet werden. Werbung (und PR ist eine Form der Werbung) und redaktionelle Inhalte sind streng zu trennen - das schreibt auch der Pressekodex vor. Leider verstoßen immer mehr Zeitungen immer öfter dagegen, da sich prima Geld sparen lässt, wenn man PR-Texte einfach übernimmt. Dadurch wird die Sache aber nicht besser.
Und leider lassen sich einige PR-Agenturen immer rafiniertere Tricks einfallen, um ihre Botschaften getarnt als redaktionelle Texte in die Zeitungen zu setzen.
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Alt 09.02.2006, 17:43   #8
atapter2
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Ist denn PR und Öffentlichkeitsarbeit das selbe?
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Alt 09.02.2006, 18:13   #9
julia
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

also, PR (Öff.arbeit) wird oft übersetzt als Werbung für das Unternehmen insgesamt, also wenn es zB Geld für irgendwas gespendet hat oder einen PR-Text schickt, dass Azubi X den besten Abschluss gemacht hat.
Werbung ist für ein Produkt, und das definiere ich dann eher als Anzeige in ner Zeitung oder irgendne Promoaktion in Läden.

Und was die Trennung angeht: schön wär`s. Aber viele freie Journalisten können nun mal nicht allein von den Aufträgen einer Tageszietung oder Fachzeitschrift leben, deshalb sind sie auf PR-Aufträge angewiesen. Also tut nicht so! Erst wenn man einige Berufsjahre auf dem Buckel hat, wird man auch mal Aufträge ablehnen können.
(Kritisch wird's nur, wenn sie gleichzeitig auch für die Zeitung/Zeitschrift redaktionell tätig sind und auch den Umbruch machen, also ihre eigenen Texte ins Blatt heben.)

Und zu den Redaktionen: v.a. in Fachzeitschriften werden oft PR-Texte übernommen, anders ist es oft gar nicht möglich das Blatt voll zu bekommen sowie eigene Themen anzustoßen. Zudem sind die Themen oft so fachspezifisch, da hat man gar nicht die Zeit, sich einzuarbeiten.
julia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2006, 11:43   #10
j-dennis
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Zitat:
Zitat von julia
Und was die Trennung angeht: schön wär`s. Aber viele freie Journalisten können nun mal nicht allein von den Aufträgen einer Tageszietung oder Fachzeitschrift leben, deshalb sind sie auf PR-Aufträge angewiesen. Also tut nicht so! Erst wenn man einige Berufsjahre auf dem Buckel hat, wird man auch mal Aufträge ablehnen können.


Was heißt tut nicht so? Das hat doch nichts mit der finanziellen Situation der freien Journalisten zu tun, sondern mit deren Anstand. Von mir aus kann ja jeder, der sich nicht genug Aufträge bei Zeitungen oder Magazinen suchen kann, für Unternehmen oder Verbände PR machen. Dann sollte er das aber trennen, d.h. über die Unternehmen, die ihn für PR-Arbeit bezahlen, nicht mehr journalistisch berichten. So einfach ist das. Für seriöse Journalisten ist das eine Selbstverständlichkeit. Außerdem riskiert man - zumindest bei den größeren Zeitungen - seine journalistischen Aufträge, wenn die Redaktion heraus bekommen sollte, dass der Freie Berichte über Unternehmen schreibt, von denen er bezahlt wird.

[quote=julia] Und zu den Redaktionen: v.a. in Fachzeitschriften werden oft PR-Texte übernommen, anders ist es oft gar nicht möglich das Blatt voll zu bekommen sowie eigene Themen anzustoßen. Zudem sind die Themen oft so fachspezifisch, da hat man gar nicht die Zeit, sich einzuarbeiten. [quote]

Was sollen das denn für Fachzeitschriften sein? Gerade die Redakteure oder Freien, die sich auf bestimmte Fachgebiete konzentrieren, kennen sich mit den fachspezifischen Themen aus. Sonst wären es keine Fachzeitschriften. Natürlich greifen die auf die PR-Meldungen zurück, entweder auf die Infos direkt oder sie nehmen die Meldung als Anlass, über ein Thema zu recherchieren. Aber eine PR-Meldung einfach komplett abdrucken, das ist für Fachzeitschriften besonders gefährlich. Denn deren Leser kennen sich in der Regel in dem Thema sehr gut aus und merken so etwas schnell. Für eine Fachzeitschrift mit begrenztem und gut informiertem Leserstamm ist es sehr gefährlich, ihr Renomee in der jeweiligen Branche aufs Spiel zu setzen. Ich kaufe mir ja eine Fachzeitschrift, weil ich unabhängige Informationen will, sonst könnte ich auch gleich die Unternehmensmagazine oder Verbandszeitschriften lesen.

Geändert von j-dennis (10.02.2006 um 11:50 Uhr).
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Alt 10.02.2006, 12:34   #11
julia
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

@j

genau deine erste Anmerkung hatte ich ja noch in der Klammer aufgegriffen.
Ich glaube aber, dass das eher selten vorkommt, die zeitungen bekommen durch Besuche auf den für sie relevanten hps (und ganz ehrlich, für ne Tz sind doch eh nur die großen Firmen interessant und die haben festangestellte Leute oder gleich ne Agentur) doch auch mit, wer für Presse verantwortlich ist. Ich hab's bislang noch nicht erlebt, dass jemand für ein Unternehmen PR macht und gleichzeitig den Text auch noch der Zeitung anbietet, das würde glaub ich auch schnell auffliegen, da die meisten Freien ja auch nur nen begrenzten lokalen Aktionsradius haben

Und zu deiner Anmerkung über Fachzeitschriften:

Ich bekomm hier genügend PR-Mitteilungen und andere Fachzeitschriften und kann daher nur nochmal
Schau dir dochmal das Impressum versch. Zeitschriften an, v.a. im technischen Bereich...viel Spaß beim zählen der M.A.s hinter den Redakteursnamen...Aus dem jeweiligen Fachbereich mit entsprechendem, auch wiss. Hintergrund kommen nur sehr sehr wenige.
julia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2006, 16:56   #12
j-dennis
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

genau deine erste Anmerkung hatte ich ja noch in der Klammer aufgegriffen.

Du hattest in der Klammer lediglich angemerkt, dass es problematisch sei, wenn der Freie seine Texte selbst ins Blatt heben würde. Das finde ich völlig unerheblich. Wer für ein Unternehmen oder Verband arbeitet, sollte über dieses generell nicht berichten (für journalistische Medien). D.h. keine Beiträge machen, egal ob er sie selber in die Zeitung hebt oder jemand anders. Die versuchte Einflussnahme ist sowieso schon groß genug: Einladungen zum Essen, bezahlte Pressereisen etc.

Ich hab's bislang noch nicht erlebt, dass jemand für ein Unternehmen PR macht und gleichzeitig den Text auch noch der Zeitung anbietet,

Schön wär's, wenn das nicht vorkommen würde. Aber gerade Freie und Journalistenbüros aus dem Wirtschaftsbereich berichten nicht nur unabhängig über Unternehmen. Die vielen Mitareiberzeitungen der Unternehmen bieten ihnen die Möglichkeit, mit wenig Aufwand eine Menge Geld zu bekommen. Und da man das Unternehmen dann schon so gut kennt, berichtet man bei nächster Gelegenheit auch darüber. Aber dann natürlich angeblich ohne Schere im Kopf...
Das passiert vor allem - aber nicht nur - bei mittelständischen Unternehmen und den am Standort ansässigen Regional/Lokalzeitungen. Wobei hier die Abhängigkeiten/Freund- und Seilschaften meist sowieso zwischen Redaktion und Unternehmenschefs bestehen. Von daher ist das Problem grundlegender und nicht an erster Stelle bei den Freien zu suchen.

Und zu deiner Anmerkung über Fachzeitschriften:

Ich bekomm hier genügend PR-Mitteilungen und andere Fachzeitschriften und kann daher nur nochmal
Schau dir dochmal das Impressum versch. Zeitschriften an, v.a. im technischen Bereich...viel Spaß beim zählen der M.A.s hinter den Redakteursnamen...Aus dem jeweiligen Fachbereich mit entsprechendem, auch wiss. Hintergrund kommen nur sehr sehr wenige.

Ein M.A., Dipl. oder Dr. bedeutet nicht unbedingt, dass man auch Ahnung von seinem Fachgebiet hat. Das gilt auch andersrum: Man kann sich auskennen, ohne in dem Bereich studiert zu haben. Man muss sich nur einarbeiten und gute Kontakte zu den Leuten haben, die in dem jeweiligen Bereich wichtig sind.
Ich weiß ja nicht für welche Fachzeitschrift Du arbeitest. Aber die größeren, anerkannten lassen nicht Leute für sich schreiben, die auf dem jeweiligen Fachgebiet Anfänger/ahnungslos wären. Wie gesagt: Gerade bei Fachzeitschriften sind die Leser gut informiert und besonders kritisch.
Auf PKs fallen Kollegen von Fachzeitschriften auch meistens dadurch auf, dass sie die Fragen stellen, die am tiefsten in die Details gehen. Als Zeitungsmensch kann man sich dann schon ausklinken: erstens versteht man nichts und zweitens interessiert es den normalen Zeitungsleser nicht.

Geändert von j-dennis (10.02.2006 um 17:03 Uhr).
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Alt 10.02.2006, 17:24   #13
Leeenaaa
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Ich denke, es ist illusorisch zu glauben, man könne als lokaler Radiosender ohne die Unternehmen in der Region existieren. Es ist nun mal so, dass die die Werbung machen - gegen die Unternehmen zu berichten verbietet sich also schon mal. Es geht beim privaten Radio (als Beispiel) eigentlich nur um die Werbung und - so schade es ist - nicht um die Hörer oder den Beitrag. Das ist Beiwerk, damit die Werbung gehört wird.
Dann gibt es ja auch solche Beispiele, wo man nicht klar trennen kann, ob eine Sache Werbung ist oder eine Information über eine Neuheit (gerade im Technikjournalismus kann ich mir das gut vorstellen.) Ein Unternehmen macht eine Erfindung, die Hinz und Kunz gebrauchen können, die aber auch eine spannende Geschichte hergeben kann (--> den Hörer zum Zuhören animiert --> den Zuhörer auch zum Werbunghören veranlasst). Da wäscht eine Hand die andere - das ist alles. Man kann, denke ich, nicht immer so klar trennen, wo jetzt PR oder Werbung stattfindet. Im Gegenteil: Wenn hinter der Berichterstattung keine Geldverschieberei steckt, muss man froh sein (so traurig das klingt). Das merkt der "Rezipient" (ob aus dem Radio oder der Zeitung) leider selten und die Sender oder Verlage sind in gewisser Weise von den Unternehmen abhängig.

Das ist alles nicht schön - aber was willst du tun?
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Alt 12.02.2006, 12:34   #14
christine
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

@ atapter2: Das Thema Grenzziehung PR/Journalismus wird unter Journalisten allenthalben diskutiert. In diesem Reader findest Du mehr Infos, unter anderem auch den Kodex von Lissabon, eine freiwillige Selbstverpflichtung von PR-Leuten.
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Alt 12.02.2006, 19:24   #15
j-dennis
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Standard AW: [Nach dem Praktikum] PR vs. Werbung

Zitat:
Zitat von Leeenaaa
Das ist alles nicht schön - aber was willst du tun?

Jeder kann, sollte, ja muss, bei seiner täglichen Arbeit darauf achten, dass er sich an die Spielregeln hält. Also: Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt. Außerdem: Zumindest versuchen, sich von Einflussnahme freizumachen.

Je mehr das machen, deso besser.

Letztlich sollte jedem Journalisten daran gelegen sein. Denn Glaubwürdigkeit ist mit das wichtigste Kapital der Medien.

Die von Dir geschilderten Zustände bei privaten Sendern haben auch mit dazugeführt, dass kaum einer mehr diesen Medien glaubt/vertraut. Das belegen ja medienwissenschaftliche Umfragen. Noch stehen die Zeitungen in diesen relativ gut dar, was ihre Glaubwürdigkeit angeht. Sie sollten das nicht verspielen.

PS: Produkttests, wie von Dir geschildert, schließt das übrigens nicht aus. Im Gegenteil: Die ganzen Testzeitschriften (ob für Computer oder Lebensmittel) leben davon, dass ihnen die Leser abnehmen, dass sie unabhängig testen und berichten.
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